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Die Medienblogger http://www.die-medienblogger.de Ein weiteres tolles WordPress-Blog Fri, 20 Aug 2010 08:33:28 +0000 http://wordpress.org/?v=2.8.6 en hourly 1 Des Pudels Kern bei Streeview http://www.die-medienblogger.de/561/des-pudels-kern-bei-streeview/ http://www.die-medienblogger.de/561/des-pudels-kern-bei-streeview/#comments Fri, 20 Aug 2010 08:33:28 +0000 Carsten http://www.die-medienblogger.de/?p=561 … [Weiterlesen]]]> Die politische Diskussion in Deutschland hat in Google Streeview ein Thema gefunden, an dem sich treffend zeigt, wie intensiv ein Thema öffentlich behandelt werden kann, ohne zu dessen eigentlichen (diskussionswürdigen) Kern vorzustoßen.

In der Ausgabe der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom 14. August konnte man lesen, warum einige Bürger gegen Streetview sind. Etwa ein Drittel der Befragten gaben an, daß der Blick in die Wohnung privat sei. Ich habe mich gefragt, ob die Streetview überhaupt jemals gesehen haben.

So unzutreffend die Befürchtung ist, der Blick in die eigene Wohnung sei nun weltweit freigegeben, so zutreffend ist es jedoch, daß die Fassade des eigenen Hauses Teil des öffentlichen Raumes ist und weiterhin bleiben muß. Denkt man konsequent weiter, was derzeit in der Diskussion mitschwingt, daß jeder jederzeit ein Widerspruchsrecht auf Veröffentlichung der Bilder seines Hauses erheben könnte, wäre die Produktion von Filmen, Postkarten oder Bildbänden über oder im öffentlichen Raum bald passé.

Diese Diskussion ist aber nur ein Nebenschauplatz. Es geht ja eigentlich nicht um die Veröffentlichung des zu Recht geschützten privaten Raumes. Die eigentliche Gefahr des systematischen Fotografierens des öffentlichen Raumes lauert im Verborgenen, abseits aller Diskussionen.

Es ist die Basis dessen, worauf Streetview arbeitet, dem Geotagging. Streetview alleine wäre nicht das Problem, es sind vielmehr die vielen Geotags, die inzwischen so ziemlich jede Bild- und Ortedatenbank im Internet und offline anbietet. Der Geotag eines Hauses läßt sich abgleichen mit dem eines Innenraumes, einer Gartenansicht, eines Satellitenbildes und einer Personenaufnahme, die von jedem x-beliebigen Menschen hinterlegt worden sein kann. Verbindet man diese Daten wiederum mit anderen öffentlich zugänglichen Daten, wird daraus schon mehr als ein bloßes Bild vom Haus. In Amerika lassen sich dann sogar abschließen die öffentlich zugänglichen Finanz- und Strafakten von Personen verbinden, wie sie hiezulande ja nur den entsprechenden Behörden vorliegen.

Von der Neuordnung des digitalen Raumes, wie sie Ministerin Aigner fordert, muß man ja nicht gerade reden. Aber es lohnt allemal, sich der Problematik einer wachsenden Informationsflut und ihrer möglichen Rückschlüsse bewußt zu werden. Ganz ohne ist das Thema auch wieder nicht.

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http://js-kit.com/rss/www.die-medienblogger.de/p=561 0
Ist Schirrmacher wirklich so belanglos? http://www.die-medienblogger.de/558/ist-schirrmacher-wirklich-so-belanglos/ http://www.die-medienblogger.de/558/ist-schirrmacher-wirklich-so-belanglos/#comments Fri, 26 Feb 2010 16:11:48 +0000 Carsten http://www.die-medienblogger.de/?p=558 Nach der Lektüre einiger Rezensionen oder der Replik von Sascha Lobo auf Frank Schirrmachers Buch „Payback“ fragte ich mich, wie weit einige Rezensenten das Buch, über das sie schreiben, eigentlich gelesen haben. Zugegeben, die endlose Liste von Feststellungen, Missständen und Anklagen im ersten Teil ermüdet. Im zweiten Teil wird es aber dagegen erst interessant, viele interessantere Fragen werden aufgeworfen.

Bewegen wir uns auf einen Maschinenfetischismus zu, wie er in Amerika schon länger weilt? Wieviele Entscheidungen lassen wir bereits jetzt von Maschinen treffen? Wir vertrauen voll auf deren richtiges Arbeiten.

Das einfachste Beispiel kommt aus der Analogwelt und ist der Taschenrechner. Was habe ich die Mathelehrer gehasst, die uns den im Unterricht verbaten. Heute kennt jeder die Verzögerungen an der Kasse, die entstehen, weil der Kassenmensch nicht weiß, was er retour geben soll, weil ihm die Kasse das mal nicht anzeigt. Ein anderes sind die Ratingagenturen, deren Wirken eines der Probleme der Finanzkrise war. Sie bewerten Unternehmen und Geschäfte. Alle verlassen sich darauf, auch wenn die Herleitung der Bewertung manchmal zweifelhaft ist. Aber alle sind auf deren Bewertungen angewiesen, weil das Finanzsystem zu unübersichtlich und schnell geworden ist. Wie die Lemminge folgen ihnen alle – auch in den Abgrund. Selberdenken oder übergreifendes Verstehen der Vorgänge bei den meisten Fehlanzeige.

Die zwei Beispiele lassen sich durchaus auch auf rechnergestützte Entscheidungsprozesse übertragen. Die Frage, die sich mir stellt ist, ob große komplexe Systeme überhaupt als Entscheidungsfinder funktionieren können.

Man stelle sich nur die gegenwärtig ungeheure Datenflut vor, die täglich um den Globus rauscht. Jeder Nutzer erzeugt Daten, die in Nutzerprofilen bspw. bei Google gespeichert werden. Alle haben Angst vor dem gläsernen Nutzer. Bundes-Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger möchte alle Google Dienste beobachten lassen und fordert mehr Transparenz.

Die Frage lautet: kann man überhaupt so viele Daten so verarbeiten, dass im Ergebnis etwas Richtiges herauskommt, worauf man sich verlassen kann? Der missglückte Anschlag in Detroit über Weihnachten 2009 lässt mich daran zweifeln. Auch die Sicherheitsdienste der USA leiden unter einer immensen Datenflut, die offenbar nicht zu bändigen ist. Zumindest fallen sogar Topverdächtige offenkundig leicht aus ihr heraus.

Die Auswerter der Drohnenbilder in Afghanistan haben sich jetzt beschwert, dass sie mit der Auswertung der Datenflut nicht hinterherkommen. Eine ordentliche Auswertung dauere 20 Jahre – soweit zu den Maßstäben, mit denen wir es zu tun haben. Und Google hat, der Nutzermasse wegen, sicherlich mit noch mehr Daten zu tun.

Wir befinden uns sicherlich zumindest in der Nähe einer Schranke, hinter der unsere Intellekt und die Computerwelt aneinandergeraten. Die immense Quantität der Daten trifft auf die intellektuelle Unfähigkeit des Menschen, dieser Herr zu werden, sie gar zu begreifen. Ergo verlässt sich der Mensch auf die technischen Auswertungen und Lösungsvorschläge und freut sich insgeheim, Entscheidungen abtreten zu können. Soweit muss ich Schirrmacher recht geben.

Wir haben uns z.B. keinen Gefallen damit getan, den Krieg in Afghanistan zu einem rein high-technokratischen Militärereignis werden zu lassen. Viele politische Prozesse, die dieses begleiten hätten müssen, wurden zu Gunsten der Technik und den unerschütterlichen Glauben an ihr Erfolgsversprechen unterlassen. Man kann hier schon von einem Mangel an politischer Intellektualität sprechen, die zu Gunsten technokratischer Hörigkeit nicht zum Einsatz kam.

Bislang haben wir auf derlei Fragen immer nur technische Antworten gegeben, wie etwa: „Das ist jetzt die erste Version, spätere Versionen werden mehr können“ oder „Die Hardwareentwicklung wird eines Tages mehr ermöglichen“, etc. Aber wollen wir das? Sollten wir nicht langsam wieder lernen, selber zu denken und den Computer als sehr hilfreiches Instrument zu betrachten, statt uns an seinen schier endlos scheinenden Möglichkeiten zu berauschen? Es geht nicht darum, den Computer zu degradieren sondern darum, das Denken und Entscheiden nicht noch weiter auszulagern, sondern es als ein menschliches Hoheitsgebiet zu verstehen.

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http://js-kit.com/rss/www.die-medienblogger.de/p=558 0
Das iPad – erste Gedanken zu Apples “magical device” http://www.die-medienblogger.de/539/das-ipad-erste-gedanken-zu-apples-magical-device/ http://www.die-medienblogger.de/539/das-ipad-erste-gedanken-zu-apples-magical-device/#comments Mon, 08 Feb 2010 16:41:10 +0000 Dirk http://www.die-medienblogger.de/?p=539 … [Weiterlesen]]]> iPad mit NYT


Apples Pressekonferenz der vorletzten Woche hat nicht nur erst Twitter und dann die globale Blogosphäre vibrieren lassen, sondern sie hat vor allem die dauernden Gerüchte um Apples Tablet beendet und endlich Tatsachen sowie eine Diskussionsbasis geschaffen. Abgesehen von den technischen Details, wie dem fehlenden Multitasking oder der nicht vorhandenen Kamera, steht die Frage zur Debatte, ob das iPad das Zeug dazu hat, die Medienwelt nachhaltig zu verändern.
So ganz wird man das “magical  and revolutionary device” (Jonathan Ive) zwar erst beurteilen können wenn man es in Händen hält, aber nichtsdestotrotz kann man bereits jetzt über die Plattform iPad und seine Anwendungsmöglichkeiten diskutieren.

Lösung für die Medienkrise?

Das iPad nutzt das iPhone-Betriebssystem und der Nutzer hat damit Zugriff auf alle iPhone-Applications. Ebenjene haben bereits auf dem iPhone eine kleine Revolution möglich gemacht: Nutzer waren plötzlich grundsätzlich bereit für werbefreie digitale Nachrichten, z.B. der Welt, zu bezahlen – obwohl die Inhalte ebenfalls kostenlos im Internet abrufbar sind. Wenn es nach dem Willen der Medienproduzenten geht, soll dieser Weg mit dem iPad weitergegangen werden. Das handliche Produkt und die App-Store Plattform bieten also die lange gesuchte Chance, journalistische Inhalte auf von Nutzern akzeptierte Weise zu verkaufen.

Zu diesem Wandel passt auch die jüngst wieder auflebende Diskussion um Bezahlschranken für bisher kostenlose Webinhalte, wie sie z.B. die New York Times einführen möchte. Vertreter eben jenes New Yorker Zeitungshauses waren bei Steve Jobs’ iPad-Vorstellung zu Gast und präsentierten die eigene iPad-App (Videoausschnitt). Über Preismodelle ist zwar noch nichts bekannt, aber klar ist wohl: kostenlos, wie der kleine Bruder auf dem iPhone, wird diese App nicht sein.

Neuer Journalismus?

Bereits vor Monaten tauchte außerdem dieses Video auf, indem eine interaktive Tablet-Version des US-Magazins Sports Illustrated vorgestellt wird. Beim Betrachten wird schlagartig klar, dass der klassische Journalismus – so sich denn Produkte wie das iPad durchsetzen werden – vor einem grundlegenden Wandel stehen könnte. Inhalte für Plattformen, wie das iPad, verlangen die intelligente Kombination aus Text, Bild und Video, verknüpft mit interaktiven Elementen, wie der Einbindung von sozialen Netzwerken. Das alles sollte zudem noch in einem ansprechenden und schicken Design verpackt werden.

iPhone-Apps, wie die der Welt, zeigen, dass auch deutsche Verlage in die Zukunft schauen und die Rankings im App-Store beweisen, dass die Kunden grundsätzlich dazu bereit sind zu zahlen. Klar ist aber auch: es wird nicht reichen, die für die Druckerpresse konzipierten Inhalte eins zu eins in die schöne neue Tablet-Welt zu übertragen. Die Kunden werden nach neuen, wirklich interaktiven Konzepten verlangen – oder, bei Unzufriedenheit, wieder auf kostenlose Webangebote zurückgreifen. Damit bietet das iPad große Chancen, Medieninhalte völlig neu zu gestalten und neue, interaktive Angebote für die Konsumenten zu schaffen. Gleichzeitig stellt Apple eine akzeptierte Plattform bereit, über die für digitale Medieninhalte bezahlt werden kann.

Alles gut im Tablet-Land?

Trotzdem darf man aber nicht nur in Lobpreisungen auf Apples neuesten Geniestreich verfallen, denn die Beschränkungen, denen das iPad unterliegt, sind erheblich. Zum einen und offensichtlichsten sei hier die mangelnde Flash-Unterstützung genannt, die schon so manchen iPhone-User in die Verzweiflung getrieben hat. Ein Software-Update, welches das Abspielen eben jener Inhalte ermöglicht, ist zwar nicht ausgeschlossen, steht aber auch für das iPhone immer noch aus. Gleichzeitig drängt sich der Gedanke auf, dass Apple bewusst auf eine Implementierung von Adobes Flash verzichten könnte (mehr dazu bei engadget).

Ein zweiter Aspekt ist Apples geschlossenes Software-System, das, genau wie beim iPhone, nur die Installation von Programmen aus dem App-Store vorsieht – und über dessen Inhalte wacht Apple mit Argusaugen. Die Kontrollwut geht dabei so weit, dass die iPhone-App von Stern.de wegen einer “Erotik-Galerie” vorübergehend aus dem App-Store verbannt wurde. Außerdem sind einige Artikel in der Welt-App für die Nutzung über das iPhone gesperrt.

Würde das iPad also zu einer Standard-Plattform für Nachrichtendarstellung und Magazine werden, so hätte Apple über seinen App-Store erheblichen Einfluss auf die Inhalte. Kann es sich ein Verleger dann also nicht mehr erlauben, einen Bericht über eine Akt-Foto-Ausstellung in der Tablet-Version seines Magazins zu veröffentlichen? Über Apples App-Store-Politik wird weiter zu diskutieren sein.

Bleibt auf der Malusseite des iPads noch die Abhängigkeit der Medienhäuser vom Zwischenhändler Apple. Allerdings ist die Etablierung anderer ähnlicher Plattformen denkbar, die Apples Marktmacht zukünftig beschneiden könnte.

Fazit

Mit dem iPad wagt Apple etwas grundsätzlich neues. Für den Konsumenten ist das iPad eine hervorragende Plattform um auf sämtliche digitale Medieninhalte zuzugreifen: Webseiten, Musik, Filme und Videos, Nachrichten, soziale Netzwerke, Fotos, Hörbücher und sogar eBooks. Der Nachteil ist die Geschlossenheit der Plattform sowohl die Software, als auch viele Inhalte betreffend. Nachrichten-Apps, Spiele, Bücher, Filme und Musik sollen, nach Vorstellung der Firma, hauptsächlich von Apple stammen. Für den Kunden kann das sowohl Vor- als auch Nachteile haben.

Ebenso sieht es auf Seiten der Medienanbieter aus: für eBooks, Apps, Filme und Musik ist Apple der einzige Partner. Er wickelt die Zahlungen ab, betreibt diese einzigartige Plattform und entscheidet damit auch, wer und was in den Katalog aufgenommen wird.

Damit bleibt es spannend, wie die Medienhäuser die neuen Veröffentlichungsmöglichkeiten nutzen und natürlich auch, wie die Nutzer die neue Medienwelt aufnehmen. Trotz einiger Einschränkungen wird das iPad also viele spannende Möglichkeiten bieten.

Bild: Apple.com

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http://js-kit.com/rss/www.die-medienblogger.de/p=539 2
Probieren kostet ja nichts http://www.die-medienblogger.de/517/probieren-kostet-ja-nichts/ http://www.die-medienblogger.de/517/probieren-kostet-ja-nichts/#comments Mon, 08 Feb 2010 00:52:30 +0000 Timm http://www.die-medienblogger.de/?p=517 noTollFoto von "wfyurasko", genutzt unter CC-Lizenz Ein ganz, ganz signifikanter Faktor am Social Web ist, dass es immer etwas neues gibt. Sobald ein "etwas" aus der großen Masse des Neuen herausschicht, berichten sehr schnell sehr viele Stellen darüber. Es könnte ja das nächste große Ding sein, "Twitter II" quasi. Es gibt Menschen wie Herrn Schirrmacher, die "da nicht mehr mitkommen", die zur Mäßigung aufrufen und dazu, "den Computer" doch häufiger mal auszuschalten. Das ist in etwa so, als ob sich der Papst zur neusten Entwicklung auf dem Spirituosenmarkt äußern würde. Da spricht jemand, der mehr Angst als Zuversicht und Ahnung hat. Bedenken an dem ganzen technischen Kram äußern mag von Zeit zu Zeit populär sein, aber "so kommen wir ja nicht weiter", um Franjo Pooth zu zitieren.]]> noTollFoto von “wfyurasko”, genutzt unter CC-Lizenz

Ein ganz, ganz signifikanter Faktor am Social Web ist, dass es immer etwas Neues gibt. Sobald ein “etwas” aus der großen Masse des Neuen herausschicht, berichten sehr schnell sehr viele Stellen darüber. Es könnte ja das nächste große Ding sein, “Twitter II” quasi. Es gibt Menschen wie Herrn Schirrmacher, die “da nicht mehr mitkommen”, die zur Mäßigung aufrufen und dazu, “den Computer” doch häufiger mal auszuschalten.
Das ist in etwa so, als ob sich der Papst zur neusten Entwicklung auf dem Spirituosenmarkt äußern würde. Da spricht jemand, der mehr Angst als Zuversicht und Ahnung hat. Bedenken an dem ganzen technischen Kram äußern mag von Zeit zu Zeit populär sein, aber “so kommen wir ja nicht weiter“, um Franjo Pooth zu zitieren.

Einige neue Dienste, Apps oder Funktionen tauchen auf, und man fragt sich: “Wofür?” – Ein halbes Jahr später ist man begeisterter Benutzer, und denkt sich: “Hätte ich das mal früher probiert”
Ich möchte darauf hinaus, dass eine tolle Eigenschaft des Social Web ist, dass jeder alles sofort ausprobieren kann. Geschlossene Betatests sind natürlich ausgenommen, aber so häufig sind diese auch nicht. Im Kontrast zum neuen Siebener oder A8, den verschiedene Magazine mit verschiedenen Autoren mit subjektiven Meinungen antesten, kann man sich bei neuen Diensten meist vollkommen kostenlos anmelden, oder zumindest Programme als kostenlose Version mit Werbung testen. Nun schließt sich der Kreis zu der etwas allein stehenden Einleitung: Statt sich durch überschwängliche und im Ton gefärbte Berichterstattung verrückt machen zu lassen, kann der gewiefte User den Dienst selber ausprobieren.

Nicht zu früh debattieren
Anstatt wochenlang eine groß angelegte Grundsatzdebatte darüber zu führen, was man denn braucht und was man nicht braucht, kann man es einfach ausprobieren. Das geht schneller, als das Ende der eben genannten Debatte abzuwarten, und man ist am Ende sogar eine eigene Einschätzung reicher.
Denkt man an die Aufregung zurück, die herrschte als Twitter nach Europa schwappte: Unglaublich. Ich möchte nicht wissen, wie wenige Wörter diejenigen auf Twitter gelesen haben, die sich sehr wortreich über die Unnötigkeit einer 140 Zeichen-Nachricht ausgelassen haben.

Es ist, als fragte ein reiner E-Mail-Schreiber, wozu er denn einen Instant Messenger benötige. Die Mail koste ja maximal 3 Klicks mehr. Die Zeitspanne in der man sich vom Schock einer solchen Frage erholen muss, ist ungefähr dieselbe wie die, in der der Fragende den Unterschied erkennen würde.

Damit möchte ich nicht sagen, dass nichts und gar nichts aus der Masse von Technologie und Social Media hinterfragt werden darf, ganz im Gegenteil! Eine sinnvolle Debatte kann jedoch nur dann stattfinden, wenn alle Beteiligten wissen wovon Sie reden.

Es geht los, wenn Menschen fragen “Wofür brauche ich denn das iPad?“, und dabei vergessen, dass sie vor 2,5 Jahren beim iPhone die gleiche Frage gestellt haben (Danke für diesen Gedankengang, Johannes Schardt! Beinhaltender Artikel auf Spreeblick: Willkommen in der Minderheit).
Was in der Zwischenzeit geschehen ist, sollte Antwort genug sein.

Gut, bei Hardware greift mein Beispiel nicht, denn das iPad ist wie ein A8 weder kostenlos noch spontan auszuprobieren. Nichts desto trotz: Mehr Offenheit und Gelassenheit im Umgang mit Innovationen und vermeintlichen solchen kann auf gar keinen Fall schaden. Unglaublich und unfassbar schnell ist der technische Fortschritt ohnehin, um ihn begreifen und nutzen zu können muss man ihn zuallererst zulassen.
Um z.B. Linux auszuprobieren, muss man nur ein Mal über seinen Schatten springen und eventuelle frühere, negativ in Erinnerung gebliebene Erfahrungen mit der vernünftigen Begründung beiseite schieben, dass sich die Umstände inzwischen verbessert haben könnten. Um eine meiner Lieblingsserien (wenn auch etwas aus dem Zusammenhang gerissen) zu zitieren: “I question everything, it’s very healthy.

Einstellung
Es ist ganz ähnlich wie bei Jugendlichen, die angeblich keine Erbsen oder keine Tomaten mögen. Die Wahrheit ist nämlich, dass sie es 1. nicht wissen und 2. nicht wissen können. Im Ernst: Erbsen. Tomaten. Soweit kann man sich jawohl im Griff haben, man muss das Gemüse ja nicht unbedingt lieben. Doch wird aus jedem “Ich mag gerade nicht so gerne” ein “Ich möchte nie wieder probieren“, verpasst man mehr als man kennen lernen kann.
Hier komme ich, und dabei überrasche ich mich selbst, zu einem Kern jeder Erziehung: Dass frühere Meinungen und Urteile sehr wohl zu überprüfen sind, und man die Umwelt als sich änderndes Gefüge begreift, ist jawohl wesentlich für das eigene Vorankommen und die persönliche Entwicklung.

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http://js-kit.com/rss/www.die-medienblogger.de/p=517 0
Facebook & Twitter im Fluss der Zeit http://www.die-medienblogger.de/435/facebook-twitter-im-fluss-der-zeit/ http://www.die-medienblogger.de/435/facebook-twitter-im-fluss-der-zeit/#comments Tue, 19 Jan 2010 19:09:18 +0000 Timm http://www.die-medienblogger.de/?p=435 Evan Williams (Twitter) und Mark Zuckerberg (Facebook). Fotos genutzt unter verschiedenen CC-Lizenzen.

Es ist eine Weile vergangen, seit Twitter das letzte Mal im Zuge der Proteste im Iran großformatig von den klassischen Medien wie Zeitungen und Fernsehen betrachtet wurde. Weniger panische Meldungen, weniger "Was soll ich mit 140 Zeichen", sehr angenehm. Facebook war schon so lange nicht mehr in den klassischen Medien ein großes Thema, dass ich mich nicht einmal mehr an den letzten Grund erinnern kann. Gut, es mag irgendeine Millionen-Schwelle der Nutzerzahlen in Deutschland gewesen sein. Lange nichts passiert bei zwei der prägendsten Dienste (Das Jahr 2009 betrachtet) des Web2.0? Mitnichten. Zeit für eine Bestandsaufnahme.]]> TwFBEvan Williams (Twitter) und Mark Zuckerberg (Facebook). Fotos genutzt unter verschiedenen CC-Lizenzen.

Es ist eine Weile vergangen, seit Twitter das letzte Mal im Zuge der Proteste im Iran großformatig von den klassischen Medien wie Zeitungen und Fernsehen betrachtet wurde. Weniger panische Meldungen, weniger “Was soll ich mit 140 Zeichen”, sehr angenehm.
Facebook war schon so lange nicht mehr in den klassischen Medien ein großes Thema, dass ich mich nicht einmal mehr an den letzten Grund erinnern kann. Gut, es mag irgendeine Millionen-Schwelle der Nutzerzahlen in Deutschland gewesen sein.

Lange nichts passiert bei zwei der prägendsten Dienste (Das Jahr 2009 betrachtet) des Web2.0? Mitnichten. Zeit für eine Bestandsaufnahme. War Twitter eine Eintagsfliege? Was macht Facebook, außer zu wachsen?

Twitter
Vor einiger Zeit führte Facebook in seinen Statusupdates die Option ein, Freunde zu “markieren”. Jüngst setzte Facebook, vom Großteil der Nutzerschaft sicher unbemerkt, “öffentlich” als neue Standardeinstellung für Statusupdates.

Dies sind Vorgänge, die Facebooks Orientierung in Richtung Twitter offensichtlich machen. Doch (sehr zu unserem Glück, aber dazu komme ich später noch) wird auch bei Twitter wird nicht geschlafen. Und ich meine nicht nur den Umzug ins neue HQ.

Der Wunsch nach Neuerungen wurde fürs Erste befriedigt: So gibt es Listen, auf denen man Twitterer einer Rubrik zusammenfassen kann. Quasi Followerempfehlungen à la “Für diesen und jenen Bereich empfehle ich diese und jene Twitterer”. Es ist ein bisschen wie die Dienst-Eigene Nachfolge des #FollowFridays (#ff).

Und noch ein von den Nutzern eingeführter Mechanismus hat endlich den Sprung hin zu einer “offiziellen” Twitter-Funktion bekommen: Der Retweet (RT).
Beispiel: Ein Twitterer, dem ich followe retweetet einen Tweet. – Scharfer Satz, oder?
Alter Mechanismus: Ich kann an einem fetten “RT” im Tweet erkennen, dass der Tweet im Original einen anderen Verfasser hat.
Neuer Mechanismus: In meiner Timeline läuft der Tweet auf, obwohl ich dem verfassenden Twitterer gar nicht followe. Hinzugefügt wird lediglich ein kleines “Retweeted by [Twitterer, dem ich followe]

Das sieht dann so aus:
BeispielRT

Ob, inwieweit oder wann Twitter “richtig” im Mainstream ankommen wird, ist fraglich. Womöglich ist es dem Großteil der User etwas zu kryptisch, etwas zu “Linux”, dieser Service mit einzelnen Meldungen femder Menschen. Was ich aber festhalten muss: Für den Digital Native ist Twitter imo in jedem Fall ein Gewinn.

Facebook
Während Twitter langsam, aber sicher neue Features hinzufügt, entwickelt Facebook sich langsam aber ebenso sicher zum Rivalen für Google, geht es um die Krone der “Datenkrake”.
Die “Reform” der Privatsphäre-Einstellungen erwähnte ich bereits oben. Brandaktuell ist die neue “Gib uns dein Adressbuch und wir machen damit was wir möchten”-Funktion der aktualisierten iPhone-App.
Achtung: Nein, Holtzbrink hat Facebook nicht übernommen.
Ich möchte den Teufel nicht an die Wand malen, aber Interviews wie dieses, dessen Echtheit jedoch zweifelhaft ist, geben einem das, was man wohl ein “schlechtes Gefühl dabei” nennt. “Dabei” mag dann so ziemlich alles sein, was man bei Facebook so tut. TechCrunch macht sich Gedanken zu dem zweifelhaften Interview.
Doch zurück zu vollkommen begründeter Argumentation: Ob “Live-Meldungen” oder Privatsphäre: Facebook scheint sehenden Auges sämtliche Kritik zu ignorieren.

Das ist umso ärgerlicher, da Facebook unter der weiß-blauen Haube vor allem technisch einiges zu bieten hat. Kennen Sie “Connect with Facebook” bzw. “f connect“? Es ist eine Funktion, die es Nutzern erlaubt, sich auf unterstüzenden Websites per Klick mit ihrem FB-Account einzuloggen. Es wird einfach auf den Browser gespeicherten Facebook-Cookie zugegriffen, fertig ist die Laube.
Damit senken Websites die Hemmschwelle für neue User um Einiges. Statt sich einen neuen Account anzulegen, kann der geneigte Neu-User einfach den blauen Button mit weißem f benutzen.
Ganz zu schweigen von dem Potenzial, von dem wir noch nichts merken. So kaufte Facebook vor einer Zeit den Echtzeitdienst “FriendFeed”. Seitdem wartet jeder technisch ausgerichtete Nachrichtendienst auf die Ankündigung Facebooks, ab sofort komplett in Echtzeit abzulaufen.

Die technische Ausgereiftheit ist es, die Facebook gefährlich macht. Denn je obligatorischer eine Verlinkung zu Facebook und die Nutzung der passenden Features, desto schwieriger wird es. Nämlich, das Loch im Netzwerk, das Facebook hinterlassen würde, auszugleichen.
Unzählige Links, eingebettet in heimelige Kommentare hunderter ge”friend”eter Bekannter, unsägliche Spielanwendungen mit passender Werbung in der Seitenleiste und Fanseiten, die Plattformen für Pressemitteilungen -jedoch direkt an User- sind.
Ich finde gerade keine Statistik dafür, aber Facebook dürfte so etwas wie der weltweit größte usergepflegte Aggregator für Links sein, über den User andere Seiten besuchen.

Falls Facebook privatsphäretechnisch ein für alle Mal über die Stränge schlägt, und momentan fehlt bis dahin nicht viel, kann man nur hoffen, dass andere Netzwerke nachwachsen und zu Alternativen werden. Twitter ist für die Aggregierung von Informationen, die den Namen auch verdienen momentan ohnehin besser. Für den kompletten FB-Ersatz hat es jedoch keine ausreichend große Nutzerschaft – leider, aber leider wohl auch auf absehbare Zeit.

Status
Ich stelle fest: Twitter ist nach dem Hype nicht verschwunden, ganz im Gegenteil. Facebook verliert Nutzerdaten zwar nicht ungewollt wie die VZ-Netzwerke, aber legt bei aller Professionalität ein unheimliches Gebaren an den Tag.

Die Quellen für das Titelfoto:
Evan Williams @Wikipedia
Mark Zuckerberg @Wikimedia Commons

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The dark side of social media? http://www.die-medienblogger.de/505/the-dark-side-of-social-media/ http://www.die-medienblogger.de/505/the-dark-side-of-social-media/#comments Thu, 14 Jan 2010 11:53:40 +0000 Alex http://www.die-medienblogger.de/?p=505 … [Weiterlesen]]]> Ein soziales Netzwerk im Internet zu haben ist für viele Menschen ein Segen, und wer einmal dort hineingetaucht ist, kann sich die virtuelle Kommunikation oft gar nicht mehr aus seinem Leben wegdenken.

Doch hat das soziale Online-Netzwerk auch Schattenseiten?

Ich beschrieb heute einem Freund von mir, der weniger in Internet-Communities unterwegs ist, dass das Internet gerade für schüchterne Personen ein toller Weg ist, um mal einen anderen Teil ihrer Persönlichkeit zu zeigen. Im Internet ist man schließlich selbst aktiv. Die anderen kennen einen nicht als jemanden, der ruhig ist und abwartet, denn in diesem Fall würde man ja von vorn herein überhaupt nicht wahrgenommen werden. Schüchternheit ist demnach etwas, das in einer social community so gut wie gar nicht existiert.

Natürlich merkt man, wenn jemand sich weniger zu Wort meldet als andere, aber das kann so viele Gründe haben, dass es nicht unbedingt auf die Persönlichkeit des Betreffenden zurückgeführt werden muss. Dieser kann sich also aktiv präsentieren.

Nun der Einwand meines Freundes:

Er meinte, dass im Internet auf diese Weise das Bedürfnis nach sozialer Interaktion bereits befriedigt wird. Die schüchterne Person hat also gar keinen Grund mehr, sich im echten Leben zu integrieren. Wenn es online viel leichter geht, nimmt man natürlich diese Alternative. Dies könnte dazu führen, dass den Menschen die Chance genommen würde, “echte” soziale Kompetenzen zu erwerben.

Als Extrembeispiel führte er das stark suchtgefährdende Online-Rollenspiel “World of Warcraft” an, von dem man schon häufiger gehört hat, dass Spieler komplett in dieser Welt versinken und gar kein Bedürfnis mehr verspüren nach draußen zu gehen.

Da ist natürlich irgendwo was dran. Deswegen die Fragen:

Wo hören die Vorteile von social communities auf und wo fangen die Gefahren an?

Was würden die Menschen tun, wenn sie ihre sozialen Bedürfnisse nicht online befriedigen könnten? Wären sie dann sozial kompetenter? Oder ist es nicht vielleicht auch anders herum: Könnten nicht die positiven Erfahrungen aus dem Internet auch das Selbstbewusstsein stärken sich in sozialen Situationen mehr zu trauen?

Ich persönlich finde dies sehr schwer zu beantworten und würde mich über ein paar Meinungen dazu freuen.

LG, Alex

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http://js-kit.com/rss/www.die-medienblogger.de/p=505 5
Klassische Medien, nicht-klassische Themen: Keine gute Kombination http://www.die-medienblogger.de/411/klassische-medien-nicht-klassische-themen-keine-gute-kombination/ http://www.die-medienblogger.de/411/klassische-medien-nicht-klassische-themen-keine-gute-kombination/#comments Tue, 12 Jan 2010 09:00:24 +0000 Timm http://www.die-medienblogger.de/?p=411 oder So schlecht ist das Nexus One nicht, aber das ist gar nicht der springende Punkt

NewsScooterResBild von Ed Yourdon, genutzt unter CC-Lizenz Es gibt Technikfreaks, und es gibt Technikinteressierte. So gibt es in jedem Bereich richtige Profis und, sagen wir mal, "ambitionierte Normalos". Es ergibt sich auf diese Weise häufig ein schöner Kreislauf, den wir auch als Erfahrungsaustausch kennen. Wünscht man sich Journalisten, die in der Erfahrungsaustausch-Hierarchie unter einem stehen? Nicht wirklich. ]]>
oder So schlecht ist das Nexus One nicht, aber das ist gar nicht der springende Punkt

NewsScooterResBild von Ed Yourdon, genutzt unter CC-Lizenz

Es gibt Technikfreaks, und es gibt Technikinteressierte. So gibt es in jedem Bereich richtige Profis und, sagen wir mal, “ambitionierte Normalos”. Es ergibt sich auf diese Weise häufig ein schöner Kreislauf, den wir auch als Erfahrungsaustausch kennen.

Wünscht man sich Journalisten, die in der Erfahrungsaustausch-Hierarchie unter einem stehen? Nicht wirklich.
Und vor allem sollte man davon ausgehen, dass Artikel im Bereich “Netzwirtschaft” einer “großen deutschen Tageszeitung wie der FAZ” eine gewisse Mindestqualität erfüllen. Wohlgemerkt, Rubrik “Wirtschaft”, also eigentlich kein “Computer- oder Technikspielkram”.

Die Realität ist jedoch, dass man als FAZ-Redakteur entweder kein Englisch beherrschen muss, oder unter “Recherche” nicht einmal so etwas wie “etwas bei Google eingeben” versteht. Anders ist kaum zu erklären, wie dieses Meisterwerk der unzureichenden (ich würde sogar sagen: irreführenden) Berichterstattung zustande kommt: Smartphone Nexus One: Googles Griff nach dem mobilen Internet.
Im Kontrast dazu sei Google Nexus One: The TechCrunch Review betrachtet. Und nein: TechCrunch ist alles andere als ein News-Startup, dass es nur noch nicht auf den Recherche-Radar der FAZ geschafft hat.

“Der neue iPhone-Killer”
Doch von Vorne: Der Autor des FAZ-Artikels hat es eigentlich recht leicht. Sich ein bisschen vorsichtig äußern, zum x-ten Mal die Schwächen des iPhones aufzählen, die Stärken des vermeintlichen “iPhone-Killers” ebenso, und letzterem am Ende ein gewisses Potenzial zusprechen. Fertig ist die Standard-Review zu neuen Smartphones, seit es das iPhone gibt. Nicht gut, aber auch nicht zwingend peinlich.

Doch was tut er? In erster Linie widerspricht ersich selbst.

Google weiß wohl selbst, dass das Gerät keine Sensation ist und den Mobilfunkmarkt in Sachen Hardware nicht revolutionieren wird
VS.
Es war weniger das Äußere des Nexus One, was interessierte, sondern die technischen Werte der Hard- und Software. Und die sind sehr ordentlich und setzen sogar teilweise neue Maßstäbe
VS.
Ohne dass bisher jemand das Nexus One ausführlich testen konnte, lässt sich mit den Erkenntnissen weniger Kurztester und den technischen Werten sagen, dass das Nexus One in Sachen Hardware mit anderen Smartphones mithalten kann, aber keine Revolution darstellt.

Noch eine Runde:

Zudem kann es nicht mit innovativen Features aufwarten, die den Nutzer in Staunen versetzen könnte. (sic!)
VS.
Das Nexus One hat ein zweites Mikrofon, das auf der Rückseite angebracht ist und dadurch Android hilft, Sprache störungsfrei weitergeben zu können.
VS.
This is the best mobile phone display on the market today, blowing away the iPhone’s 480 x 320 display. The screen is bright and alive, and an absolute pleasure to use.

Genug Gegenüberstellungen? Achtung, einen echten Klassiker hab ich noch:

Die Hardware steckt in einem Gehäuse mit 11,5 Zentimeter Tiefe, was recht schmal ist, und wiegt 130 Gramm, was recht leicht ist.

Dieser Satz schlägt sich ganz von selbst. Oha, und der Fehler mit der Tiefe (recht schmal?) ist mir eben erst aufgefallen (:D) . Naja. Da “recht schmal” und “recht leicht” ja DIE Maßeinheiten schlechthin sind, ist der Satz unglaublich aussagekräftig. [Ironie] Und die große Frage bleibt: Was wiegt denn die Hardware mit dem Gehäuse zusammen? [/Ironie]

Argumente, die keine sind
Um diesen geradezu “Vorfall” zu nennenden Artikel etwas zu abstrahieren: Wenn eine deutsche Tageszeitung kein Nexus One zum testen bekommt, dann ist das schade. Aber es ist kein Grund, unvollständige und dadurch zwangsläufig stark verzerrende Argumente vorzubringen, um die eigene Sichtweise zu stützen.

Geradezu absurd ist die Passage Vertragsfreiheit ist keine echte Hemmschwelle, die (entgegen ihres Titels) argumentiert, der exklusive Vertrieb des iPhones durch T-Mobile sei keine Hemmschwelle für Interessenten. Einen Absatz davor vertritt der Autor noch eine andere Meinung, aber wen wundert das schon?

Es mag arrogant klingen, aber wie kann man sich heutzutage als Redakteur auch nur entfernt mit dem iPhone beschäftigen, ohne die Restriktionen zu berücksichtigen, die T-Mobile einem als Kunden auferlegt? Kostprobe: Provider aus dem letzten Jahrhundert @querbeet-deluxe.com

Wie kann man über das Nexus One schreiben, und Google Voice nur indirekt erwähnen? Ein Feature, das dem Tester von TechCrunch einiges an Zeilen wert ist, findet bei Herrn Dettweiler keine Beachtung. Und das, obwohl er offensichtlich auf der Suche nach Features ist, die das Nexus One aus der Masse hervorstechen lassen. Natürlich ist auch die oben verlinkte Review von TechCrunch nicht der Weisheit letzter Schuss – jedoch übernimmt sie keine Halbsätze aus Werbeveranstaltungen, und begründet Argumente hinreichend.

Die Moral
Noch einmal zum Mitschreiben, und um meinen Bildblog-ähnlichen Ausfall zu rechtfertigen: Wenn er keine Ahnung hat, schreibt der geneigte “Qualitätsjournalist” anscheinend einfach irgendwas. Mit Tippfehlern und Herstellerzitaten ohne Ende.

Ein tolles Beispiel dafür, wie wenig man sich in bei jeglichen Fragen auf das ach so gesetzte und gönnerhafte Journalistentum verlassen kann. Und wie niedrig die Einstellungsvoraussetzungen bei manchen Verlagen sein müssen: Medienkompetenz auf Grundschulniveau.
Nebenbei lässt der Artikel einen auch erkennen, wie herrlich gnadenlos das Internet ist. Zwei Websites sind exakt gleich “einfach” zu erreichen, ihre Inhalte stehen somit in direkter Konkurrenz. Kein “Ich hab da doch letztens was gelesen”: Die Chronik befördert gelesene Artikel wieder ins volle Bewusstsein.

Das macht es für uns als User sehr viel einfacher, unzureichende Information als solche zu entlarven.

Links zum Thema
Freude machen die “Lesermeinungen zum Beitrag”, sie geben einem den Glauben an die Menschheit zurück, nach dem der betreffende Artikel sie rigoros zugrunde gerichtet hat. Bazinga! Wann fängt man an, das Feedback zu berücksichtigen?

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http://js-kit.com/rss/www.die-medienblogger.de/p=411 0
Medien als Beruf? http://www.die-medienblogger.de/471/medien-als-beruf/ http://www.die-medienblogger.de/471/medien-als-beruf/#comments Mon, 11 Jan 2010 16:16:42 +0000 Franzi http://www.die-medienblogger.de/?p=471 … [Weiterlesen]]]> Beruf – Berufung – Profession … diese Begriffe scheinen für traditionelle – und jetzt muss ich das Wort benutzen – Berufe zu gelten, aber treffen nicht unmittelbar auf Medienberufe zu. Natürlich gibt es diverse Tätigkeiten, die sich bereits soweit etabliert haben, sodass man von einem Beruf sprechen kann, aber gerade im Online-Bereich sind die Grenzen vage und verwischt. Das Tätigkeitsfeld des Journalismus scheint klar definiert – gilt dies aber auch für den Online-Journalismus? Oder sind Online-Journalisten keine echten Journalisten – oder einfach andere? Dann müsste aber auch die Bezeichnung anders sein. Für Werber und PRler gilt dies noch mehr, denn schon im Offline-Modus wissen sie sich nicht eindeutig zu definieren und zu positionieren, was an ihrer permanenten Veränderung der Tätigkeitsfelder und generellen großen Bandbreite der Tätigkeiten liegt. Im Online-Bereich verstärken sich diese Unsicherheiten noch weiter. Auch überschneiden sich die Tätigkeitsfelder von PR, Journalismus und Werbung, sodass es leicht möglich ist, zwischen den Berufen zu wechseln. An der RWTH Aachen wird derzeit eine Studie durchgeführt, die ermitteln soll, ob die genannten Medienberufe sich so identisch sind, sodass daraus die Möglichkeit zum Wechsel innerhalb dieser Tätigkeitsfelder resultiert, wie charakteristische Medienbiographien aussehen, was typische Einstiege in die jeweiligen Berufe sind und welche Arbeiten entsprechend zu den Berufen gehören, um daraus eindeutige Berufsbilder definieren zu können.

Durch das Internet mit seinen erweiternden und ersetzenden Möglichkeiten wird traditionellen Medien eine neue Funktion zugewiesen, genau wie die Medien erhalten auch die Berufe eine andere Funktion, verändern sich, entwickeln sich in diverse Richtungen. Dass es dafür noch keine „richtigen“, allgemein anerkannten, eindeutigen Bezeichnungen gibt – ist das so wichtig?

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http://js-kit.com/rss/www.die-medienblogger.de/p=471 0
Tagesschau kommt auf’s iPhone – zurecht? http://www.die-medienblogger.de/381/tagesschau-kommt-aufs-iphone-zurecht/ http://www.die-medienblogger.de/381/tagesschau-kommt-aufs-iphone-zurecht/#comments Sun, 10 Jan 2010 15:40:51 +0000 Matthias http://www.die-medienblogger.de/?p=381 … [Weiterlesen]]]> In den letzten Tagen kochte die Diskussion zur geplanten iPhone-App der Tagesschau ziemlich hoch – nicht zuletzt angetrieben durch die große deutsche Tageszeitung mit den vier Buchstaben. Von “Wettbewerbsverzerrung” und “Gefahr für die gesamte Medienlandschaft” war dort und auch seitens einzelner Politiker die Rede.

Auch ich bin mit Sicherheit kein Freund der GEZ; oft genug rege ich mich über diese Zwangsabgabe auf, die meist für ein uninteressantes Fernseh-Programm draufgeht, und fordere eine komplette Neugestaltung der Gebührenordnung bis hin zur reinen Werbefinanzierung.

Die Tagesschau kommt auf's iPhone Aber wenn es um eine Aufbereitung und Zusammenfassung der bestehenden Inhalte für mobile Plattformen geht, frage ich mich schon ein bisschen wo das Problem liegt. Schließlich kann man nicht mehr darauf beharren, dass sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk allein auf den Rundfunk beschränkt; die Mediennutzung schwenkt immer weiter auf das Internet und damit unter anderem auch mobile Geräte um.

Da spielen auch die geplanten 30.000 € Programmierkosten nur eine untergeordnete Rolle. Ich lasse meine gezahlten Gebühren lieber für eine Nachrichten-App einsetzen als für eine weitere Ausgabe des Musikantenstadls. Ich wäre sogar bereit, ein paar Euro dafür zu bezahlen (auch wenn das Geschrei dann vermutlich noch lauter wäre) – dies habe ich schließlich auch für die Welt Mobil-App getan. Und die Qualität der Informationen aus der Tagesschau-Redaktion würde ich mal höher einstufen, als die der Meldungen aus dem Hause Springer.

Einziger Kritikpunkt könnte sein, dass es (vorerst) nur auf ein bestimmtes Gerät beschränkt ist. Aber damit kann ich als iPhone-Besitzer auch noch leben… =)

Was denkt ihr zu der Tagesschau-App für das iPhone? Gebührenverschwendung oder sinnvolle Investition?

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http://js-kit.com/rss/www.die-medienblogger.de/p=381 2
Social Media Week vom 1.bis 5. Februar in Berlin http://www.die-medienblogger.de/383/social-media-week-vom-1-bis-5-februar-in-berlin/ http://www.die-medienblogger.de/383/social-media-week-vom-1-bis-5-februar-in-berlin/#comments Mon, 04 Jan 2010 17:26:40 +0000 Wolfram http://www.die-medienblogger.de/?p=383 Social Media Week

Social Media Week

Im Februar findet die nächste Web 2.0 – Social Media-Veranstaltung in Berlin statt, die “Social Media Week”. Laut Selbstauskunft der Veranstalter hat die jährliche Konferenz das Ziel, die Entwicklungen der sozialen Medien in Unternehmen, Behörden und im Non-Profit-Sektor zu identifizieren und zu unterstützen. Klingt spannend. Mal abwarten, ob der Event auch das hält, was sich die Organisatoren vorgenommen  haben. Was genau in der Woche passieren wird, steht noch nicht fest. Ort und Ablauf werden dann demnächst im Web veröffentlicht. Gesucht werden auch noch Sponsoren. Alle Infos zur Social Media Week findet ihr unter: http://socialmediaweek.org/berlin/blog/

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http://js-kit.com/rss/www.die-medienblogger.de/p=383 4
Springer läuft auf den Holzweg http://www.die-medienblogger.de/356/springer-lauft-auf-den-holzweg/ http://www.die-medienblogger.de/356/springer-lauft-auf-den-holzweg/#comments Mon, 21 Dec 2009 19:26:36 +0000 Timm http://www.die-medienblogger.de/?p=356 ]]> catklein

Das Foto stammt von "doviende" und steht unter einer CreativeCommons-Lizenz

Letzte Woche, bam! ganz plötzlich, war der Großteil des Inhalts von abendblatt.de, der Homepage des Hamburger Abendblatts, nicht mehr kostenlos abrufbar.
Lediglich Abonnenten können weiterhin auf alle Artikel zugreifen, oder aber Menschen die für 7,95€ monatlich zu Online-Abonnenten werden möchten.
Die Springer AG zieht Läufer um Läufer aus ihrem Angebot vor in die Offensive gegen die im Internet herrschende “Freibiermentalität”. Stefan Niggemeier kritisiert diesen Schritt und speziell dessen Rechtfertigung vonseiten des Abendblatts scharf auf seinem Blog: Aussichtslos, selbstmörderisch, unverschämt.

Neckisches Detail: Nicht einmal der Erwerb einzelner Artikel auf abendblatt.de ist möglich. Man kauft einen ganzen Monat, oder gar nichts. Das scheint kaufmännischer Unsinn zu sein, und ist es wohl auch – das ist Springer aber egal.
Und ganz nebenbei einmal gesagt: Abendblatt? Qualität? Ein durchschnittlich begabter Mittelstüfler vor einem dpa-Ticker schreibt wahrscheinlich bessere “Berichte”.

Meistgekauft und meist verschmäht
Um auf die Läufer um Läufer-Metapher zurückzukommen: Was vernünftig denkenden Menschen unbegreiflich erscheint, ist eingetreten: Die Bild-App steht seit längerer Zeit bei den meistgekauften Apps ganz, ganz weit oben. Dies ist entweder ein Indiz dafür, dass das iPhone zu günstig zu haben ist, oder der durchschnittliche iPhone-Nutzer doch anders aussieht als ich immer dachte.
Was meinen Glauben in die Menschheit allerdings im Ansatz wieder festigt, sind die sage und schreibe 840 Bewertungen, die die Bild-App bisher erhalten hat. Das sind sehr viele, die nächsten “meistgekauften” Apps haben 118, 66, 121 und 37 Bewertungen.

Es sind Rezensionen im Stile von: “dafür monatlich 1,59€?”, “sein Geld nicht wert”, “definitiv das langsamste Nachrichtenportal”, “App an sich ist gut, stürzt nur dauernd ab”. Das zunächst undurchsichtige 30-Tage-System wird also kritisiert, sowie die technisch schlechte Umsetzung der App.

Bedauernswert sind Rezensenten, die darauf hinweisen, dass die “Zeitung” ja täglich 60 Cent koste, die App daher gar nicht “für immer” gültig sein könne, und das Abosystem (1,59€ mtl.) daher gerechtfertigt sei. Warum sollte aber auch jemand, der sich nur per “Bild” informiert auf die Idee kommen, über sein iPhone echte, andere, kostenfreie Nachrichtenseiten anzusurfen? Oder gar deren kostenfreie Apps zu nutzen?

Denn achtung: Die gibt’s. Das Handelsblatt hat mit dem eigenen Seiten-Relaunch auch eine iPhone-App zur Verfügung gestellt, die deutlich komfortabler ist als die Website. *Tusch* und das kostenlos. Alle 30 Tage wieder, und zwischendurch auch. Oder aber z.B. die App von “Wired“, die Blogposts und Videos der Sektion “Gadget Lab” beinhaltet und auf dem iPhone leicht zugänglich macht. Mit Werbung, aber kostenlos.

Es steht also die Frage im Raum, in welchem Maße der Online-Vertrieb gegen Bezahlung funktioniert, angenommen wird und für Springer verloren gegangene Werbeerlöse kompensieren kann.

Werden Prophezeiungen diverser Blogger (inkl. mir) und frisch denkender Journalisten wahr, so hat Springer damit nicht die eierlegende Wollmilchsau verpflichtet. Ob und wie Springer den eingeschlagenen Weg bei Nichterfolg wieder verlassen wird, dürfte allerdings fraglich sein.

Die Welt ist ohnehin nicht genug
Auch das journalismusähnliche Angebot der “Welt” ist neuerdings per App verfügbar. Hier kommt noch ein peinliches Moment hinzu: die aktuelle Kampagne der “Welt kompakt”.

Mit Slogans wie “Wir haben so viele Freunde auf Facebook, dass wir für die echten neue Namen brauchen” biedert sich die Welt kompakt an. Der Kracher kommt jedoch erst mit dem Claim “Sind wir reif für eine neue Zeitung?”.

Ich schon, und du hoffentlich auch, lieber Leser. Ein überkommenes Verkaufsschema mit der Brechstange verteidigende Verlage sicher nicht.

Apple ftw, again!
Innovationen bleiben aus, eine Vertriebsidee mit Zukunft ist am Horizont nicht zu erkennen. Außer natürlich mit Apples Tablet PC. Als Branchenfremder hat Apple schon einer Industrie (Musik und so) gezeigt wo es lang geht, und ist ohnehin immer für eine Überraschung gut. Das ist jetzt nur eine kurze Mutmaßung von mir, aber immerhin eine Möglichkeit. Wenn auch ein weit über 1000€ kostendes Gerät nicht als der wahrscheinlichste Papier-Ersatz erscheint.

Dass ein Stück Hardware die Zeitungsindustrie aber nicht nur weiter bringen, sondern sogar mit größtem Erfolg revolutionieren könnte, ist aber meines Erachtens nach ein lohnender Gedanke. Amazons Kindle ist wohl nicht der heilige Gral, auf den man in dieser Hinsicht noch hoffen kann. Der eBook-Markt steckt in Deutschland ohnehin noch in den Kinderschuhen… warum kommen Innovationen immer aus den USA, warum warten wir damit, bis uns jemand zeigt wie es geht?

Selber anpacken?
Ein günstiges, gut funktionierendes Gerät mit einem sehr kontraststarken Display, Internetanbindung und womöglich einem neuen Format zwischen Website und PDF, quasi einem Kindle in guter Umsetzung… warum nicht?
Verlage sollten doch wissen, wie so etwas sich anfühlen müsste, schließlich sind sie ach so qualitätsbewusst und möchten unbedingt etwas verkaufen. Bei entsprechendem Absatz ließe sich evtl. auch ein lukrativeres Werbeangebot realisieren.

Ich bin auf jeden Fall gespannt, was die Zukunft so bringt. Rund 9,60€ im Jahr für auf ein Schütteln hin sich ausziehende Bild-Girls gehören jedoch auf keinen Fall zu dem, was von der Zukunft des Journalismus derzeit nicht zu sehen ist.

Links zum Thema
Vor einiger Zeit habe ich auf querbeet-deluxe.com einen Artikel zum gleichen Thema, jedoch mit anderer Ausrichtung geschrieben: Journalismus: nicht umsonst, aber kostenlos

Thomas Knüwer schreibt auf seinem Blog “Indiskretion Ehrensache” ebenfalls über die Abendblatt-Geschichte: Trotz und Abendblatt, und greift dabei ebenfalls die schlechten Kritiken für die Springer-Apps auf.

Carta.info schreibt, wie man die Bezahlung beim Abendblatt umgehen kann: Abendblatt.de: Die Paid-Content-Schranke hat eine Google-Hintertür

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http://js-kit.com/rss/www.die-medienblogger.de/p=356 3
Dr. Kai Gniffke ist der Beste http://www.die-medienblogger.de/321/dr-kai-gniffke-ist-der-beste/ http://www.die-medienblogger.de/321/dr-kai-gniffke-ist-der-beste/#comments Mon, 21 Dec 2009 09:24:44 +0000 Carl Philipp http://www.die-medienblogger.de/?p=321 … [Weiterlesen]]]> Gibt es hierzulande eigentlich wirklich gute Blogger, die nicht als Blogger bekannt wurden?

Gerade im politischen Umfeld gibt es ja den ein oder anderen Polit-Promi, der sich am Blogschreiben versucht hat. (Mir fallen wieder nur Liberale ein.) Aber wirklich überzeugend fand ich als Blogger bisher keinen Politiker. Es mangelt ihnen einfach an Autentizität.

Anders ist es bei Dr. Kai Gniffke. Gniffke ist Erster Chefredakteur von ARD-aktuell und somit Boss der Tagesschau und der Tagesthemen. Und er ist aus meiner Sicht Deutschlands bester Blogger, der neben dem Bloggen noch einen anderen Job hat. Gniffke bloggt beim Tagesschau Blog und obwohl er selbst sicherlich kein Digital Native ist, bereichert er das seit knapp drei Jahren bestehende Blog immer wieder durch pointierte, relevante und autentische Beiträge. Dies mag daran liegen, dass er nicht nur für das Publikum schreibt, sondern auch für sich selbst: Er sieht – wie er radioeins erzählt – neben dem zeitlichen Aufwand, das Bloggen als produktive Reflektion seiner täglichen Arbeit. Entsprechend schreibt er seine Beiträge auch nicht irgendwann in der Mittagspause, sondern gegen Mitternacht, wenn die Tagesthemen gelaufen sind. Dann, wenn ihn der Gegenstand des Schreibens noch selbst beschäftigt. Das er anscheinend auch noch selbst schreibt und diese Aufgabe nicht – wie in der Politik leider häufig üblich – seinem Referenten überlässt, muss jetzt sicherlich nicht mehr erwähnt werden.

“Natürlich gab auch heute wieder die Weltlage soviel her, dass man ohne aufzufallen eine Viertelstunde ‘Tagesschau’ achtbar füllen konnte. Aber wenn wir ehrlich sind, hätte man jedes, ja wirklich jedes unserer heutigen Themen auch lassen können.” schrieb Gniffke im Sommer dieses Jahres. Sie ist billig zu haben und effektiv: Provokation ist für viele Blogger das Mittel der Wahl, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Gniffke jedoch provoziert weniger den Leser als das eigene Haus. Als Chef schreibt er in aller Öffentlichkeit kritisch über die Arbeit der eigenen Mitarbeiter – augenscheinlich ein Unding. Was er hier austariert, ist das Verhältnis zwischen Autentizität und Loyalität, das institutionelle Blogger, die nicht nur im eigenen Namen schreiben, vor große Schwierigkeiten stellt. Auf der einen Seite ist reine Lobhudelei uninteressant – auf der anderen Seite kann man dem eigenen Haus nicht grundsätzlich in den Rücken fallen. Gerade große Unternehmen (wie Microsoft in Amerika oder Vodafone in Deutschland) arbeiten sich an diesem Verhältnis ab.

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http://js-kit.com/rss/www.die-medienblogger.de/p=321 0
Warum ich Medienblogger bin – Joachim http://www.die-medienblogger.de/315/warum-ich-medienblogger-bin-joachim/ http://www.die-medienblogger.de/315/warum-ich-medienblogger-bin-joachim/#comments Fri, 18 Dec 2009 14:02:29 +0000 Joachim http://www.die-medienblogger.de/?p=315 … [Weiterlesen]]]> Kein anderer Bereich ist seit Jahren so sehr im Wandel wie der Medienbereich. Man gewöhnt sich ja fast schon daran, dass ständig neue Tools entwickelt, neue Wege eingeschlagen und wieder verlassen werden. Wer hat nicht auch anfangs Twitter unter- und Second Life überschätzt?

Im Medienblog möchte ich über Lustiges und Trauriges, über Schnelles und Langsames berichten, das mir im Netz auffällt – gerade Medienbrüche sind oftmals sehr unterhaltsam – wenn also große traditionsreiche Institutionen scheinbar das Netz und die “neuen” Medien für sich entdecken, Wettbewerbe hierzu ausrufen und die Einreichung dann doch per Schneckenpost erfolgen soll – natürlich unter Einhaltung des Anmeldeschlusses, wobei das Datum des Poststempels ausschlaggebend ist.

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Auf Los geht`s los! http://www.die-medienblogger.de/307/auf-los-gehts-los/ http://www.die-medienblogger.de/307/auf-los-gehts-los/#comments Wed, 16 Dec 2009 18:43:52 +0000 Matze http://www.die-medienblogger.de/?p=307 … [Weiterlesen]]]> „Wir haben online so viele Freunde, dass wir ein neues Wort für die echten brauchen. Wir googlen die Öffnungszeiten vom Bäcker nebenan, und melden unsere Haustiere bei facebook an.“
So lautet die derzeit recht aggressiv gefahrene Werbekampagne einer neuen Zeitung. Die Werbekampagne fasziniert, weil sie das eigentlich Verrückte fasst, was aber längst Realität ist.
Wie sind diese Trends zu beurteilen? Wie ändern sie unser Leben, wer profitiert davon? Was müssen wir selbst tun, um von dem Trend zu profitieren? Was darf die Internetgemeinde von der Politik erwarten und wie können die Politiker vom Web 2.0 profitieren?
Nicht nur diesen Fragen möchten wir in unseren Blogs nachgehen.
Wir sind 15 Menschen, die diese Frage aus unseren 15 unterschiedlichen Perspektiven beantworten wollen.
Wenn euch unsere Blogs zum Denken anregen, kommentiert sie. Wenn ihr sie mögt, auch. Und auch, wenn ihr sie nicht mögt.
In diesem Sinne freuen wir uns, dass ihr den Weg auf unsere Seite gefunden habt, und wünschen euch beim Lesen mindestens genau so viel Freude wie uns beim Schreiben.
Herzlich Willkommen bei den Medienbloggern!

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Warum ich Medienblogger bin: Philipp http://www.die-medienblogger.de/301/warum-ich-medienblogger-bin-philipp/ http://www.die-medienblogger.de/301/warum-ich-medienblogger-bin-philipp/#comments Tue, 15 Dec 2009 23:17:15 +0000 Carl Philipp http://www.die-medienblogger.de/?p=301 … [Weiterlesen]]]> Bin ich ein Medienblogger? Vor vielen Jahren kreuzte die Virtuelle Akademie der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit meinen Weg. Seitdem frage ich mich: Wie können erwachsene Menschen über das Internet zusammenarbeiten, ja vielleicht sogar voneinander lernen? Wie kann man den Austausch von Informationen, von Ideen, von Wissen fördern und organisieren? Muss man ihn überhaupt organisieren? Oder findet er einfach statt, wenn die richtige Technologie verfügbar ist? Das Blog ist eine dieser Technologien – und nun stehe ich selbst einmal mehr vor der ernsthaften Herausforderung mich zum Bloggen zu motivieren. Selber machen statt organisieren und motivieren. Selber Produzent sein.

Jeder Mensch verkörpert verschiedene Rollen. Hier hat man mir gesagt, ich sei ein Digital Immigrant. Was auch immer das ist. Ich habe ein dunkles Shirt angezogen und habe ein Photo gemacht. Mein Name sei Medienblogger.

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Warum ich Medienblogger bin: Matze http://www.die-medienblogger.de/265/warum-ich-medienblogger-bin-matze/ http://www.die-medienblogger.de/265/warum-ich-medienblogger-bin-matze/#comments Fri, 11 Dec 2009 11:04:23 +0000 Matze http://www.die-medienblogger.de/?p=265 … [Weiterlesen]]]> Mit Blogs habe ich mich eigentlich nie wirklich auseinandergesetzt, . Höchstens wenn Freunde, die im Ausland unterwegs waren, gebloggt haben, habe ich mal welche gelesen.
Über ein Praktikum in der Pressestelle der FDP bin ich Blogs und Tweets ein wenig nähergekommen, und habe mich sogar bei facebook angemeldet.
Natürlich hat das interaktive Netz riesige Vorteile. Wikipedia ist das, was früher der Brockhaus war, und für die virtuelle Kommunikation ist es irrelevant, ob man nebeneinander oder auf der anderen Seite der Erdkugel sitzt.
Manche soziale Kontakte werden über studiVZ gepflegt, viel wichtiger aber meiner Meinung nach ist, wie man über das Netz Kontakte knüpfen, ganz einfach „den ersten Schritt“ machen kann.
Die Mutigen im Iran, die sich gegen das Regime auflehnen, organisieren sich über twitter, und über facebook weiß mein ganzer Bekanntenkreis, was ich denke (oder zu denken vorgebe).
Trotzdem bin ich überzeugt, dass das Web 2.0 gegen die Realität 1.0 nicht den Hauch einer Chance hat, und ich glaube doch, dass das Netz unser soziales Leben partiell verhindert, zumindest aber stark verändert.
Mit Sicherheit wird sich meine Meinung darüber noch ändern. Vielleicht werde ich manche positiven Aspekte erst auf den zweiten Blick erkennen, vielleicht werde ich auch noch mehr darüber erschrecken, wie sich unser Leben immer mehr in die Virtualität verschiebt. An diesem Prozess möchte ich euch demnächst teilhaben lassen.

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http://js-kit.com/rss/www.die-medienblogger.de/p=265 0
Warum ich Medienblogger bin: Dirk http://www.die-medienblogger.de/229/warum-ich-medienblogger-dirk/ http://www.die-medienblogger.de/229/warum-ich-medienblogger-dirk/#comments Mon, 02 Nov 2009 10:16:45 +0000 Dirk http://medienblog.compuccino.net/?p=229 … [Weiterlesen]]]> Ich bin “ein Medienblogger”, weil ich glaube, dass man neue Entwicklungen – gleich welcher Art – auf keinen Fall eindimensional betrachten darf. Das Internet und seine vielen Möglichkeiten und Freiheiten dürfen weder verteufelt noch blind hochgelobt werden. Das Web hat, seitdem es ein Mainstream-Medium geworden ist, vieles verändert. Nicht zuletzt auch den Journalismus, der, als wichtiges Grundelement unserer Demokratie, nun vor der banalen aber existenziellen Frage der künftigen Finanzierung steht. Das Internet hat nicht nur neue Geschäftsmodelle geschaffen und alte vernichtet, es hat auch die Art verändert, wie wir Medien konsumieren, Medienarbeit machen und miteinander kommunizieren – es hat viele Probleme, aber, in meinen Augen, noch mehr Chancen gebracht. Ich hoffe, dass “die Medienblogger” zu diesen wichtigen Themen interessante Denkanstöße liefern werden.

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Warum ich Medienbloggerin bin: Doreen http://www.die-medienblogger.de/200/warum-ich-medienbloggerin-bin-doreen-2/ http://www.die-medienblogger.de/200/warum-ich-medienbloggerin-bin-doreen-2/#comments Thu, 29 Oct 2009 16:55:01 +0000 Doreen http://medienblog.compuccino.net/?p=200 … [Weiterlesen]]]> Ich bin Medienblogger, weil für mich das Internet Freiheit bedeutet. Es bietet so viele Möglichkeiten. Kommunikation auf verschiedenen Kanälen, vernetztes Arbeiten an verschiedenen Orten der Welt und Informationen, die rund um die Uhr schnell abrufbar sind. Man kann ganz leicht mit Freunden und Geschäftskontakten in Verbindung bleiben, auch wenn diese weit über den Erdball verstreut sind. Das Internet hat die Schranken zur Partizipation erheblich gesenkt. Jeder, der seine Meinung kundtun will, findet dafür ein Plattform. Jedoch bringt das Internet auch neue Herausforderungen mit sich, denen wir uns gesamtgesellschaftlich stellen müssen. Es werden neuen Formen der Inklusion bzw. Exklusion erzeugt zwischen Menschen, die einen Internetanschluss haben, somit an der Informationsgesellschaft teilhaben können, und Menschen, die keinen haben, also davon ausgeschlossen sind.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Umgang mit der eigenen Privatsphäre im Netz. Jeder Nutzer sollte bewusst und sparsam mit seinen Daten umgehen. Deshalb ist es wichtig sich ein gewisses Maß an Medienkompetenz anzueignen.

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http://js-kit.com/rss/www.die-medienblogger.de/p=200 0
Warum liegt uns "Netzpolitik" am Herzen http://www.die-medienblogger.de/190/warum-liegt-uns-netzpolitik-am-herzen/ http://www.die-medienblogger.de/190/warum-liegt-uns-netzpolitik-am-herzen/#comments Wed, 28 Oct 2009 16:02:52 +0000 Maja http://medienblog.compuccino.net/?p=190 … [Weiterlesen]]]> In|for|ma|tions|ge|sell|schaft, die [ http://de.wikipedia.org/wiki/Informationsgesellschaft] – gerne verwendetes Wort in Sonntagsreden, ansonsten weitgehend ein Fremdwort in der Politik, gesellschaftlich aber in weiten Teilen der Bevölkerung längst gelebte Realität.

Während neue Medien für weite Teile der Bevölkerung in Deutschland längst zum Alltag gehören, scheinen ebenso weite Teile von Bundestag und Bundesregierung noch Lichtjahre von der gesellschaftlichen Realität entfernt zu sein. Da wird von “rechtsfreien Räumen” geredet und von der “Basis des Verbrechens” gesprochem. Wenn Chancen in neuen Medien gesehen werden, dann vor allem in den neuen Möglichkeiten für Überwachung und Ausforschung von Persönlichkeitsprofilen. Was in der digitalen Welt möglich ist – Vorratsdatenspeicherung, Überwachung der gesamten Behördenkorrespondenz (BSI-Gesetz), etc. –, wäre ansonsten kaum zu bewerkstelligen.

Im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und FDP findet sich ein ganzes Kapitel zur Informationsgesellschaft, von dem Spiegel Online schreibt, es trage “die Handschrift von Menschen, die sich der aktuellen Debatten um die Zukunft des Netzes bewusst sind”. Es wird sich in den nächsten vier Jahren zeigen, wie dies in der Tagespolitik umgesetzt wird.

Erfreulich ist zunächst einmal, dass jedenfalls auf dem Papier die neue Koalition anerkennt, dass die Menschen in Deutschland längst in der Informationsgesellschaft angekommen sind. Sie bekennt sich dazu, diese Lebensrealität positiv zu begleiten. Das wird zwar gewiss nicht dazu führen, dass ab sofort die Herren Schäuble und Co. ihr Gerede vom “Gefahrenraum Internet” einstellen werden, aber der Regierung gehört jetzt mit der FDP ein kleiner Koalitionspartner an, der im Internet vor allem einen neuen Freiheitsraum erkennt. Inwieweit sich die Liberalen gegen die allfälligen Überwachungsforderungen und Regulierungswünsche durchsetzen werden, bleibt nun abzuwarten.

In den konkreteren Passagen des Textes finden sich jedenfalls positive Ansätze. So soll die von der FDP schon in der vergangenen Legislaturperiode geforderte Neuregelung des Haftungsrechts vorangetrieben werden, damit das Betreiben von Foren oder das Zulassen von Kommentaren in Blogs nicht mehr zum unkalkulierbaren Haftungsrisiko wird.

Netzneutralität soll gewährleistet werden, wobei der Vorrang auf einer Selbstregulierung durch den Wettbewerb liegt. Zugleich soll aber genau beobachtet werden, welche Gefahren für den freien Zugang zu Wissen und Diensten entstehen könnten.

E-Government soll gefördert werden. Für die Online-Abwicklung von Behördengängen erforderliche gesetzliche Änderungen sollen vorgenommen werden, wozu etwa Anpassungen im Verwaltungsverfahrensrecht gehören dürften. Dabei soll auf den Datenschutz besonderes Augenmerk gelegt werden. Der umstrittene elektronische Personalausweis soll dankenswerter Weise jedenfalls nicht die ausschließliche Eintrittskarte in die neue Welt des E-Government sein. Hier wird also Raum für sichere Kommunikation jenseits der staatlichen Kontrolle eröffnet.

Die neue Koalition hat ebenso erkannt, dass Datenschutz notwendige Vorauassetzung für das Vertrauen der Menschen in elektronische Kommunikation ist. Das Datenschutzrecht soll überarbeitet werden, insbesondere soll es technikneutral ausgestaltet werden, so dass nicht jede neue Form von Datenverarbeitung oder Datenerhebung für eine Umgehung geltenden Datenschutzrechts genutzt werden kann.

Mit der Stiftung Datenschutz, die von der FDP schon im Wahlkampf gefordert wurde, soll die Möglichkeit geschaffen werden, dass datenverarbeitende Stellen im öffentlichen oder nicht-öffentlichen Bereich ein Gütesiegel für datenschutzfreundliche Technik erhalten. So kann Datenschutz zum Wettbewerbsvorteil werden, wenn Verbraucherinnen und Verbraucher sich bevorzugt solcher Angebote bedienen, bei denen ein sorgsamer Umgang mit ihren persönlichen Daten gewährleistet ist.

Einer generellen Überwachung des Internetdatenverkehrs erteilt die neue Koalition eine klare Absage. Es ist zu hoffen, dass dies dazu führen wird, auch dort gegenzusteuern, wo bereits heute verdachtsunabhängig überwacht, gespeichert und ausgewertet wird, also insbesondere beim BSI-Gesetz.

Das BSI soll nach dem Koalitionsvertrag für sichere IT-Technik zuständig sein, insbesondere für die Abwehr von IT-Angriffen auf Bundesbehörden. Der Schutz der IT-Infrastrukturen des Bundes ist natürlich notwendig, dabei muss aber die Verhältnismäßigkeit stets gewahrt bleiben. Der Weg, den die alte schwarz-rote Koalition hier eingeschlagen hatte, ist und bleibt falsch. Um die IT des Bundes vor Angriffen zu schützen, ist nach wie vor nicht notwendig, das BSI quasi zur generellen Internet-Überwachungsbehörde zu machen. Vielmehr soll nach dem Koalitionsvertrag die IT-Kompetenz bei der Polizei gestärkt werden. Dies ist auch tatsächlich erforderlich, denn mangelnde IT-Kompetenz ist sicherlich Teil des verfehlten Herangehens an aktuelle Fragestellungen.

Zugleich bekennt sich die neue Koalition dazu, dass Recht und Gesetz im Internet ebenso gelten wie überall sonst. Darin liegt zum Glück eine Abkehr von der absurden Tendenz, eine Art eigenes Internetrecht einführen zu wollen, bei dem dann grundlegende rechtsstaatliche Gewährleistungen über Bord geworfen werden und beispielsweise verdachtsunabhängig flächendeckend Daten erhoben und verarbeitet werden.

Ganz allgemein liegt im neuen Koalitionsvertrag die Hoffnung, dass die “digitale Spaltung” zwischen weiten Teilen der Bevölkerung und Politik überwunden werden kann. Jedenfalls in diesem Bereich ist ein echter Aufbruch in der neuen Bundesregierung zu erwarten.

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Warum ich Medienblogger bin: Christian http://www.die-medienblogger.de/143/warum-ich-medienblogger-bin-christian/ http://www.die-medienblogger.de/143/warum-ich-medienblogger-bin-christian/#comments Fri, 23 Oct 2009 15:12:47 +0000 Christian http://medienblog.compuccino.net/?p=143 … [Weiterlesen]]]> Seit Marshall McLuhans Slogan aus den 60er-Jahren „The Medium Is The Message” wissen wir, dass nicht die medial vermittelte Botschaft das Spannende ist. Sondern das Medium selbst. Es sind die Charakteristika eines Mediums, die eine fundamentale und gesellschaftsverändernde Wirkung entfalten. Obwohl vor über vierzig Jahren verfasst, ist dieser Klassiker der Medientheorie aktueller denn je. In Zeiten gesellschaftlicher Modernisierungsprozesse mit fragmentierten Zielgruppen und einer Fülle von Informationsquellen, ist das Internet zum zentralen Medium avanciert – und gleichzeitig Motor des Wandels. Politik und Gesellschaft stellt es vor neue Herausforderungen, bietet aber gleichzeitig enorme Chancen. Die Zeit des Web 2.0 hat gerade erst begonnen: Facebook, Twitter und Co. lassen eine spannende Zukunft erahnen. Über die kleinen und großen Aspekte moderner Kommunikationsprozesse möchte ich als Medienblogger berichten. Und… eines scheint mir sicher: McLuhan hätte das alles irgendwie faszinierend gefunden!

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