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	<title>Die Medienblogger</title>
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	<description>Ein weiteres tolles WordPress-Blog</description>
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		<title>Heilsbringer Google+?</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Aug 2011 06:59:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Online-Welt ist begeistert von Google+ &#8211; simpel, aufgeräumt, minimalistisch kommt das neue Soziale Netzwerk aus dem Hause Google daher. Und dank der Einteilung aller Kontakte in sog. Circles bzw. Kreise, kann der User bei jeder geteilten Information entscheiden, welcher Kreis sie zu sehen bekommt und wer davon nichts erfahren soll. Ist Google+ also der Heilsbringer für uns Online-Junkies &#8211; oder gar der Twitter-/Facebook-Killer?
Gleich vorweg: Völlig neu sind Googles Circles nicht. Facebook bietet seit geraumer Zeit ebenfalls die Sortierung von Kontakten in Freundeslisten an, und gibt die Möglichkeit, bei jedem einzelnen Posting zu steuern, für welche Gruppe bzw. Personen es  <a class="more-link" href="http://www.die-medienblogger.de/722/heilsbringer-google/"><span class="highlighted">&#8230; [Weiterlesen]</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Online-Welt ist begeistert von Google+ &#8211; simpel, aufgeräumt, minimalistisch kommt das neue Soziale Netzwerk aus dem Hause Google daher. Und dank der Einteilung aller Kontakte in sog. Circles bzw. Kreise, kann der User bei jeder geteilten Information entscheiden, welcher Kreis sie zu sehen bekommt und wer davon nichts erfahren soll. Ist Google+ also der Heilsbringer für uns Online-Junkies &#8211; oder gar der Twitter-/Facebook-Killer?</p>
<p>Gleich vorweg: Völlig neu sind Googles Circles nicht. Facebook bietet seit geraumer Zeit ebenfalls die Sortierung von Kontakten in Freundeslisten an, und gibt die Möglichkeit, bei jedem einzelnen Posting zu steuern, für welche Gruppe bzw. Personen es (un)sichtbar ist. Genau dieses Feature hat Google aber viel prominenter platziert und zu einem Kernmerkmal seines sozialen Netzwerks erhoben. Dass die Facebook-User darauf nur gewartet haben, zeigt die schnelle Entwicklung eines entsprechenden <a href="http://stadt-bremerhaven.de/circle-hack-circles-fuer-facebook" target="_blank">Facebook-Hacks</a>.</p>
<p>Durch die individuelle Reichweiten-Auswahl und die Anreicherung von Statusmeldungen mit Geo-Daten wird Google+ zu einer gelungenen Mischung aus Facebook und Twitter. Bei persönlichen Meldungen wird die Sichtbarkeit eingeschränkt und eine Meldung kann gezielt mit Freunden, Familie oder Kollegen geteilt werden. Öffentliche Nachrichten sind hinegegen, ganz im Stile von Twitter für alle les-, teil- und durchsuchbar.</p>
<p>Dass die Webgemeinde ausgerechnet Googles (!) Netzwerk wegen seiner Privatsphären-Einstellungen bejubelt, ist dennoch überraschend. Ist der Konzern aus Mountain View bisher doch eher für sein großes Verlangen nach persönlichen Daten bekannt, um den Nutzern möglichst passende Werbeanzeigen präsentieren zu können und weniger für sein Interesse an ausgeprägten Privatsphären-Optionen. An dieser Stelle sei ein kurzer Hinweis auf das <a href="http://news.cnet.com/8301-31322_3-10451428-256.html" target="_blank">Privacy-Durcheinander</a> zum Google-Buzz Start  hingewiesen, aus dem Google offenbar viel gelernt hat.</p>
<p>Klar muss aber vor allem sein: kostenlose E-Mail-Postfächer mit mehreren Gigabyte Speicher (Googlemail), umfangreiche Möglichkeiten zur Foto-Archivierung (Google&#8217;s Picasa), kostenlose Online-Programme für Büroarbeit (Google Docs etc.) oder soziale Netzwerke sind weder für die User noch für Unternehmen umsonst zu haben. Im Falle von Google werden die Dienste durch kontextuell passende Werbung finanziert. Und je genauer die Werbung den Bedürfnissen des Kunden entspricht, umso besser für den Werbetreibenden und den Plattformbetreiber.</p>
<p>Google+ ist also nicht nur eine willkommene Alternative zu Facebook, es dient auch dazu, den Datenschatz der Kalifornier mit wertvollen Zusatzinformationen anzureichern. Dabei darf man aber nicht vergessen, dass sich Facebook nach ganz ähnlichem Prinzip finanziert (und für Werbetreibende ebenfalls eine sehr umfangreiche Zielgruppen-Ansprache ermöglicht). Dazu passt auch die Integration von Googles +1-Button &#8211; dem Pendant zu Facebooks &#8220;Like&#8221;-Knopf &#8211; auf immer mehr Webseiten. Damit könnten immer genauere Nutzerprofile angelegt.</p>
<p>Und Hand auf&#8217;s Herz: Wer wäre schon bereit für soziale Netzwerke nicht in Form von persönlichen Daten und Werbung, sondern in Euro, Dollar oder Pfund zu bezahlen?</p>
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		<title>Denn sie haben Angst, dass man sie becloud</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Jun 2011 17:01:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Apple]]></category>
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		<category><![CDATA[zentral]]></category>

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		<description><![CDATA[Der neueste Trend in der vernetzten Computerwelt heißt eindeutig: Cloud Computing. Und das nicht erst, seitdem Apple selbstbewusst das bei Erscheinen schon nahezu veraltete iCloud verkündet hat. Der Grund für die  Kritik an iCloud ist schnell skizziert: Nachdem Apple jahrelang mit umständlicher Zwangsbenutzung des aufgeblähten Programms iTunes die Benutzung der Smartphones als einfache Festplatte à la Plug and Play verhindert hat, dröselt sich nun der Gedanke von iTunes als Zentralmedium so auf, dass iCloud von Konzernchef Steve Jobs als neuerliche, innovative Errungenschaft verkauft werden kann. Künftig wird man als Apple-Kunde alles in der iCloud ablegen können – oder besser gesagt  <a class="more-link" href="http://www.die-medienblogger.de/718/denn-sie-haben-angst-dass-man-sie-becloud/"><span class="highlighted">&#8230; [Weiterlesen]</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der neueste Trend in der vernetzten Computerwelt heißt eindeutig: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cloud_Computing">Cloud Computing</a>. Und das nicht erst, seitdem <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/0,1518,767009,00.html">Apple selbstbewusst das bei Erscheinen schon nahezu veraltete iCloud verkündet hat</a>. Der Grund für die  Kritik an iCloud ist schnell skizziert: Nachdem Apple jahrelang mit umständlicher Zwangsbenutzung des aufgeblähten Programms iTunes die Benutzung der Smartphones als einfache Festplatte à la Plug and Play verhindert hat, dröselt sich nun der Gedanke von iTunes als Zentralmedium so auf, dass iCloud von Konzernchef Steve Jobs als neuerliche, innovative Errungenschaft verkauft werden kann. Künftig wird man als Apple-Kunde alles in der iCloud ablegen können – oder besser gesagt müssen, denn man wird gar nicht mehr gefragt, ob man das denn möchte. Am Ende läuft es darauf hinaus, dass jedes Apple-Endgerät ständig und automatisch mit der iCloud synchronisiert. Der Vorteil liegt darin, dass man wirklich überall dort, wo man einen Internetzugang findet, auf alle Daten zugreifen kann. Der Nachteil in dieser Idee jedoch liegt darin, dass dieser Vorteil nur dann vollends genutzt werden kann, wenn man sich bei allen Endgeräten (ob Laptop, Smartphone, Tablet-PC) für ein Apple-Produkt entscheidet. Neue Datenschutzskandale sind vorprogrammiert.</p>
<p>Ein kurzer historischer Rückblick zeigt: die ersten Überlegungen, Daten und Software nicht mehr oder zumindest nicht ausschließlich lokal auf dem heimischen PC zu speichern sind mittlerweile in Ansätzen schon wieder veraltet. Dabei kommt das Thema eigentlich gerade erst in der Gesellschaft an. Und nicht nur dort, denn auch in der Verwaltungswelt macht man sich mittlerweile Gedanken, wie man Clouds sinnvoll für die eigenen Zwecke einsetzen könnte. Ein direkter Vorstoß dazu kam von dem Beauftragten der hessischen Landesregierung für E-Government und Informationstechnologie, Horst Westerfeld. Er erklärte die deutsche Verwaltungs-IT für zu teuer und machte den Vorschlag, künftig die Ämter über Clouds zu vernetzen, anstatt wie bisher weiter maßgeschneiderte, unvernetzte Lösungen der einzelnen Ämter zu intensivieren. Und seit Anfang 2011 geht die hessische Landesregierung mit gutem Beispiel voran und unterstützt die Forschung zum Cloud Computing, indem sie das Projekt „<a href="/www.frankfurt-cloud.com/">Frankfurt Cloud</a>“  einer Forschungsgemeinschaft der Frankfurter Goethe-Universität unterstützt.</p>
<p>Aber wie bei allen Zentralisierungsbestrebungen gibt es auch daran Kritik. Je zentraler man etwas organisiert, umso härter trifft es alles Anhängige, wenn der Zentralpunkt angegriffen oder gar zerstört wurde. Mit anderen Worten: organisiere etwas zentral und du bist zentral angreifbar. Und nun die Kritik an der Kritik: Clouds sind so aufgebaut, dass sie dezentral ablegen und speichern. Nur durch bestimmte Codes können die Informationen wieder so zusammengefügt werden, dass der Benutzer seine Dateien wie gewohnt einsehen kann. Das Problem ist aber, dass der Codierungsschlüssel auch irgendwo (zentral) gehalten werden muss und damit wiederum angreifbar wird. Kein System ist perfekt. Man bräuchte also zur Abwehr von Cyber-Angriffen eine entsprechend gute Expertengruppe, um Angriffe auf Clouds zu vermeiden. Formal ist das kürzlich mit der <a href="https://www.bsi.bund.de/ContentBSI/Presse/Pressemitteilungen/Presse2011/Eroeffnung-Nationales-Cyber-Abwehrzentrum_16062011.html">Schaffung eines nationalen Cyber-Abwehrzentrums</a> geschehen. Dieses Zentrum aber ist mit nur zehn Bediensteten von drei unterschiedlichen Bundesbehörden ausgestattet und wirkt das bei der hohen Anzahl an Angriffen auf staatliche IT-Infrastrukturen lächerlich.</p>
<p>Die <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,769186,00.html">Kriege der Zukunft</a> werden nicht mehr nur auf dem realen Schlachtfeld geführt werden. Was früher der Schutzwall um eine Stadt war ist heute die Firewall. Der Staat hat im Cyberspace nicht immer das letzte Wort &#8211;  das wurde einschlägig von Julien Assange bewiesen. Aber auch die Wirtschaft gerät zunehmend unter Zugzwang, sich im Netz sicherer aufzustellen. Sonst werden Datenklauskandale wie der von Sonys PlayStation zum alltäglichen Geschäft.</p>
<p>Als Privatperson kann ich mich für oder gegen das Clouden entscheiden. Aber als Staatsbürger bin ich der Entscheidung von Politik und Verwaltung pro oder contra Cloud Computing unterworfen. Der hessische Vorstoß ist daher generell begrüßenswert, muss am Ende aber personell, technisch und infrastrukturell so ausgeführt werden, dass eine Cloud-Lösung geschaffen wird, die so sicher wie irgend möglich ausgestaltet wird. Ansonsten kann man die Bemühungen getrost als Steuerverschwendung ansehen und dann würde das hessische Lehrstück zum Leerstück.</p>
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		<title>Groupon &#8211; Webby Award für Gutschein-Giganten</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Jun 2011 18:10:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria</dc:creator>
				<category><![CDATA[Webszene]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Unternehmen Groupon, der Name eine Mischung aus Gruppe und Coupon, startete vor zweieinhalb Jahren zunächst in Amerika, ist aber mittlerweile zu einer festen Größe in 43 Ländern geworden. In New York gab es kürzlich den renommierten Webby Award in der Sonderkategorie «Breakout Of The Year» für das Unternehmen. Diesen „Web Oscar“ bekam Groupon für das extrem hohe Wachstum binnen weniger Jahre. In den Medien verbreiten sich Annahmen darüber, dass ein Börsengang des Unternehmens bis zu 750 Millionen Dollar und eine Milliarden-Bewertung bringen könnte. Offenbahr lohnt sich ein genauerer Blick auf das Unternehmen hinter Groupon.de.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Das Unternehmen Groupon, der Name eine Mischung aus Gruppe und Coupon, startete vor zweieinhalb Jahren zunächst in Amerika, ist aber mittlerweile zu einer festen Größe in 43 Ländern geworden. In New York gab es kürzlich den renommierten Webby Award in der Sonderkategorie «Breakout Of The Year» für das Unternehmen. Diesen „Web Oscar“ bekam Groupon für das extrem hohe Wachstum binnen weniger Jahre. In den Medien verbreiten sich Annahmen darüber, dass ein Börsengang des Unternehmens bis zu 750 Millionen Dollar und eine Milliarden-Bewertung bringen könnte. Offenbahr lohnt sich ein genauerer Blick auf das Unternehmen hinter </em><a title="Groupon" href="http://www.groupon.de" target="_blank"><em>Groupon.de</em></a><em>.</em></p>
<p>Wer sich auf die Website von Groupon begibt, ist ganz klar auf der Suche nach Schnäppchen. Das Unternehmen lockt über Newsletter sowie in den Social Networks mit teilweise mehr als 50% Rabatt auf Produkte und Dienstleistungen unterschiedlichster Art. Vom Kinokartenbündel der großen Kinoketten über den Friseurbesuch bei Udo Walz für 35 statt 70 Euro bis hin zur Traumreise gibt es auf Groupon.de abwechselnd alles, was das Schnäppchenjägerherz begehrt. Dabei muss innerhalb einer bestimmten Zeitspanne eine Mindestanzahl an Kunden den Deal kaufen, damit er zustande kommt. Allein <a title="Zalando" href="http://www.zalando.de" target="_blank">Zalando</a> verkaufte über Groupon 39 000 Gutscheine.</p>
<p>Ganz nach der Devise „Gruppenkauf zahlt sich aus“, haben alle Seiten etwas davon: Die Kunden lernen neue Produkte und Dienstleistungen kennen und bekommen alles zu einem unglaublich guten Preis. Auf der anderen Seite ziehen die Unternehmen so neue Kunden an und können sich ggf. sogar neue Zielgruppen erschließen, die im Nachhinein natürlich eines sollen -  wiederkommen! Dabei muss man wissen, dass die Unternehmen, die Groupon zu einem Vertragsabschluss bringt, neben der Rabattgewährung auch noch Provisionen an Groupon zahlen müssen. Damit ist Groupon der Dritte im Bunde der Win-Win-Win-Situation. Jedoch wird dieses Bild getrübt durch Reportagen und Berichte über kleine Unternehmen (z.B. Cafés), die mit der plötzlichen Gästeflut nicht mithalten können und hohe Verluste einfahren. Sogar von Pleiten ist die Rede. Daneben gibt es aber auch Erfolgsstories. Die Onlineplattform <a title="Lieferando" href="http://www.lieferando.de" target="_blank">Lieferando.de</a> konnte sich über neue Stammkunden freuen, nachdem knapp 20000 Groupon-Kunden zum ersten Mal bei der Plattform für Lieferdienste ihre Pizza, Pasta oder Sushi bestellt hatten. So bestellten 60% der Grouponkunden erneut bei Lieferando &#8211; diesmal zum vollen Preis. Die Kosten für den Deal stehen hier neuen Stammkunden, einer erhöhten Marketingreichweite und schließlich neuen Einnahmen für das Unternehmen gegenüber. Win-win-win!</p>
<p>Wie so oft jedoch bleibt das Internetglück selten einem Einzelnen gegönnt und so  gibt es auch auf dem Onlinegrabbeltisch zahlreiche Copycats. Neben Groupon liefern sich <a title="DailyDeal" href="http://www.dailydeal.de" target="_blank">DailyDeal</a> als größter Konkurrent sowie kleinere Unternehmen wie Promozebra und Dealclub einen Run auf die Sparfüchse. Bei all dem Trubel um die Marktführerschaft bleiben laut Wirtschaftswoche die Mitarbeiter teilweise auf der Strecke. Die Wirtschaftswoche berichtet über „Leistungsdruck bis zum Burnout“.</p>
<p>Überhaupt kann man sich die Frage stellen, wie lange der Gutschein-Boom anhalten wird. Dieser Zeitraum kann aus unterschiedlichen Gründen endlich sein. Wieviele Unternehmen wollen noch Gutscheine über Groupon verkaufen? Welcher Grouponkunde benötigt die dritte Brustvergrößerung oder den zehnten Haarschnitt in diesem Monat? Und selbst wenn ein Deal ganz toll ist: für 35 Euro würde sich so mancher die Haare von Udo Walz stylen lassen. Dann aber für 70 Euro noch einmal kommen? (Ich selbst vermutlich nicht.) Hinzu kommt, dass nur ein nachhaltiger Nutzen für die Unternehmen entstehen kann, wenn das über den Deal beworbene Produkt stimmt. Ein Unternehmen muss selbst wissen, ob das Produkt/die Dienstleistung so gut ist, dass die Kunden es erneut kaufen werden. Wenn das Produkt/ die Dienstleistung schlecht ist, helfen auch keine Rabatte. Die Kunden kommen nie wieder. Es gibt unendlich viele offene Fragen und Risiken, bisher scheint es aber für Groupon, die meisten Unternehmen und die Kunden gut zu funktionieren.</p>
<p>Bleibt noch ein Hinweis von mir persönlich, den es für Grouponkunden unbedingt zu beachten gilt: Bei den Onlinedeals sollte man prinzipiell das Kleingedruckte lesen, sonst fällt man aus allen Wolken, wenn man seinen Gutschein nicht einlösen kann, weil man eben kein Neukunde ist oder in dem angegebenen Zeitraum der Reise keinen Urlaub hat.  Über trickreiche Formulierungen, lange Wartezeiten und andere Fallstricke berichtet laut Wirtschaftswoche Markus Fordemann auf der Website <a title="Dealkritik" href="http://dealkritik.de" target="_blank">Dealkritik.de</a>.</p>
<p>Übrigens war ich gestern mit einem solchen Gutschein im Kino. Win-win-win!</p>
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		<title>Twitternder Regierungssprecher Seibert</title>
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		<pubDate>Sun, 29 May 2011 15:47:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Social Networks sind für jedermann und kostenlos. Auf der ganzen Welt. Dass diese These nicht überall zutrifft hat nicht nur damit zu tun, dass in manchen Ländern der Welt das Internet von Regierungen stark beschränkt wird. Denn mindestens die deutschen Hauptstadtjournalisten würden sich seit einiger Zeit manchmal wünschen, dass die Bundesregierung die Erlaubnis zum Mikroblogging manchen Staatsbürgern entziehen würde – am meisten beim am Twittern immer mehr berufliche Begeisterung findenden Regierungssprecher Steffen Seibert. Dieser hat jüngst von anderer journalistischer Seite sogar die Möglichkeit bekommen, sich höchst selbst auf mehr als 140 Zeichen im ZEIT Magazin dazu zu äußern. Zusätzlich erschien  <a class="more-link" href="http://www.die-medienblogger.de/706/twitternder-regierungssprecher-seibert/"><span class="highlighted">&#8230; [Weiterlesen]</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Social Networks sind für jedermann und kostenlos. Auf der ganzen Welt. Dass diese These nicht überall zutrifft hat nicht nur damit zu tun, dass in manchen Ländern der Welt das Internet von Regierungen stark beschränkt wird. Denn mindestens die deutschen Hauptstadtjournalisten würden sich seit einiger Zeit manchmal wünschen, dass die Bundesregierung die Erlaubnis zum Mikroblogging manchen Staatsbürgern entziehen würde – am meisten beim am Twittern immer mehr berufliche Begeisterung findenden Regierungssprecher Steffen Seibert. Dieser hat jüngst von anderer journalistischer Seite sogar die Möglichkeit bekommen, sich höchst selbst auf mehr als 140 Zeichen im ZEIT Magazin dazu zu äußern. Zusätzlich erschien der Artikel in identischer Manier bei <a href="http://www.zeit.de/2011/22/Ideen-Seibert" target="_blank">ZEIT Online</a>. Der coole, den hippen Klang der modernen Welt treffende Regierungssprecher konnte sich also gleich online und offline zu noch mehr Publikum verhelfen lassen.</p>
<p>Da taucht Seibert erst nicht mehr auf der Mattscheibe auf, dann verfällt er zum Leidwesen der Berliner Journalistenrepublik neben dem gesprochenem Wort auf Bundespressekonferenzen auch noch dem geschriebenen Wort und am Ende darf er sich – oh Schreck – auch noch selbst dazu äußern. Was muss das die Kritiker des Seibert-Twitterismus geärgert haben.</p>
<p>Dazu sei an dieser Stelle gesagt: Liebe Hauptstadtjournalisten, ärgert euch doch nicht so sehr! Seid lieber froh, denn wer nur 140 Zeichen Platz hat und etwas Wichtiges loswerden will, der reduziert seine Aussage auf das wesentliche. Das kann doch jedem Journalisten nur entgegenkommen. Das Fernsehen war anfangs auch ein verpöntes Medium und nun bildet es den Hauptbestandteil an medialer Meinungsbildung. Außerdem ist auch Herr Seibert nicht perfekt. Gezeigt hat sich das spätestens beim <a href="http://www.rp-online.de/politik/ausland/osama_bin_laden_tot/Nicht-nur-Seibert-kaempft-mit-Osama-Obama_aid_993781.html" target="_blank">Tippfehler</a> nach Osama bin Ladens Tod, als der Regierungssprecher „<a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/obama-statt-osama/4125058.html" target="_blank">Obama verantwortlich für Tod Tausender Unschuldiger</a>“ schrieb und nicht Osama. Sein Vorteil allerdings ist, dass er die Dinge gelassener angeht und offener für Veränderungen ist als die Hauptstadtjournalisten. Der Tweet wurde kurz danach gelöscht.</p>
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		<title>Die Vorherrschaft der Social Mediacracy? Oder: Die Existenz geht der Essenz voraus.</title>
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		<pubDate>Wed, 25 May 2011 18:31:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Bedeutung der Social Media nimmt stark zu, das lässt sich überall auf der Welt beobachten. Doch so viele Gemeinsamkeiten die Nutzer sozialer Medien in Bezug auf die Nutzung selber aufweisen, so unterschiedlich ist die Motivation, was mit den Nutzerprofilen erreicht werden soll. Und bedenkt man die Heterogenität der datenschutzrechtlichen Bestimmungen auf dem Globus, so zeigt sich, dass es zwar ein Internet gibt. Aber dieses eine Internet ist in seiner Komplexität an Herangehensweisen der Vernetzung so unterschiedlich wie es nur unterschiedlich sein kann.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Bedeutung der Social Media nimmt stark zu, das lässt sich überall auf der Welt beobachten. Doch so viele Gemeinsamkeiten die Nutzer sozialer Medien in Bezug auf die Nutzung selber aufweisen, so unterschiedlich ist die Motivation, was mit den Nutzerprofilen erreicht werden soll. Und bedenkt man die Heterogenität der datenschutzrechtlichen Bestimmungen auf dem Globus, so zeigt sich, dass es zwar ein Internet gibt. Aber dieses eine Internet ist in seiner Komplexität an Herangehensweisen der Vernetzung so unterschiedlich wie es nur unterschiedlich sein kann. Während Social Media in stabilen Demokratien oft mehr als reine Informations- und Kommunikationsplattformen genutzt werden, zeigten die Beispiele der Grünen Revolution in Iran und neuerlich die protestwellenartigen, zu Kriegen herangewachsenen Konflikte in der arabischen Welt, dass man ohne YouTube und den gezielten Einsatz anderer sozialer Medien kaum verwertbare (Video-)Informationen erhalten hätte, wenn es diese Möglichkeiten nicht gegeben hätte. Zumal da es sich um nicht-verhüllendes Rohmaterial handelte.</p>
<p>Datenschutzrechtliche Bedenken, die beispielsweise in Deutschland mehr und mehr aufkommen, je gewichtiger etwa der Riese Facebook wird, sind mindestens insofern berechtigt, dass sie die Freiheit der Nutzer oftmals genauso einschränken wie sie ihnen Freiheiten in der vernetzten Welt ermöglichen. Viele &#8211; wenn auch auf den ersten Blick stylische und nützliche &#8211; Profilergänzungen und Applikationen können nur nach fortschreitender Einschränkung oder Aufgabe der Privatsphäre genutzt werden. Auch viele Handy-Apps laufen nur online und sind somit die perfekte Basis zum Aushorchen und Benutzen meiner Daten. Über die Folgen wird später nachgedacht.</p>
<p>Geraten aktuelle Datenschutzänderungen der Anbieter, die man mit nur einem Klick bestätigt und aufgrund der Fülle an AGB- und Datenschutzbestätigungen schnell überklickt, aus dem Blickwinkel, besteht die Gefahr, ein weitaus gläsernerer Internetbürger im Staate Social Media zu werden als je zuvor. Aber neben den vermeintlichen Alleinstellungsmerkmalen der Nachteile müssen auch die Vorteile von Social Media gesehen werden.  Am Ende liegt es ohnehin immer auch an den Benutzern selbst, was sie aus den gegeben Möglichkeiten machen respektive ob sie sie überhaupt nutzen. Die Existenz geht der Essenz voraus.</p>
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		<title>Medienklassen &#8211; Der Unterricht von morgen?</title>
		<link>http://www.die-medienblogger.de/695/medienklassen-der-unterricht-von-morgen/</link>
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		<pubDate>Fri, 06 May 2011 10:30:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Archenhold Oberschule]]></category>
		<category><![CDATA[Medienklasse]]></category>
		<category><![CDATA[Unterricht]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Medienklasse ist keine Zukunftsmusik mehr. Es gibt sie auch heute schon, z.B. an der Archenhold Oberschule in Berlin. In einer Gesprächsrunde mit Herrn Uhlig, dem Direktor der Schule, Frau Mieke Senftleben, Sprecherin der FDP-Fraktion für Bildung, Familie und Religionsgemeinschaften im Berliner Abgeordnetenhaus und den Berliner JuLis haben wir erste Ergebnisse aus dem Miteinander in einer solchen Klasse zusammentragen können.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px;font: 12.0px Helvetica"><span style="color: #333233"><span style="letter-spacing: 0.0px color"><strong>Die Medienklasse ist keine Zukunftsmusik mehr. Es gibt sie auch heute schon, z.B. an der </strong></span><span style="letter-spacing: 0.0px color"><a title="Medienklasse Archenhold Oberschule" href="http://beta.archenhold.de/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=255&amp;Itemid=454" target="_blank"><strong>Archenhold Oberschule</strong></a></span><span style="letter-spacing: 0.0px color"><strong> in Berlin. In einer Gesprächsrunde mit Herrn Uhlig, dem Direktor der Schule, Frau Mieke Senftleben, </strong></span><span style="letter-spacing: 0.0px"><strong>Sprecherin der FDP-Fraktion für Bildung, Familie und Religionsgemeinschaften im Berliner Abgeordnetenhaus und den Berliner JuLis haben wir erste Ergebnisse aus dem Miteinander in einer solchen Klasse zusammentragen können.</strong></span></span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px;font: 12.0px Helvetica;color: #333233"><span style="letter-spacing: 0.0px"> </span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px;font: 12.0px Helvetica;color: #333233"><span style="letter-spacing: 0.0px"><em>Wie sieht diese Medienklasse aus? </em></span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px;font: 12.0px Helvetica;color: #333233"><span style="letter-spacing: 0.0px">Es gibt sie ganz neu seit dem Schuljahr 2010/2011 und sie soll auch in den nächsten Jahren entstehen. In der Medienklasse sitzen die Schüler nun nicht einfach nur mit Geodreieck, Stift und Zetteln, sondern sie arbeiten an ihren Netbooks. Diese Netbooks werden von den Eltern finanziert. Es gab auch die Möglichkeit bei fehlenden finanziellen Mitteln eines der zwei Kontingente zu bekommen, welche aus externen Quellen finanziert wurden. Die Schüler lernen nach den geltenden Rahmenlehrplänen. Sie rechnen ihre Aufgaben zunächst im Kopf bzw. mit dem Taschenrechner, schreiben ihre Aufsätze mit dem Stift, malen mit dem Pinsel&#8230; Der entscheidende Unterschied ist, dass sie all das parallel auch am Computer ausprobieren, immer unter der Fragestellung: „Wann nutze ich lieber den Computer und wann schreibe ich ganz analog mit dem Stift?“ So malen die Schüler einerseits ein Stillleben mit dem Pinsel und üben dann mit einem Grafikprogramm, wie man am Computer Tiefe und andere Effekte erzeugen kann. Dazu müssen sie sich Bilder aus dem Internet herunterladen und lernen nebenbei etwas über das Copyright. So ungefähr funktioniert die Medienklasse. Ein super Konzept, aber wo Sonne ist, da ist auch Regen. </span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px;font: 12.0px Helvetica;color: #333233"><span style="letter-spacing: 0.0px"> </span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px;font: 12.0px Helvetica;color: #333233"><span style="letter-spacing: 0.0px">Auch die Medienklasse muss in den kommenden Jahren einige Hürden meistern, um den problemlosen Unterrichtsablauf zu garantieren. So ist es natürlich so, dass in mancherlei Hinsicht die Kinder den Lehrern erzählen, wie ein Programm funktioniert. Die Kompetenz der Lehrer stellt also eine dieser Hürden dar, der man im Moment mit Tandems für die innerschulische Weiterbildung entgegnet. Außerdem kommt es natürlich zu Problemen, wenn 30 Schüler über einen einzigen W-Lan Router online gehen. Da sind dann schon mal 15 Minuten des Unterrichts passé, bis jemand den Router neu gestartet hat. Außerdem stellt das Arbeiten mit dem Computer eine Zusatzbelastung dar, die eben neben dem normalen Unterricht zusätzlich geschafft werden muss. Da sich also in dieser Klasse nur sehr gute Schüler befinden, wird die Medienklasse von den anderen Schülern mit Missgunst beäugt.</span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px;font: 12.0px Helvetica;color: #333233"><span style="letter-spacing: 0.0px"> </span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px;font: 12.0px Helvetica;color: #333233"><span style="letter-spacing: 0.0px">Allerdings gibt es keinen Medienkompetenzunterricht, der Datenschutz und Persönlichkeitsrechte näher bringt und sich weniger um die technische Medienkompetenz dreht. Sowohl Frau Senftleben als auch Herr Uhlig waren dafür, diese Art der Medienkompetenz eher im Ethikunterricht zu besprechen. Dabei gab es eine hübsche aber auch alarmierende Geschichte zu erfahren: Ein Lehrer (nicht an der Archenhold Oberschule) hatte alle Fotos, die er von seinen Schülern für jedermann sichtbar online in sozialen Netzwerken finden konnte, ausgedruckt und vorrangig die fiesen Fotos morgens auf der Tafel drapiert. Die Schüler empörten sich darüber, warum hier Fotos der letzten wilden Party dabei waren und nun der ein oder andere entblößt vor allen völlig betrunken an der Tafel hing. Solche Aha-Erlebnisse scheinen die Schüler zum Nachdenken anzuregen. Diese Schüler werden an demselben Tag ihre Privatsphäreeinstellungen überprüft haben.</span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px;font: 12.0px Helvetica;color: #333233"><span style="letter-spacing: 0.0px"> </span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px;font: 12.0px Helvetica;color: #333233"><span style="letter-spacing: 0.0px">Ich finde die Medienklasse einen Schritt in die richtige Richtung. Schlimm, dass die Schulen diesen Schritt erst jetzt wagen, aber dafür eigenverantwortlich. Außerdem fehlt es an der ganzheitlichen Unterrichtung von Medienkompetenz. Ein erster Schritt ist gemacht, viele andere müssen folgen! </span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px;font: 12.0px Helvetica;color: #333233"><span style="letter-spacing: 0.0px">Was haltet ihr von einer solchen Medienklasse?</span></p>
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		<title>Medienkompetenz, das Wort der tausend Bedeutungen?</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Apr 2011 14:41:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<description><![CDATA[Beobachtet man dieser Tage die Welt der Netzpolitik aufmerksam, so fällt auf, dass sich vor allem ein Wort inflationär seinen Weg in die Ungenauigkeit bahnt: Medienkompetenz. Was ist damit eigentlich gemeint? Und muss man schon kompetent sein oder muss man es werden, damit man sich mit diesem Wort schmücken darf? Die Kritik geht nicht dahin, eine wissenschaftlich-lexikalisch anmutende Wortdefinition vorzunehmen, um Klarheit zu schaffen. Vielmehr geht es darum, einen wenigstens weitgehend homogenen Inhalt zu vermitteln. Ansonsten verpufft die vermeintliche Alltagstauglichkeit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Beobachtet man dieser Tage die Welt der Netzpolitik aufmerksam, so fällt auf, dass sich vor allem ein Wort inflationär seinen Weg in die Ungenauigkeit bahnt: Medienkompetenz. Was ist damit eigentlich gemeint? Und muss man schon kompetent sein oder muss man es werden, damit man sich mit diesem Wort schmücken darf? Die Kritik geht nicht dahin, eine wissenschaftlich-lexikalisch anmutende Wortdefinition vorzunehmen, um Klarheit zu schaffen. Vielmehr geht es darum, einen wenigstens weitgehend homogenen Inhalt zu vermitteln. Ansonsten verpufft die vermeintliche Alltagstauglichkeit.</p>
<p>Die vielfach hinter dem Wort verstandene Botschaft heißt: „Bitte, liebe Kinder, geht bewusster mit dem Einspeisen von Daten im Internet um.“ Aber ist das die ganze Lösung? Mitnichten. Es ist nicht weitreichend genug, immer nur davon auszugehen, dass beispielsweise die ausgedehnte Nutzung von Social Networks nur Kinder und Jugendliche betrifft. Kompetenz im Umgang mit Medien heißt mehr als nur die Fähigkeit von Kindern und Jugendlichen mit ihren Daten bewusst umzugehen. Denn erstens sind Medien die Gesamtheit aller Kommunikationsmittel und nicht nur das Internet. Sonst müsste man den Begriff in Webkompetenz umtaufen. Zwar ist mit Medienkompetenz vornehmlich die Nutzung neuer Medien gemeint, aber das schließt alte Medien nicht aus. Man macht sich auch heute noch regelmäßig Gedanken über die richtige Vermittlung des Fernsehprogramms. Und zweitens stellt sich die Frage, warum immer hauptsächlich den Jüngeren in der Gesellschaft eine implizite Inkompetenz aufgrund ihrer mangelnden Lebenserfahrung zugesprochen wird.  Alter und Lebenserfahrung machen im Umgang mit Medien nicht automatisch kompetenter. Wie man auch Kompetenz im Medienbereich vermittelt: Sie sollte sich an die gesamte Gesellschaft richten. Die Kernfrage ist: Wie kompetent muss ein Kompetenzträger sein, um ganzheitliche Medienkompetenz vermitteln zu können? Diese Frage bezieht sich vor allem auf den pädagogischen Teil der Vermittlung.</p>
<p>Passt man nicht auf, driftet die Diskussion in die falsche Richtung. Digital Natives wachsen heute wie selbstverständlich mit Neuen Medien auf. Sie bekommen den kompetenten Umgang im technischen Sinne somit regelrecht in die Wiege gelegt. Nur fehlt ihnen unter Umständen die Kompetenz, ihr technisches Know-how angemessen einzusetzen, ohne zu viel von sich preiszugeben. Allerdings unterliegt das keiner kausalen Logik. Nicht jeder jüngere Mensch, auch kein Großteil, geht immer und überall leichtfertig mit empfindlichen persönlichen Daten um. Umgekehrt ist die ältere Generation erst in die Neue-Medien-Welt hineingewachsen und wächst nicht so rasch mit den ständigen Neuerungen mit. Auch manchen Erwachsenen muss daher erst eine gewisse Kompetenz vermittelt werden.</p>
<p>Bedenkt man den formellen, pädagogischen Teil, so ist klar, dass sich sicher keine Jugendlichen dauerhaft und institutionalisiert in schulartigem Unterricht vor Erwachsene zum Lehren stellen werden. Aber man sollte es bei der Thematik auch nicht immer so dastehen lassen, als würden unmündige Kindergartenkinder auf greisenhafte Weise treffen. Es besteht eine wechselseitige Abhängigkeit. Beide Seiten können voneinander lernen.</p>
<p>Es werden jetzt die Grundsteine gelegt für künftige Generationen, damit der bewusste Umgang mit dem Internet im Generellen und mit den eigenen Daten im Internet im Speziellen zur Normalität wird. Das ist der pädagogisch-formelle Teil. Demgegenüber steht der freiwillig-informelle Teil. Er ist der viel wichtigere Teil, weil er die Kraft der Eigenmotivation aller Beteiligten zu bewusstem Umgang mit ihrem Umfeld in sich trägt – ob online oder offline. Medienkompetenz hat viel mit Erziehung zu tun und Erziehung findet nicht in einer Einbahnstraße von oben nach unten bei absteigender Wichtigkeit mit sinkender Anzahl von Lebensjahren statt. Nur wenn jeder offen für Erziehung zu Kompetenzen ist, lassen sich die Herausforderungen der Informationsgesellschaft bewältigen.</p>
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		<title>Diskussion über Chancen und Herausforderung von Geolokalisierung</title>
		<link>http://www.die-medienblogger.de/674/diskussion-uber-chancen-und-herausforderung-von-geolokalisierung/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Feb 2011 16:01:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Augmented Reality]]></category>
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		<description><![CDATA[Mit den ersten Handy-Modellen haben heutige Mobiltelefone nur noch sehr wenig gemeinsam: vorbei sind die Zeiten der monochromen Displays und der Begrenzung auf Telefon- und SMS-Funktion. Aktuelle Smartphones haben nicht nur schnelle Prozessoren, sondern verfügen auch über eine Vielzahl von Sensoren, die es zum digitalen Allzweckhelfer machen. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Geolokalisierung – über Chancen und Herausforderungen dieser und weiterer Innovationen wird  am 7. Februar ab 13 Uhr  im Unterausschuss Neue Medien des Deutschen Bundestages diskutiert. Die Debatte wird live auf bundestag.de übertragen.
Smartphones können Fragen, wie die nach dem nächsten Bankautomaten oder der Geschichte eines Gebäudes heute mühelos  <a class="more-link" href="http://www.die-medienblogger.de/674/diskussion-uber-chancen-und-herausforderung-von-geolokalisierung/"><span class="highlighted">&#8230; [Weiterlesen]</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit den ersten Handy-Modellen haben heutige Mobiltelefone nur noch sehr wenig gemeinsam: vorbei sind die Zeiten der monochromen Displays und der Begrenzung auf Telefon- und SMS-Funktion. Aktuelle Smartphones haben nicht nur schnelle Prozessoren, sondern verfügen auch über eine Vielzahl von Sensoren, die es zum digitalen Allzweckhelfer machen. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Geolokalisierung – über Chancen und Herausforderungen dieser und weiterer Innovationen wird  am 7. Februar ab 13 Uhr  im Unterausschuss Neue Medien des Deutschen Bundestages diskutiert. Die Debatte wird live auf <a href="http://www.bundestag.de" target="_blank">bundestag.de</a> übertragen.</p>
<div id="attachment_675" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-675" title="Augmented Reality" src="http://www.die-medienblogger.de/wp-content/uploads/ar_1.jpg" alt="Augmented Reality; Foto: CC Plantronics" width="500" height="333" /><p class="wp-caption-text">Augmented Reality; Foto: CC Plantronics</p></div>
<p>Smartphones können Fragen, wie die nach dem nächsten Bankautomaten oder der Geschichte eines Gebäudes heute mühelos beantworten. Dank des GPS-Empfängers, eines Kompasses und einer schnellen Verbindung ins Internet wird das Handy zum digitalen Alleskönner. Anders als am heimischen PC beantworten moderne Telefone unsere Fragen passend zu unserem aktuellen Aufenthaltsort. Und mit Hilfe moderner Apps werden diese Informationen auch gleich ein in Kamera-Live-Bild eingeblendet – <a title="Mehr bei Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Erweiterte_Realit%C3%A4t" target="_blank">augmented reality</a> heißt hier das Zauberwort. Das Internet schafft damit den Sprung aus der Wohnung auf die Straße – für uns Nutzer bedeutet das ungeahnte Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten, aber es wirft noch stärker die Frage nach der Verwendung unserer nun ortsbezogenen Daten auf.</p>
<p>Klar ist: die Entwicklung der vergangenen Jahre war in diesem Bereich rasant – klar ist aber auch, dass sie noch lange nicht zu Ende ist. Welche Bedeutung haben Geolokalisierung und mobile Web-Nutzung darauf, wie wir unsere Umwelt künftig wahrnehmen? Was sind die Folgen für Privatsphäre und Datenschutz &#8211; ist staatliches Eingreifen notwendig? Welche Geschäftsmodelle sind denkbar? Diesen und weiteren Fragen geht der Unterausschuss Neue Medien am kommenden Montag in einer Öffentlichen Sitzung nach. Als Experten nehmen Gerd Billen (<a href="http://www.vz-berlin.de/" target="_blank">Verbraucherzentrale Berlin</a>), Sebastian Metzner (Trendforscher bei <a href="http://www.trendone.de/" target="_blank">trendONE </a>in Hamburg) und Dr. Thilo Weichert (Datenschutzbeauftragter des Landes Schleswig-Holstein und Leiter des <a href="http://www.datenschutzzentrum.de/" target="_blank">Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz</a>) teil. Die Debatte wird auf <a href="http://www.bundestag.de" target="_blank">bundestag.de</a> übertragen und verspricht auch aufgrund der Sachverständigenauswahl interessant zu werden.</p>
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		<title>Der Journalist als Marke?</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Feb 2011 20:51:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
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		<description><![CDATA[David Pogue, Richard Gutjahr, Ulrike Langer &#8211; alle drei sind Journalisten und alle drei arbeiten nicht nur versteckt hinter einem Namenskürzel, sondern sind durch das Web zu eigenen Marken geworden (oder zumindest auf dem besten Weg dorthin).  LINKS
Durch Web-Videos, Blogs und natürlich Twitter haben die drei ihre eigene Gemeinde an Fans und Followern aufgebaut, die ihre Arbeit (auch kritisch) begleiten. Dabei nutzen sie nicht nur die Medien ihrer Arbeit- bzw. Auftraggeber, sondern bauen gezielt auf eigene Präsenzen, sei es in Form von Blogs, Twitter-Accounts oder Facebook-Profilen.
Blogpost statt Leserbrief, @Reply über Twitter statt Telefonanruf  - die Neuen Medien haben diesen direkten  <a class="more-link" href="http://www.die-medienblogger.de/665/der-journalist-als-marke/"><span class="highlighted">&#8230; [Weiterlesen]</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">David Pogue, Richard Gutjahr, Ulrike Langer &#8211; alle drei sind Journalisten und alle drei arbeiten nicht nur versteckt hinter einem Namenskürzel, sondern sind durch das Web zu eigenen Marken geworden (oder zumindest auf dem besten Weg dorthin).  LINKS</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Durch Web-Videos, Blogs und natürlich Twitter haben die drei ihre eigene Gemeinde an Fans und Followern aufgebaut, die ihre Arbeit (auch kritisch) begleiten. Dabei nutzen sie nicht nur die Medien ihrer Arbeit- bzw. Auftraggeber, sondern bauen gezielt auf eigene Präsenzen, sei es in Form von Blogs, Twitter-Accounts oder Facebook-Profilen.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Blogpost statt Leserbrief, @Reply über Twitter statt Telefonanruf  - die Neuen Medien haben diesen direkten Kontakt mit Journalisten deutlich vereinfacht, beschleunigt und damit in dieser Größenordnung erst möglich gemacht. Während sich einige Journalisten erst an diese neue Direktheit gewöhnen müssen, ergreifen andere die Gelegenheit, um ganz direkt über ihre Arbeit zu berichten, sich von Followern inspirieren zu lassen und damit schließlich ihre eigene Marke zu stärken. Als Vorbild für eine enge Bindung von Twitter und Journalismus kann Großbritannien gelten, wo ein Twitter-Account bei einigen Medien, bspw. dem Guardian, quasi zur Grundausstattung eines Journalisten gehört (LINK Twitter-Lists).</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Das Zentrum der journalistischen Markenbildung ist, zumindest in Deutschland, aber ein eigenes Blog, so der Tenor eines Panels mit Ulrike Langer und Richard Gutjahr auf den Medientagen München. Ebenjenes kostenlose zur Verfügung stellen der eigenen journalistische Arbeit im Blog kostet dabei aber offenbar Überwindung und wird von einigen Medienschaffenden kritisch gesehen. Auch die Offenheit über aktuelle Projekte vorab zu twittern, kennt viele Kritiker. Dabei bietet diese Transparenz auch viele Chancen: die vielzitierte &#8220;Followerpower&#8221; kann einem twitternden Journalisten den vielleicht entscheidenden Hinweis auf eine wirklich spannende Geschichte geben. Nicht zuletzt gibt es mit Kachingle oder Flattr auch die Chance auf finanzielle Kompensation für die geleistete Arbeit.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Für die Pressearbeit bedeuten twitternde und bloggende Journalisten eine große Chance. Nach wie vor bleiben persönliche Kontakte der wichtigste Schlüssel, aber gerade die können dank der Neuen Medien auch leichter geknüpft werden. Der Journalist, der über den Gegenstand seiner aktuellen Recherche twittert, kann zudem gezielt mit den richtigen &#8211; und damit auch interessanten &#8211; Informationen versorgt werden &#8211; so können beide Seiten profitieren.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Machen also einige Journalisten bereits vor, was Markus Albers in seinem Buch &#8220;Meconomy&#8221; (http://www.meconomy.me/) postuliert? Werden wir alle, durch die Möglichkeiten, die Blogs, Twitter und Facebook bieten zu unserer eigenen Marke?</div>
<div id="attachment_666" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-full wp-image-666 " title="Foto CC Mike Licht" src="http://www.die-medienblogger.de/wp-content/uploads/blogging.jpg" alt="Foto CC Mike Licht" width="300" height="284" /><p class="wp-caption-text">Foto CC Mike Licht</p></div>
<p>David <a href="http://www.davidpogue.com/" target="_blank">Pogue</a>, Richard <a href="http://www.gutjahr.biz/" target="_blank">Gutjahr</a>, Ulrike <a href="http://medialdigital.de/" target="_blank">Langer</a> &#8211; alle drei sind Journalisten und alle drei arbeiten nicht nur versteckt hinter einem Namenskürzel, sondern sind durch das Web zu eigenen Marken geworden (oder zumindest auf dem besten Weg dorthin).</p>
<p>Durch Web-Videos, Blogs und natürlich Twitter haben die drei ihre eigene Gemeinde an Fans und Followern aufgebaut, die ihre Arbeit (auch kritisch) begleiten. Dabei nutzen sie nicht nur die Medien ihrer Arbeit- bzw. Auftraggeber, sondern bauen gezielt auf eigene Präsenzen, sei es in Form von Blogs, Twitter-Accounts oder Facebook-Profilen.</p>
<p><span id="more-665"></span></p>
<p>Blogpost statt Leserbrief, @Reply über Twitter statt Telefonanruf  - die Neuen Medien haben diesen direkten Kontakt mit Journalisten deutlich vereinfacht, beschleunigt und damit in dieser Größenordnung erst möglich gemacht. Während sich einige Journalisten erst an diese neue Direktheit gewöhnen müssen, ergreifen andere die Gelegenheit, um ganz direkt über ihre Arbeit zu berichten, sich von Followern inspirieren zu lassen und damit schließlich ihre eigene Marke zu stärken. Als Vorbild für eine enge Bindung von Twitter und Journalismus kann Großbritannien gelten, wo ein Twitter-Account bei einigen Medien, bspw. dem <a href="http://twitter.com/guardian/lists" target="_blank">Guardian</a>, quasi zur Grundausstattung eines Journalisten gehört.</p>
<p>Das Zentrum der journalistischen Markenbildung ist, zumindest in Deutschland, aber ein eigenes Blog, so der Tenor eines Panels mit Ulrike Langer und Richard Gutjahr auf den Medientagen München. Ebenjenes kostenlose zur Verfügung stellen der eigenen journalistische Arbeit im Blog kostet dabei aber offenbar Überwindung und wird von einigen Medienschaffenden kritisch gesehen. Auch die Offenheit über aktuelle Projekte vorab zu twittern, kennt viele Kritiker. Dabei bietet diese Transparenz auch viele Chancen: die vielzitierte &#8220;Followerpower&#8221; kann einem twitternden Journalisten den vielleicht entscheidenden Hinweis auf eine wirklich spannende Geschichte geben. Nicht zuletzt gibt es mit <a href="http://www.kachingle.com/" target="_blank">Kachingle</a> oder <a href="http://flattr.com/" target="_blank">Flattr</a> auch die Chance auf finanzielle Kompensation für die geleistete Arbeit.</p>
<p>Für die Pressearbeit bedeuten twitternde und bloggende Journalisten eine große Chance. Nach wie vor bleiben persönliche Kontakte der wichtigste Schlüssel, aber gerade die können dank der Neuen Medien auch leichter geknüpft werden. Der Journalist, der über den Gegenstand seiner aktuellen Recherche twittert, kann zudem gezielt mit den richtigen &#8211; und damit auch interessanten &#8211; Informationen versorgt werden &#8211; so können beide Seiten profitieren.</p>
<p>Machen also einige Journalisten bereits vor, was Markus Albers in seinem Buch <a href="http://www.meconomy.me/" target="_blank">&#8220;Meconomy&#8221;</a> postuliert? Werden wir alle, durch die Möglichkeiten, die Blogs, Twitter und Facebook bieten zu unserer eigenen Marke?</p>
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		<title>Viel hilft nicht immer viel – Vorräte den Hamstern, Personal den Sicherheitsbehörden!</title>
		<link>http://www.die-medienblogger.de/661/viel-hilft-nicht-immer-viel-%e2%80%93-vorrate-den-hamstern-personal-den-sicherheitsbehorden/</link>
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		<pubDate>Fri, 10 Dec 2010 17:41:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frederick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerrechte]]></category>
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		<category><![CDATA[Vorratsdatenspeicherung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ausgerechnet Deutschlands oberster Datenschützer war es, der in den letzten Wochen die Debatte um die Vorratsdatenspeicherung unerwartet befeuerte. Eine grundlose Speicherung aller Telekommunikationsdaten der Bürger für einen Zeitraum von zwei Wochen könne er sich durchaus vorstellen. Herr Schaar relativierte diesen Vorschlag später wieder; es war von Missverständnissen die Rede. Dennoch zeigt sich, dass das stete Drängen der Sicherheitsbehörden bei vielen verfängt. Diese trommeln geradezu für die Wiedereinführung der – in seiner alten Form für verfassungswidrig bewerteten – Vorratsdatenspeicherung. Sie versuchen den Eindruck hervorzurufen, das ohne dieses Instrument der Generalüberwachung die Bekämpfung schwerer Straftaten in Deutschland kaum mehr möglich sei –  <a class="more-link" href="http://www.die-medienblogger.de/661/viel-hilft-nicht-immer-viel-%e2%80%93-vorrate-den-hamstern-personal-den-sicherheitsbehorden/"><span class="highlighted">&#8230; [Weiterlesen]</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ausgerechnet Deutschlands oberster Datenschützer war es, der in den letzten Wochen die Debatte um die Vorratsdatenspeicherung unerwartet befeuerte. Eine grundlose Speicherung aller Telekommunikationsdaten der Bürger für einen Zeitraum von zwei Wochen könne er sich durchaus vorstellen. Herr Schaar relativierte diesen Vorschlag später wieder; es war von Missverständnissen die Rede. Dennoch zeigt sich, dass das stete Drängen der Sicherheitsbehörden bei vielen verfängt. Diese trommeln geradezu für die Wiedereinführung der – in seiner alten Form für verfassungswidrig bewerteten – Vorratsdatenspeicherung. Sie versuchen den Eindruck hervorzurufen, das ohne dieses Instrument der Generalüberwachung die Bekämpfung schwerer Straftaten in Deutschland kaum mehr möglich sei – erst recht, wenn Dienste des Internet für kriminelle Handlungen genutzt werden. Die Befürworter preisen die Vorratsdatenspeicherung teilweise fast als Allheilmittel, denn sie helfe gegen Terrorismus, Kindesmissbrauch, Urheberrechtsverletzungen und so fort.</p>
<p>Die Kriminalitätsbekämpfung kam laut Statistik aber auch in denjenigen Jahren nicht zum erliegen, in denen nicht ein halbes Jahr gespeichert wurde, wer wem wann von welcher Nummer eine SMS sandte. Auch die Aufklärungsquote stieg online wie offline nicht in diesen Jahren, in denen die Standortdaten eines Mobiltelefons auch nach Monaten noch gespeichert waren. Dennoch haben die Datenschützer und Bürgerrechtler auf nationaler wie europäischer Ebene einen schweren Stand gegen Fragen wie „Sind sie etwa gegen das wichtigste Instrument zur Verbrechensbekämpfung?“ oder altbekannte Sprüche wie „Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten“.</p>
<p>Es gilt weiter intensiv über Alternativen zur Vorratsdatenspeicherung nachzudenken, denn fast nichts ist alternativlos. Fast, denn eine gute Alternative zu einem ausreichenden Bestand an Personal bei den Polizeibehörden kenne ich nicht. Wenn zu hören ist, dass in vielen Dienststellen, die Kriminalität im Netz bekämpfen sollen, kaum Computer vorhanden sind, wird klar, wo es hakt. Und wenn das Bundeskriminalamt für die Verfolgung von Kinderpornografie (besser: Darstellungen von Kindesmissbrauch) im Online-Bereich noch nicht einmal 10 Stellen verplant hat, so macht dies deutlich: Ein schön gehamsterter Berg von Vorratsdaten nützt wenig, wenn nicht genug Personal mit entsprechender Technik da ist, das darin ermitteln kann.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Warum ich Medienblogger bin: Frederick</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Dec 2010 17:07:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frederick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Frederick]]></category>
		<category><![CDATA[Medienblogger]]></category>
		<category><![CDATA[Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarmintelligenz]]></category>

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		<description><![CDATA[Weil Schwarmintelligenz nichts anonymes sein muss.
Weil auch Nostalgiker heut´ nicht am Internet vorbeikommen.
Weil gute Texte im vernetzten Zeitalter nicht weniger Wert haben.
Weil spannende Diskussionen viele Mitstreiter gebrauchen können.
Weil Meinungsaustausch für Meinungsbildung auch bei Netzthemen unerlässlich ist.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weil Schwarmintelligenz nichts anonymes sein muss.<br />
Weil auch Nostalgiker heut´ nicht am Internet vorbeikommen.<br />
Weil gute Texte im vernetzten Zeitalter nicht weniger Wert haben.<br />
Weil spannende Diskussionen viele Mitstreiter gebrauchen können.<br />
Weil Meinungsaustausch für Meinungsbildung auch bei Netzthemen unerlässlich ist.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Studieren in Fernost</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Dec 2010 16:54:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschulkommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Studieren in Fernost]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>

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		<description><![CDATA[
Raus aus der Kuschelecke heißt es für ostdeutsche Universitäten fortan: es fehlt an Nachwuchs. Mehr Studenten braucht das Land &#8211; aber woher sollen die kommen? Aus den alten Bundesländern, ist eine Antwort. Denn hier drängeln sich immer mehr Studenten um rarer werdende Plätze. Schuld ist der demographische Wandel, vor allem der Geburtenknick nach der Wende. Und damit den Hochschulen mehr Erstis aus dem Westen ins Netz gehen, bewegen sie sich in selbiges: Fishing where the fish is.
Im Osten geht bekanntlich die Sonne auf, und einmal angekommen, entdeckt man schnell weitere Vorzüge: Moderne Ausstattung der Hochschulen, beste Betreuung, starke Forschung, hohe  <a class="more-link" href="http://www.die-medienblogger.de/646/studieren-in-fernost/"><span class="highlighted">&#8230; [Weiterlesen]</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left"><img class="alignnone size-medium wp-image-639" src="http://www.die-medienblogger.de/wp-content/uploads/Gang-300x199.jpg" alt="Gang" width="300" height="199" /></p>
<p style="text-align: left">Raus aus der Kuschelecke heißt es für ostdeutsche Universitäten fortan: es fehlt an Nachwuchs. Mehr Studenten braucht das Land &#8211; aber woher sollen die kommen? Aus den alten Bundesländern, ist eine Antwort. Denn hier drängeln sich immer mehr Studenten um rarer werdende Plätze. Schuld ist der demographische Wandel, vor allem der Geburtenknick nach der Wende. Und damit den Hochschulen mehr Erstis aus dem Westen ins Netz gehen, bewegen sie sich in selbiges: <a href="http://www.uni-halle.de/soziale-netzwerke/">Fishing where the fish is</a>.</p>
<p>Im Osten geht bekanntlich die Sonne auf, und einmal angekommen, entdeckt man schnell weitere Vorzüge: Moderne Ausstattung der Hochschulen, beste Betreuung, starke Forschung, hohe Lehrqualität und niedrige Kosten. Der Haken: Dazu muss man eben erstmal hinkommen. Und: überhaupt auf das Angebot aufmerksam werden. Wo wir wieder bei sozialen Netzwerken wären. Auf diese konzentriert sich die Kampagne  „Studieren in Fernost“.</p>
<p>Klingt ferner als es ist. Mit Gang und Dong, zwei schrillen Asiaten, die durch „Fernost“ reisen und dort allerlei knallbunte Abenteuer bestehen, hat die Kampagne mit <a href="http://www.youtube.com/watch?v=xxJvvHgFbIo&amp;feature=youtube_gdata">viral verbreiteten Filmen</a> für Aufsehen gesorgt. Heiß geliebt oder als Klamauk abgetan, lässt sie jedenfalls nicht kalt. Und erreicht damit Wichtiges: Aufmerksamkeit. Denn die „harten Fakten“ für ein Studium in Greifswald tragen erst, wenn die Stadt an der Ostsee überhaupt auf dem Möglichkeitsradar eines Schülers aus Wanne-Eickel auftaucht. Die Hochschulkampagne ist zentraler Teil der noch bis 2012 laufenden „Hochschulinitiative Neue Bundesländer“ und verfolgt das Ziel, die 44 ostdeutschen Hochschulen für zukünftige Studenten attraktiver zu machen. Eine animierte <a href="http://www.studieren-in-fernost.de/maschine/">Studiensuchmaschine</a> u. a. in schuelervz führt Schüler spielerisch an das Thema Studium heran.</p>
<p><strong>Unbekanntes Land</strong></p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-640" src="http://www.die-medienblogger.de/wp-content/uploads/Zittau_1-300x200.jpg" alt="Zittau_1" width="300" height="200" /></p>
<p>Denn für viele Schüler ist der Osten Deutschlands immer noch ein weißer Fleck auf der Landkarte: terra incognita. Ähnlich unentdeckt bleiben auch Unis, die nur auf Messen um Schüler schwärmen, ihre Fänge aber nicht im Netz auswerfen. Wie Urlaubsorte, die im Reiseführer nicht beschrieben werden, bleiben sie Geheimtipps &#8211; allenfalls. Vier Nachwuchsjournalisten-Teams berichteten dazu online über ihre <a href="http://www.youtube.com/watch?v=UuObtu10Kuk&amp;feature=youtube_gdata">Rallye durch den wilden Osten</a> und wie es an Hochschulen in den neuen Bundesländern wirklich aussieht. Denn dass die <a href="http://www.youtube.com/watch?v=vS6g30xmpHM&amp;feature=youtube_gdata">FH Stralsund</a> über einen hochschuleigenen Strand mit Blick auf Rügen verfügt, man von <a href="http://www.flickr.com/photos/studiereninfernost/sets/72157625409464518/">Zittau/Görlitz</a> binnen einer Stunde nach Prag gelangt oder es im <a href="http://www.flickr.com/photos/studiereninfernost/sets/72157623990427542/">Harz</a> zwar beschaulich zugeht, den Studenten aber ein nigelnagelneues Aufnahmestudio zur Verfügung steht, erfährt man halt erst, wenn man sich vor Ort umschaut – oder eben bei facebook vorbeisurft. Und Kontakt aufnimmt.</p>
<p><strong> Studenten kommen in Strömen</strong></p>
<p>Mit den <a href="http://www.schuelervz.net/uni-weimar-gruppe">„Campus-Spezialisten“</a> stehen Studenten der jeweiligen Hochschule in den 42 Hochschulgruppen zukünftigen Kommilitonen Rede und Antwort. Schüler können ihre Fragen direkt an sie richten. Es geht um Bindung. Darum, auch emotionale Aspekte rund ums Studium zu transportieren. Wie ist das Studentenleben in Erfurt, wo kann man in Rostock feiern, wie teuer ist ein WG-Zimmer in Leipzig und was ist eigentlich dran, an diesem <a href="http://www.izles.org/ossi-lied-kai-niemann-3.html">Lied</a>? Alles Fragen, die neben den nicht vom Tisch zu wischenden guten Gründen mit zu einer Entscheidung für oder gegen ein Studium sprechen. Besonders, wenn gleich von mehreren Unis Zulassungsbescheide ins Haus flattern. Da punkten die Hochschulen, mit denen sich die Schüler bereits vernetzt haben. In Sachsen lädt die Uni Leipzig selbstironisch zu Sächsisch-Kursen ein. Und die <a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/nachrichten/#/beitrag/video/1166728/ZDF-heute-journal-vom-17-Oktober-2010">Studenten kommen in Strömen</a>, mehr als je zuvor.</p>
<p>Neulich hat der Präsident der TU München bei der Immatrikulationsfeier dazu aufgerufen, die Uni mit den meisten Fans bei Facebook zu werden. Es galt die RTWH Aachen zu toppen. Gesagt, getan: Innerhalb kurzer Zeit war die TU Numero Uno. Die Erstsemester haben sich einen Spaß daraus gemacht. Der Schneeballeffekt: Freunde stolpern so per Zufall im Netz über die Uni, und haben schon mal von ihr gehört. Zurzeit führt also die TU München das Ranking. Fragt sich nur, wie lange noch. Die ostdeutschen Hochschulen haben mit der <a href="http://www.youtube.com/watch?v=YJ6R85JAyoQ">Aufholjagd</a> begonnen.</p>
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		<title>Harte Häuserfronten</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Nov 2010 10:09:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Timm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Google Street View]]></category>
		<category><![CDATA[Privacy]]></category>
		<category><![CDATA[Privatsphäre]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich spare mir die lange und breite Einleitung. Es ist ohnehin klar worauf ich hinaus will, und es wurde schon 1. zu viel und 2. das Falsche über Google Street View geschrieben. Wir stecken mitten in einer Auseinandersetzung, die einem Grabenkrieg ähnelt. Jasager sind leichtgläubige Technikjunkies, Neinsager sind uncoole Rentner oder übermotivierte Datenschützer. Darauf habe ich keine Lust, auch wenn ich generell die 2. Möglichkeit der Aussage in 1. Variante vertreten würde.
Ich möchte gerne vorspulen zu dem Zeitpunkt, an dem man sich unterhält und sagt &#8220;Weißt du noch damals, als Google gezwungen wurde, einzelne Häuser zu verpixeln?&#8221; &#8211; &#8220;Oh ja,  <a class="more-link" href="http://www.die-medienblogger.de/623/harte-hauserfronten/"><span class="highlighted">&#8230; [Weiterlesen]</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich spare mir die lange und breite Einleitung. Es ist ohnehin klar worauf ich hinaus will, und es wurde schon 1. zu viel und 2. das Falsche über Google Street View geschrieben. Wir stecken mitten in einer Auseinandersetzung, die einem Grabenkrieg ähnelt. Jasager sind leichtgläubige Technikjunkies, Neinsager sind uncoole Rentner oder übermotivierte Datenschützer. Darauf habe ich keine Lust, auch wenn ich generell die 2. Möglichkeit der Aussage in 1. Variante vertreten würde.</p>
<p>Ich möchte gerne vorspulen zu dem Zeitpunkt, an dem man sich unterhält und sagt &#8220;Weißt du noch damals, als Google gezwungen wurde, einzelne Häuser zu verpixeln?&#8221; &#8211; &#8220;Oh ja, damals hat man sogar noch Mäuse benutzt um am PC zu arbeiten!&#8221; &#8211; Mit etwas Abstand, ohne dass ängstliche Zeitgenossen von bösen Google-Autos träumen.</p>
<p>Der aktuelle Zustand ist eine Form des &#8220;<strong>Internet Light</strong>&#8220;, nach dem die deutsche Politik ohnehin strebt. Dass ängstliche Bürger im Einklang gerne Horrormeldungen über Google aufmerksam verfolgen &#8211; geschenkt. <span id="more-623"></span> Ob <a href="http://www.netzpolitik.org/2010/jmstv-meinungsschnippsel-aus-nrw/">Jugendmedienschutzstaatsvertrag</a> (hab ichs richtig geschrieben?), die gute alte #Zensursula-Initiative, <a href="http://www.netzpolitik.org/?s=quality+of+service">&#8220;Quality of Service&#8221; aka &#8220;Netzneutralität wie sie sich Provider vorstellen&#8221;</a> und überhaupt &#8220;rechtsfreier Raum!&#8221; &#8211; die diffuse Angst und daraus folgend Unbeholfenheit der Politik vor dem Internet ist ganz offensichtlich nur die Vorratspackung, von der auch die beim Bürger geschürte Angst vor Street View zehrt.</p>
<p>Mit der Auswirkung, dass nun bei Google jeder einzelne Bürger durch Verpixelungswunsch selbst manifestieren durfte, wie schwer er von Begriff ist. Oder&#8230;? Ach ja, leider nicht, denn natürlich kann Google nur ganze Häuser verpixeln. Sippenhaft verkehrt herum auf eigenen Wunsch also.<br />
Die Frage, warum sich eigentlich jemand erdreistet, sein Möchtegern-Datenschutzgefühl einer ganzen Hausgemeinschaft zu oktroyieren, <a href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2010/11/27/bin-jetzt-bei-panoramio/">stellt Udo Vetter ganz zu Recht im LawBlog</a>.</p>
<p>Zur Klarstellung: Wer begründet gegen Google Street View ist kann das gerne sein, das respektiere ich unter Umständen sogar. Was ich kritisiere, ist das uninformierte Ablehnen allein aufgrund unzähliger paranoider &#8220;<strong>Datenkrake Google!</strong>&#8220;-Titel diverser Publikationen. Fragen mich in Zukunft Menschen nach dem Weg, werde ich ihnen per Google Maps nur weiterhelfen, wenn sie ihr Haus nicht haben verpixeln lassen.<br />
Denn diese Haltung ist nichts anderes als innovationsresistent. Oft waren dazu auf Twitter z.B. Kommentare zu lesen wie<br />
&#8220;<em>Wundert mich, dass sich elektrischer Strom in Deutschland so schnell durchgesetzt hat</em>&#8220;. Dem ist nichts hinzuzufügen.</p>
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		<title>Gummibären hüpfen hier und dort und überall…</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Nov 2010 17:01:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ise</dc:creator>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Comic]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer sich in den letzten zwei Tage bei facebook eingeloggt hat, wird sich vielleicht gewundert haben, warum er statt von den bekannten Fotos plötzlich von den Ducktales, Asterix und Obelix, den Schlümpfen, Lucky Luke, Captain Future, der Gummibärenbande und zahlreichen Anime-Comicfiguren begrüßt wurde. Seit gestern Mittag verbreiten sich die bunten Bilder rasend schnell, meist verbunden mit der Statusmeldung
„Please change your profile picture into your childhood comic hero.”
oder
„Vom 12. bis 18. November solltet ihr euer Profilbild ändern. Nehmt den Comichelden eurer Kindheit &#8230; Ziel des Spiels ist es, keine echten Köpfe mehr auf FB zu sehen sowie eine Woche lang unsere  <a class="more-link" href="http://www.die-medienblogger.de/616/gummibaren-hupfen-hier-und-dort-und-uberall%e2%80%a6/"><span class="highlighted">&#8230; [Weiterlesen]</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer sich in den letzten zwei Tage bei facebook eingeloggt hat, wird sich vielleicht gewundert haben, warum er statt von den bekannten Fotos plötzlich von den Ducktales, Asterix und Obelix, den Schlümpfen, Lucky Luke, Captain Future, der Gummibärenbande und zahlreichen Anime-Comicfiguren begrüßt wurde. Seit gestern Mittag verbreiten sich die bunten Bilder rasend schnell, meist verbunden mit der Statusmeldung</p>
<p align="center">„Please change your profile picture into your childhood comic hero.”</p>
<p align="center">oder</p>
<p align="center">„Vom 12. bis 18. November solltet ihr euer Profilbild ändern. Nehmt den Comichelden eurer Kindheit &#8230; Ziel des Spiels ist es, keine echten Köpfe mehr auf FB zu sehen sowie eine Woche lang unsere Kindheit wieder aufleben zu lassen! Macht mit und lasst es jeden wissen&#8230;“.</p>
<p>Besonders unterhaltsam ist es, neben den lustigen Comicbildern ernste politische Statements zu lesen. Doch warum das Ganze? Und vor allem: Warum machen da eigentlich alle mit?</p>
<p>Das Ziel der Aktion, damit Kindheitserinnerungen zu wecken, wurde auf jeden Fall erreicht. Man wurde an so viele Serien und Filme erinnert, die man niemals aus dem Stehgreif hätte aufzählen können. Wie alles in sozialen Netzwerken ist auch die Wahl des Profilbildes ein Teil der Selbstdarstellung. Mit der Auswahl des Comichelden zeigt man also auch, wie man gesehen werden möchte. Der große Spaß daran ist es, die Figur zu finden, die den eigenen Charakter – vermeintlich – am besten repräsentiert. Deswegen beteiligen sich wahrscheinlich so viele daran. Es ist somit auch nur eine Facette des gesamten Bildes, das man auf seinem Profil darstellt.</p>
<p>Ein tieferer Sinn steckt wohl nicht hinter der Aktion. Muss aber auch nicht. Im Prinzip handelt es sich um eine Art facebook-Flashmob. Die zeichnen sich ja auch üblicherweise dadurch aus, dass sie völlig sinnlos sind und je mehr Leute mitmachen, desto lustiger ist es. Außerdem macht das Einloggen bei facebook so doch großen Spaß. Und spätestens nächste Woche werden die bunten Bilder langsam verschwinden und der graue Alltag wird zurückkehren.</p>
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		<title>Medienblogger reloaded</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Oct 2010 13:36:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfram</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Medienblogger]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Neustart]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Medienblogger sind zurück. Wir haben uns eine Auszeit genommen, um uns neu zu sortieren, Ideen und Konzepte zu diskutieren und uns neu aufzustellen. Wir merken aber zunehmend, dass netzpolitische Debatten in Deutschland eine neue Qualität erhalten haben. Alle Medien &#8211; alt oder neu &#8211; greifen Themen wie Vorratsdatenspeicherung, Netzsperren, Netzneutralität oder Datenschutz im Web zunehmend auf und versuchen Lösungsansätze für diese drängenden Problemstellungen zu diskutieren. Nicht zuletzt durch die Enquete-Kommission &#8220;Internet und digitale Gesellschaft&#8221; werden zentrale Fragen aufgeworfen und zukunftsfähige Lösungen gesucht. Als Medienblogger wollen wir uns auch wieder mehr in diese Diskussion einschalten. Wir wollen unsere Beobachtungen des  <a class="more-link" href="http://www.die-medienblogger.de/563/medienblogger-reloaded/"><span class="highlighted">&#8230; [Weiterlesen]</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Medienblogger sind zurück. Wir haben uns eine Auszeit genommen, um uns neu zu sortieren, Ideen und Konzepte zu diskutieren und uns neu aufzustellen. Wir merken aber zunehmend, dass netzpolitische Debatten in Deutschland eine neue Qualität erhalten haben. Alle Medien &#8211; alt oder neu &#8211; greifen Themen wie Vorratsdatenspeicherung, Netzsperren, Netzneutralität oder Datenschutz im Web zunehmend auf und versuchen Lösungsansätze für diese drängenden Problemstellungen zu diskutieren. Nicht zuletzt durch die Enquete-Kommission &#8220;Internet und digitale Gesellschaft&#8221; werden zentrale Fragen aufgeworfen und zukunftsfähige Lösungen gesucht. Als Medienblogger wollen wir uns auch wieder mehr in diese Diskussion einschalten. Wir wollen unsere Beobachtungen des Web, unsere Erfahrungen und Eindrücke weitergeben und mit euch diskutieren. Aber natürlich bleibt es nicht nur bei der Netzpolitik &#8211; wir schauen auch über den Tellerrand und thematisieren aktuellste Entwicklungen im Bereich der Neuen Medien. Wir freuen uns auf neue spannende Beiträge und Kommentare!</p>
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		<title>Des Pudels Kern bei Streeview</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Aug 2010 08:33:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Carsten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Geotagging]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsquelle]]></category>
		<category><![CDATA[öffentlicher Raum]]></category>
		<category><![CDATA[Privatsphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Streetview]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>

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		<description><![CDATA[Die politische  Diskussion in Deutschland hat in Google Streeview ein Thema gefunden, an  dem sich treffend zeigt, wie intensiv ein Thema öffentlich behandelt  werden kann, ohne zu dessen eigentlichen (diskussionswürdigen) Kern  vorzustoßen.
In der Ausgabe der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom 14. August konnte man lesen, warum einige Bürger gegen Streetview sind. Etwa ein Drittel der Befragten gaben an, daß der Blick in die Wohnung privat sei. Ich habe mich gefragt, ob die Streetview überhaupt jemals gesehen haben.
So unzutreffend die Befürchtung ist, der  Blick in die eigene Wohnung sei nun weltweit freigegeben, so zutreffend  ist es  <a class="more-link" href="http://www.die-medienblogger.de/561/des-pudels-kern-bei-streeview/"><span class="highlighted">&#8230; [Weiterlesen]</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die politische  Diskussion in Deutschland hat in Google Streeview ein Thema gefunden, an  dem sich treffend zeigt, wie intensiv ein Thema öffentlich behandelt  werden kann, ohne zu dessen eigentlichen (diskussionswürdigen) Kern  vorzustoßen.</p>
<p>In der Ausgabe der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom 14. August konnte man lesen, warum einige Bürger gegen Streetview sind. Etwa ein Drittel der Befragten gaben an, daß der Blick in die Wohnung privat sei. Ich habe mich gefragt, ob die Streetview überhaupt jemals gesehen haben.</p>
<p>So unzutreffend die Befürchtung ist, der  Blick in die eigene Wohnung sei nun weltweit freigegeben, so zutreffend  ist es jedoch, daß die Fassade des eigenen Hauses Teil des öffentlichen  Raumes ist und weiterhin bleiben muß.  Denkt man konsequent weiter, was derzeit in der Diskussion mitschwingt,  daß jeder jederzeit ein Widerspruchsrecht auf Veröffentlichung der  Bilder seines Hauses erheben könnte, wäre die Produktion von Filmen,  Postkarten oder Bildbänden über oder im öffentlichen Raum bald passé.</p>
<p>Diese Diskussion ist aber nur ein  Nebenschauplatz. Es geht ja eigentlich nicht um die Veröffentlichung des  zu Recht geschützten privaten Raumes. Die eigentliche Gefahr des systematischen Fotografierens des öffentlichen Raumes lauert im Verborgenen, abseits aller Diskussionen.</p>
<p>Es ist die Basis dessen, worauf Streetview arbeitet, dem <a title="Wikipedia: Geotagging" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Georeferenzierung">Geotagging</a>. Streetview alleine wäre nicht das  Problem, es sind vielmehr die vielen Geotags, die inzwischen so  ziemlich jede Bild- und Ortedatenbank im Internet und offline anbietet.  Der Geotag eines Hauses läßt sich abgleichen mit dem eines Innenraumes,  einer Gartenansicht, eines Satellitenbildes und einer Personenaufnahme,  die von jedem x-beliebigen Menschen hinterlegt worden sein kann.  Verbindet man diese Daten wiederum mit anderen öffentlich  zugänglichen Daten, wird daraus schon mehr als ein bloßes Bild vom Haus.  In Amerika lassen sich dann sogar abschließen die öffentlich  zugänglichen Finanz- und Strafakten von Personen verbinden, wie sie  hiezulande ja nur den entsprechenden Behörden vorliegen.</p>
<p>Von der Neuordnung des digitalen Raumes, wie  sie Ministerin Aigner fordert, muß man ja nicht gerade reden. Aber es  lohnt allemal, sich der Problematik einer wachsenden Informationsflut  und ihrer möglichen Rückschlüsse bewußt zu werden. Ganz ohne ist das  Thema auch wieder nicht.</p>
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		<title>Ist Schirrmacher wirklich so belanglos?</title>
		<link>http://www.die-medienblogger.de/558/ist-schirrmacher-wirklich-so-belanglos/</link>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 16:11:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Carsten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir befinden uns sicherlich zumindest in der Nähe einer Schranke, hinter der unsere Intellekt und die Computerwelt aneinandergeraten. Die immense Quantität der Daten trifft auf die intellektuelle Unfähigkeit des Menschen, dieser Herr zu werden, sie gar zu begreifen. Ergo verlässt sich der Mensch auf die technischen Auswertungen und Lösungsvorschläge und freut sich insgeheim, Entscheidungen abtreten zu können. Soweit muss ich Schirrmacher recht geben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach der Lektüre einiger Rezensionen oder der <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,665806,00.html">Replik von Sascha Lobo</a> auf <a href="http://www.amazon.de/Payback-Informationszeitalter-gezwungen-Kontrolle-zur%C3%BCckgewinnen/dp/389667336X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1263215578&amp;sr=1-1">Frank Schirrmachers Buch „Payback“</a> fragte ich mich, wie weit einige Rezensenten das Buch, über das sie schreiben, eigentlich gelesen haben. Zugegeben, die endlose Liste von Feststellungen, Missständen und Anklagen im ersten Teil ermüdet. Im zweiten Teil wird es aber dagegen erst interessant, viele interessantere Fragen werden aufgeworfen.</p>
<p>Bewegen wir uns auf einen Maschinenfetischismus zu, wie er in Amerika schon länger weilt? Wieviele Entscheidungen lassen wir bereits jetzt von Maschinen treffen? Wir vertrauen voll auf deren richtiges Arbeiten.</p>
<p>Das einfachste Beispiel kommt aus der Analogwelt und ist der Taschenrechner. Was habe ich die Mathelehrer gehasst, die uns den im Unterricht verbaten. Heute kennt jeder die Verzögerungen an der Kasse, die entstehen, weil der Kassenmensch nicht weiß, was er retour geben soll, weil ihm die Kasse das mal nicht anzeigt. Ein anderes sind die Ratingagenturen, deren Wirken eines der Probleme der Finanzkrise war. Sie bewerten Unternehmen und Geschäfte. Alle verlassen sich darauf, auch wenn die Herleitung der Bewertung manchmal zweifelhaft ist. Aber alle sind auf deren Bewertungen angewiesen, weil das Finanzsystem zu unübersichtlich und schnell geworden ist. Wie die Lemminge folgen ihnen alle &#8211; auch in den Abgrund. Selberdenken oder übergreifendes Verstehen der Vorgänge bei den meisten Fehlanzeige.</p>
<p>Die zwei Beispiele lassen sich durchaus auch auf rechnergestützte Entscheidungsprozesse übertragen. Die Frage, die sich mir stellt ist, ob große komplexe Systeme überhaupt als Entscheidungsfinder funktionieren können.</p>
<p>Man stelle sich nur die gegenwärtig ungeheure Datenflut vor, die täglich um den Globus rauscht. Jeder Nutzer erzeugt Daten, die in Nutzerprofilen bspw. bei Google gespeichert werden. Alle haben Angst vor dem gläsernen Nutzer. Bundes-Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger möchte alle Google Dienste beobachten lassen und <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Leutheusser-Schnarrenberger-droht-Google-900142.html">fordert mehr Transparenz</a>.</p>
<p>Die Frage lautet: kann man überhaupt so viele Daten so verarbeiten, dass im Ergebnis etwas Richtiges herauskommt, worauf man sich verlassen kann? Der missglückte Anschlag in Detroit über Weihnachten 2009 lässt mich daran zweifeln. Auch die Sicherheitsdienste der USA leiden unter einer immensen Datenflut, die offenbar nicht zu bändigen ist. Zumindest fallen sogar Topverdächtige offenkundig leicht aus ihr heraus.</p>
<p>Die Auswerter der Drohnenbilder in Afghanistan haben sich jetzt beschwert, dass sie mit der <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,671121,00.html">Auswertung der Datenflut nicht hinterherkommen</a><a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,671121,00.html"></a>. Eine ordentliche Auswertung dauere 20 Jahre – soweit zu den Maßstäben, mit denen wir es zu tun haben. Und Google hat, der Nutzermasse wegen, sicherlich mit noch mehr Daten zu tun.</p>
<p>Wir befinden uns sicherlich zumindest in der Nähe einer Schranke, hinter der unsere Intellekt und die Computerwelt aneinandergeraten. Die immense Quantität der Daten trifft auf die intellektuelle Unfähigkeit des Menschen, dieser Herr zu werden, sie gar zu begreifen. Ergo verlässt sich der Mensch auf die technischen Auswertungen und Lösungsvorschläge und freut sich insgeheim, Entscheidungen abtreten zu können. Soweit muss ich Schirrmacher recht geben.</p>
<p>Wir haben uns z.B. keinen Gefallen damit getan, den Krieg in Afghanistan zu einem rein high-technokratischen Militärereignis werden zu lassen. Viele politische Prozesse, die dieses begleiten hätten müssen, wurden zu Gunsten der Technik und den unerschütterlichen Glauben an ihr Erfolgsversprechen unterlassen. Man kann hier schon von einem Mangel an politischer Intellektualität sprechen, die zu Gunsten technokratischer Hörigkeit nicht zum Einsatz kam.</p>
<p>Bislang haben wir auf derlei Fragen immer nur technische Antworten gegeben, wie etwa: „Das ist jetzt die erste Version, spätere Versionen werden mehr können“ oder „Die Hardwareentwicklung wird eines Tages mehr ermöglichen“, etc. Aber wollen wir das? Sollten wir nicht langsam wieder lernen, selber zu denken und den Computer als sehr hilfreiches Instrument zu betrachten, statt uns an seinen schier endlos scheinenden Möglichkeiten zu berauschen? Es geht nicht darum, den Computer zu degradieren sondern darum, das Denken und Entscheiden nicht noch weiter auszulagern, sondern es als ein menschliches Hoheitsgebiet zu verstehen.</p>
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		<title>Das iPad &#8211; erste Gedanken zu Apples &#8220;magical device&#8221;</title>
		<link>http://www.die-medienblogger.de/539/das-ipad-erste-gedanken-zu-apples-magical-device/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 16:41:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[Bezahlschranke]]></category>
		<category><![CDATA[iPad]]></category>
		<category><![CDATA[iPhone]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Paid Content]]></category>

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		<description><![CDATA[ 
Apples Pressekonferenz der vorletzten Woche hat nicht nur erst Twitter und dann die globale Blogosphäre vibrieren lassen, sondern sie hat vor allem die dauernden Gerüchte um Apples Tablet beendet und endlich Tatsachen sowie eine Diskussionsbasis geschaffen. Abgesehen von den technischen Details, wie dem fehlenden Multitasking oder der nicht vorhandenen Kamera, steht die Frage zur Debatte, ob das iPad das Zeug dazu hat, die Medienwelt nachhaltig zu verändern.
So ganz wird man das &#8220;magical  and revolutionary device&#8221; (Jonathan Ive) zwar erst beurteilen können wenn man es in Händen hält, aber nichtsdestotrotz kann man bereits jetzt über die Plattform iPad und seine  <a class="more-link" href="http://www.die-medienblogger.de/539/das-ipad-erste-gedanken-zu-apples-magical-device/"><span class="highlighted">&#8230; [Weiterlesen]</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-medium wp-image-540 alignleft" title="iPad mit NYT" src="http://www.die-medienblogger.de/wp-content/uploads/ipad_NYTimes-247x300.png" alt="iPad mit NYT" width="203" height="247" /> </p>
<p>Apples Pressekonferenz der vorletzten Woche hat nicht nur erst Twitter und dann die globale Blogosphäre vibrieren lassen, sondern sie hat vor allem die dauernden Gerüchte um Apples Tablet beendet und endlich Tatsachen sowie eine Diskussionsbasis geschaffen. Abgesehen von den technischen Details, wie dem fehlenden Multitasking oder der nicht vorhandenen Kamera, steht die Frage zur Debatte, ob das iPad das Zeug dazu hat, die Medienwelt nachhaltig zu verändern.</p>
<p>So ganz wird man das &#8220;magical  and revolutionary device&#8221; (Jonathan Ive) zwar erst beurteilen können wenn man es in Händen hält, aber nichtsdestotrotz kann man bereits jetzt über die Plattform iPad und seine Anwendungsmöglichkeiten diskutieren.<br />
<span id="more-539"></span><br />
<strong>Lösung für die Medienkrise?</strong></p>
<p>Das iPad nutzt das iPhone-Betriebssystem und der Nutzer hat damit Zugriff auf alle iPhone-Applications. Ebenjene haben bereits auf dem iPhone eine kleine Revolution möglich gemacht: Nutzer waren plötzlich grundsätzlich bereit für werbefreie digitale Nachrichten, z.B. der Welt, zu bezahlen &#8211; obwohl die Inhalte ebenfalls kostenlos im Internet abrufbar sind. Wenn es nach dem Willen der Medienproduzenten geht, soll dieser Weg mit dem iPad weitergegangen werden. Das handliche Produkt und die App-Store Plattform bieten also die lange gesuchte Chance, journalistische Inhalte auf von Nutzern akzeptierte Weise zu verkaufen.</p>
<p>Zu diesem Wandel passt auch die jüngst wieder auflebende Diskussion um Bezahlschranken für bisher kostenlose Webinhalte, wie sie z.B. die New York Times <a title="mehr bei kress.de" href="http://kress.de/tagesdienst/detail/beitrag/102120-bezahlschranken-sollen-im-fruehjahr-fallen-new-york-times-setzt-auf-paid-content.html" target="_blank">einführen möchte</a>. Vertreter eben jenes New Yorker Zeitungshauses waren bei Steve Jobs&#8217; iPad-Vorstellung zu Gast und präsentierten die eigene iPad-App (<a href="http://www.youtube.com/watch?v=6dbNj5XGC14" target="_blank">Videoausschnitt</a>). Über Preismodelle ist zwar noch nichts bekannt, aber klar ist wohl: kostenlos, wie der kleine Bruder auf dem iPhone, wird diese App nicht sein.</p>
<p><strong>Neuer Journalismus?</strong></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/ntyXvLnxyXk&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube.com/v/ntyXvLnxyXk&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Bereits vor Monaten tauchte außerdem dieses Video auf, indem eine interaktive Tablet-Version des US-Magazins Sports Illustrated vorgestellt wird. Beim Betrachten wird schlagartig klar, dass der klassische Journalismus &#8211; so sich denn Produkte wie das iPad durchsetzen werden &#8211; vor einem grundlegenden Wandel stehen könnte. Inhalte für Plattformen, wie das iPad, verlangen die intelligente Kombination aus Text, Bild und Video, verknüpft mit interaktiven Elementen, wie der Einbindung von sozialen Netzwerken. Das alles sollte zudem noch in einem ansprechenden und schicken Design verpackt werden.</p>
<p>iPhone-Apps, wie die der Welt, zeigen, dass auch deutsche Verlage in die Zukunft schauen und die Rankings im App-Store beweisen, dass die Kunden grundsätzlich dazu bereit sind zu zahlen. Klar ist aber auch: es wird nicht reichen, die für die Druckerpresse konzipierten Inhalte eins zu eins in die schöne neue Tablet-Welt zu übertragen. Die Kunden werden nach neuen, wirklich interaktiven Konzepten verlangen &#8211; oder, bei Unzufriedenheit, wieder auf kostenlose Webangebote zurückgreifen. Damit bietet das iPad große Chancen, Medieninhalte völlig neu zu gestalten und neue, interaktive Angebote für die Konsumenten zu schaffen. Gleichzeitig stellt Apple eine akzeptierte Plattform bereit, über die für digitale Medieninhalte bezahlt werden kann.</p>
<p><strong>Alles gut im Tablet-Land?</strong></p>
<p>Trotzdem darf man aber nicht nur in Lobpreisungen auf Apples neuesten Geniestreich verfallen, denn die Beschränkungen, denen das iPad unterliegt, sind erheblich. Zum einen und offensichtlichsten sei hier die mangelnde Flash-Unterstützung genannt, die schon so manchen iPhone-User in die Verzweiflung getrieben hat. Ein Software-Update, welches das Abspielen eben jener Inhalte ermöglicht, ist zwar nicht ausgeschlossen, steht aber auch für das iPhone immer noch aus. Gleichzeitig drängt sich der Gedanke auf, dass Apple bewusst auf eine Implementierung von Adobes Flash verzichten könnte (<a href="http://www.engadget.com/2010/01/28/adobe-on-flash-and-the-ipad-apple-is-continuing-to-impose-rest/" target="_blank">mehr dazu bei engadget</a>).</p>
<p>Ein zweiter Aspekt ist Apples geschlossenes Software-System, das, genau wie beim iPhone, nur die Installation von Programmen aus dem App-Store vorsieht &#8211; und über dessen Inhalte wacht Apple mit Argusaugen. Die Kontrollwut geht dabei so weit, dass die iPhone-App von Stern.de wegen einer &#8220;Erotik-Galerie&#8221; vorübergehend aus dem App-Store <a title="mehr bei Spiegel.de" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/0,1518,663123,00.html" target="_blank">verbannt wurde</a>. Außerdem sind einige Artikel in der Welt-App für die Nutzung über das iPhone gesperrt.</p>
<p>Würde das iPad also zu einer Standard-Plattform für Nachrichtendarstellung und Magazine werden, so hätte Apple über seinen App-Store erheblichen Einfluss auf die Inhalte. Kann es sich ein Verleger dann also nicht mehr erlauben, einen Bericht über eine Akt-Foto-Ausstellung in der Tablet-Version seines Magazins zu veröffentlichen? Über Apples App-Store-Politik wird weiter zu diskutieren sein.</p>
<p>Bleibt auf der Malusseite des iPads noch die Abhängigkeit der Medienhäuser vom Zwischenhändler Apple. Allerdings ist die Etablierung anderer ähnlicher Plattformen denkbar, die Apples Marktmacht zukünftig beschneiden könnte.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Mit dem iPad wagt Apple etwas grundsätzlich neues. Für den Konsumenten ist das iPad eine hervorragende Plattform um auf sämtliche digitale Medieninhalte zuzugreifen: Webseiten, Musik, Filme und Videos, Nachrichten, soziale Netzwerke, Fotos, Hörbücher und sogar eBooks. Der Nachteil ist die Geschlossenheit der Plattform sowohl die Software, als auch viele Inhalte betreffend. Nachrichten-Apps, Spiele, Bücher, Filme und Musik sollen, nach Vorstellung der Firma, hauptsächlich von Apple stammen. Für den Kunden kann das sowohl Vor- als auch Nachteile haben.</p>
<p>Ebenso sieht es auf Seiten der Medienanbieter aus: für eBooks, Apps, Filme und Musik ist Apple der einzige Partner. Er  wickelt die Zahlungen ab, betreibt diese einzigartige Plattform und entscheidet damit auch, wer und was in den Katalog aufgenommen wird.</p>
<p>Damit bleibt es spannend, wie die Medienhäuser die neuen Veröffentlichungsmöglichkeiten nutzen und natürlich auch, wie die Nutzer die neue Medienwelt aufnehmen. Trotz einiger Einschränkungen wird das iPad also viele spannende Möglichkeiten bieten.</p>
<p><em>Bild: Apple.com</em></p>
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		<title>Probieren kostet ja nichts</title>
		<link>http://www.die-medienblogger.de/517/probieren-kostet-ja-nichts/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 00:52:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Timm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Neugierde]]></category>
		<category><![CDATA[Trial & Error]]></category>
		<category><![CDATA[wer nichts wagt der nichts gewinnt]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://www.flickr.com/photos/wfyurasko/3827876748/"><img class="size-full wp-image-531 " src="http://www.die-medienblogger.de/wp-content/uploads/noToll.jpg" alt="noToll" width="540" height="263" /></a><em>Foto von "wfyurasko", genutzt unter CC-Lizenz</em>

Ein ganz, ganz signifikanter Faktor am Social Web ist, dass es immer etwas neues gibt. Sobald ein "etwas" aus der großen Masse des Neuen herausschicht, berichten sehr schnell sehr viele Stellen darüber. Es könnte ja das nächste große Ding sein, "Twitter II" quasi. Es gibt Menschen wie Herrn Schirrmacher, die "da nicht mehr mitkommen", die zur Mäßigung aufrufen und dazu, "den Computer" doch häufiger mal auszuschalten.
Das ist in etwa so, als ob sich der Papst zur neusten Entwicklung auf dem Spirituosenmarkt äußern würde. Da spricht jemand, der mehr Angst als Zuversicht und Ahnung hat. Bedenken an dem ganzen technischen Kram äußern mag von Zeit zu Zeit populär sein, aber "<em>so kommen wir ja nicht weiter</em>", um Franjo Pooth zu zitieren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/wfyurasko/3827876748/"><img class="size-full wp-image-531 " src="http://www.die-medienblogger.de/wp-content/uploads/noToll.jpg" alt="noToll" width="540" height="263" /></a><em>Foto von &#8220;wfyurasko&#8221;, genutzt unter CC-Lizenz</em></p>
<p>Ein ganz, ganz signifikanter Faktor am Social Web ist, dass es immer etwas Neues gibt. Sobald ein &#8220;etwas&#8221; aus der großen Masse des Neuen herausschicht, berichten sehr schnell sehr viele Stellen darüber. Es könnte ja das nächste große Ding sein, &#8220;Twitter II&#8221; quasi. Es gibt Menschen wie Herrn Schirrmacher, die &#8220;da nicht mehr mitkommen&#8221;, die zur Mäßigung aufrufen und dazu, &#8220;den Computer&#8221; doch häufiger mal auszuschalten.<br />
Das ist in etwa so, als ob sich der Papst zur neusten Entwicklung auf dem Spirituosenmarkt äußern würde. Da spricht jemand, der mehr Angst als Zuversicht und Ahnung hat. Bedenken an dem ganzen technischen Kram äußern mag von Zeit zu Zeit populär sein, aber &#8220;<em>so kommen wir ja nicht weiter</em>&#8220;, um Franjo Pooth zu zitieren.<br />
<span id="more-517"></span><br />
Einige neue Dienste, Apps oder Funktionen tauchen auf, und man fragt sich: &#8220;Wofür?&#8221; &#8211; Ein halbes Jahr später ist man begeisterter Benutzer, und denkt sich: &#8220;Hätte ich das mal früher probiert&#8221;<br />
Ich möchte darauf hinaus, dass eine tolle Eigenschaft des Social Web ist, dass jeder alles sofort ausprobieren kann. Geschlossene Betatests sind natürlich ausgenommen, aber so häufig sind diese auch nicht. Im Kontrast zum neuen Siebener oder A8, den verschiedene Magazine mit verschiedenen Autoren mit subjektiven Meinungen antesten, kann man sich bei neuen Diensten meist vollkommen kostenlos anmelden, oder zumindest Programme als kostenlose Version mit Werbung testen. Nun schließt sich der Kreis zu der etwas allein stehenden Einleitung: Statt sich durch überschwängliche und im Ton gefärbte Berichterstattung verrückt machen zu lassen, kann der gewiefte User den Dienst selber ausprobieren.</p>
<p><strong>Nicht zu früh debattieren</strong><br />
Anstatt wochenlang eine groß angelegte Grundsatzdebatte darüber zu führen, was man denn braucht und was man nicht braucht, kann man es einfach ausprobieren. Das geht schneller, als das Ende der eben genannten Debatte abzuwarten, und man ist am Ende sogar eine eigene Einschätzung reicher.<br />
Denkt man an die Aufregung zurück, die herrschte als Twitter nach Europa schwappte: Unglaublich. Ich möchte nicht wissen, wie wenige Wörter diejenigen auf Twitter gelesen haben, die sich sehr wortreich über die Unnötigkeit einer 140 Zeichen-Nachricht ausgelassen haben.</p>
<p>Es ist, als fragte ein reiner E-Mail-Schreiber, wozu er denn einen Instant Messenger benötige. Die Mail koste ja maximal 3 Klicks mehr. Die Zeitspanne in der man sich vom Schock einer solchen Frage erholen muss, ist ungefähr dieselbe wie die, in der der Fragende den Unterschied erkennen würde.</p>
<p>Damit möchte ich nicht sagen, dass nichts und gar nichts aus der Masse von Technologie und Social Media hinterfragt werden darf, ganz im Gegenteil! Eine sinnvolle Debatte kann jedoch nur dann stattfinden, wenn alle Beteiligten wissen wovon Sie reden.</p>
<p>Es geht los, wenn Menschen fragen &#8220;<em>Wofür brauche ich denn das iPad?</em>&#8220;, und dabei vergessen, dass sie vor 2,5 Jahren beim iPhone die gleiche Frage gestellt haben (Danke für diesen Gedankengang, Johannes Schardt! Beinhaltender Artikel auf Spreeblick: <a href="http://www.spreeblick.com/2010/02/01/willkommen-in-der-minderheit/">Willkommen in der Minderheit</a>).<br />
Was in der Zwischenzeit geschehen ist, sollte Antwort genug sein.</p>
<p>Gut, bei Hardware greift mein Beispiel nicht, denn das iPad ist wie ein A8 weder kostenlos noch spontan auszuprobieren. Nichts desto trotz: Mehr Offenheit und Gelassenheit im Umgang mit Innovationen und vermeintlichen solchen kann auf gar keinen Fall schaden. Unglaublich und unfassbar schnell ist der technische Fortschritt ohnehin, um ihn begreifen und nutzen zu können muss man ihn zuallererst zulassen.<br />
Um z.B. Linux auszuprobieren, muss man nur ein Mal über seinen Schatten springen und eventuelle frühere, negativ in Erinnerung gebliebene Erfahrungen mit der vernünftigen Begründung beiseite schieben, dass sich die Umstände inzwischen verbessert haben könnten. Um eine meiner Lieblingsserien (wenn auch etwas aus dem Zusammenhang gerissen) zu zitieren: &#8220;<em>I question everything, it&#8217;s very healthy.</em>&#8221;</p>
<p><strong>Einstellung</strong><br />
Es ist ganz ähnlich wie bei Jugendlichen, die angeblich keine Erbsen oder keine Tomaten mögen. Die Wahrheit ist nämlich, dass sie es 1. nicht wissen und 2. nicht wissen können. Im Ernst: Erbsen. Tomaten. Soweit kann man sich jawohl im Griff haben, man muss das Gemüse ja nicht unbedingt lieben. Doch wird aus jedem &#8220;<em>Ich mag gerade nicht so gerne</em>&#8221; ein &#8220;<em>Ich möchte nie wieder probieren</em>&#8220;, verpasst man mehr als man kennen lernen kann.<br />
Hier komme ich, und dabei überrasche ich mich selbst, zu einem Kern jeder Erziehung: Dass frühere Meinungen und Urteile sehr wohl zu überprüfen sind, und man die Umwelt als sich änderndes Gefüge begreift, ist jawohl wesentlich für das eigene Vorankommen und die persönliche Entwicklung.</p>
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		<title>Facebook &amp; Twitter im Fluss der Zeit</title>
		<link>http://www.die-medienblogger.de/435/facebook-twitter-im-fluss-der-zeit/</link>
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		<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 19:09:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Timm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Privacy]]></category>
		<category><![CDATA[Privatsphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Social Networks]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[<img class="size-full wp-image-451" src="http://www.die-medienblogger.de/wp-content/uploads/TwFB.png" alt="TwFB" width="540" height="180" /><em>Evan Williams (Twitter) und Mark Zuckerberg (Facebook). Fotos genutzt unter verschiedenen CC-Lizenzen.
</em>
<p style="text-align: left">Es ist eine Weile vergangen, seit Twitter das letzte Mal im Zuge der Proteste im Iran großformatig von den klassischen Medien wie Zeitungen und Fernsehen betrachtet wurde. Weniger panische Meldungen, weniger "Was soll ich mit 140 Zeichen", sehr angenehm.
Facebook war schon so lange nicht mehr in den klassischen Medien ein großes Thema, dass ich mich nicht einmal mehr an den letzten Grund erinnern kann. Gut, es mag irgendeine Millionen-Schwelle der Nutzerzahlen in Deutschland gewesen sein.

Lange nichts passiert bei zwei der prägendsten Dienste (Das Jahr 2009 betrachtet) des Web2.0? Mitnichten. Zeit für eine Bestandsaufnahme.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-451" src="http://www.die-medienblogger.de/wp-content/uploads/TwFB.png" alt="TwFB" width="540" height="180" /><em>Evan Williams (Twitter) und Mark Zuckerberg (Facebook). Fotos genutzt unter verschiedenen CC-Lizenzen.<br />
</em></p>
<p style="text-align: left">Es ist eine Weile vergangen, seit Twitter das letzte Mal im Zuge der Proteste im Iran großformatig von den klassischen Medien wie Zeitungen und Fernsehen betrachtet wurde. Weniger panische Meldungen, weniger &#8220;Was soll ich mit 140 Zeichen&#8221;, sehr angenehm.<br />
Facebook war schon so lange nicht mehr in den klassischen Medien ein großes Thema, dass ich mich nicht einmal mehr an den letzten Grund erinnern kann. Gut, es mag irgendeine Millionen-Schwelle der Nutzerzahlen in Deutschland gewesen sein.</p>
<p>Lange nichts passiert bei zwei der prägendsten Dienste (Das Jahr 2009 betrachtet) des Web2.0? Mitnichten. Zeit für eine Bestandsaufnahme. War Twitter eine Eintagsfliege? Was macht Facebook, außer zu wachsen?<br />
<span id="more-435"></span><br />
<strong>Twitter</strong><br />
Vor einiger Zeit führte Facebook in seinen Statusupdates die Option ein, Freunde zu &#8220;markieren&#8221;. Jüngst <a href="http://www.querbeet-deluxe.com/2009/12/facebook-andert-privatsphare-einstellungen/">setzte Facebook, vom Großteil der Nutzerschaft sicher unbemerkt, &#8220;öffentlich&#8221; als neue Standardeinstellung</a> für Statusupdates.</p>
<p>Dies sind Vorgänge, die Facebooks Orientierung in Richtung Twitter offensichtlich machen. Doch (sehr zu unserem Glück, aber dazu komme ich später noch) wird auch bei Twitter wird nicht geschlafen. Und ich meine nicht nur den <a href="http://www.techcrunch.com/2009/11/16/twitters-new-headquarters-as-shown-off-by-employees-pictures/">Umzug ins neue HQ</a>.</p>
<p>Der <a href="http://www.querbeet-deluxe.com/2009/09/tweetdeck-facebook-twitter/">Wunsch nach Neuerungen</a> wurde fürs Erste befriedigt: So gibt es <strong>Listen</strong>, auf denen man Twitterer einer Rubrik zusammenfassen kann. Quasi Followerempfehlungen à la &#8220;Für diesen und jenen Bereich empfehle ich diese und jene Twitterer&#8221;. Es ist ein bisschen wie die Dienst-Eigene Nachfolge des #FollowFridays (#ff).</p>
<p style="text-align: left">Und noch ein von den Nutzern eingeführter Mechanismus hat endlich den Sprung hin zu einer &#8220;offiziellen&#8221; Twitter-Funktion bekommen: Der <strong>Retweet</strong> (RT).<br />
Beispiel: Ein Twitterer, dem ich followe retweetet einen Tweet. &#8211; Scharfer Satz, oder?<br />
Alter Mechanismus: Ich kann an einem fetten &#8220;RT&#8221; im Tweet erkennen, dass der Tweet im Original einen anderen Verfasser hat.<br />
Neuer Mechanismus: In meiner Timeline läuft der Tweet auf, obwohl ich dem verfassenden Twitterer gar nicht followe. Hinzugefügt wird lediglich ein kleines &#8220;<em>Retweeted by [Twitterer, dem ich followe]</em>&#8221;</p>
<p>Das sieht dann so aus:<br />
<a href="http://twitter.com/Jungle_World/status/7626018505"><img class="aligncenter size-full wp-image-445" src="http://www.die-medienblogger.de/wp-content/uploads/BeispielRT.jpg" alt="BeispielRT" width="397" height="62" /></a></p>
<p>Ob, inwieweit oder wann Twitter &#8220;richtig&#8221; im Mainstream ankommen wird, ist fraglich. Womöglich ist es dem Großteil der User etwas zu kryptisch, etwas zu &#8220;Linux&#8221;, dieser Service mit einzelnen Meldungen femder Menschen. Was ich aber festhalten muss: Für den Digital Native ist Twitter <a href="http://www.urbandictionary.com/define.php?term=imo">imo </a>in jedem Fall ein Gewinn.</p>
<p><strong>Facebook</strong><br />
Während Twitter langsam, aber sicher neue Features hinzufügt, entwickelt Facebook sich langsam aber ebenso sicher zum Rivalen für Google, geht es um die Krone der &#8220;Datenkrake&#8221;.<br />
Die &#8220;Reform&#8221; der Privatsphäre-Einstellungen erwähnte ich bereits oben. Brandaktuell ist die neue &#8220;Gib uns dein Adressbuch und <a href="http://www.querbeet-deluxe.com/2010/01/facebook-pusht-unsere-toleranz/">wir machen damit was wir möchten&#8221;-Funktion der aktualisierten iPhone-App</a>.<br />
Achtung: Nein, Holtzbrink hat Facebook nicht übernommen.<br />
Ich möchte den Teufel nicht an die Wand malen, aber Interviews wie <a href="http://therumpus.net/2010/01/conversations-about-the-internet-5-anonymous-facebook-employee/?full=yes">dieses</a>, dessen Echtheit jedoch zweifelhaft ist, geben einem das, was man wohl ein &#8220;schlechtes Gefühl dabei&#8221; nennt. &#8220;Dabei&#8221; mag dann so ziemlich alles sein, was man bei Facebook so tut. TechCrunch <a href="http://www.techcrunch.com/2010/01/11/rumpus-facebook-privacy/">macht sich Gedanken</a> zu dem zweifelhaften Interview.<br />
Doch zurück zu vollkommen begründeter Argumentation: Ob &#8220;Live-Meldungen&#8221; oder Privatsphäre: Facebook scheint sehenden Auges <a href="http://www.querbeet-deluxe.com/2009/12/facebook-andert-privatsphare-einstellungen/">sämtliche Kritik</a> zu ignorieren. </p>
<p>Das ist umso ärgerlicher, da Facebook unter der weiß-blauen Haube vor allem technisch einiges zu bieten hat. Kennen Sie &#8220;<strong>Connect with Facebook</strong>&#8221; bzw. &#8220;<strong>f connect</strong>&#8220;? Es ist eine Funktion, die es Nutzern erlaubt, sich auf unterstüzenden Websites per Klick mit ihrem FB-Account einzuloggen. Es wird einfach auf den Browser gespeicherten Facebook-Cookie zugegriffen, fertig ist die Laube.<br />
Damit senken Websites die Hemmschwelle für neue User um Einiges. Statt sich einen neuen Account anzulegen, kann der geneigte Neu-User einfach den blauen Button mit weißem f benutzen.<br />
Ganz zu schweigen von dem Potenzial, von dem wir noch nichts merken. So kaufte Facebook vor einer Zeit den Echtzeitdienst &#8220;FriendFeed&#8221;. Seitdem wartet jeder technisch ausgerichtete Nachrichtendienst auf die Ankündigung Facebooks, ab sofort komplett in Echtzeit abzulaufen.</p>
<p>Die <strong>technische Ausgereiftheit</strong> ist es, die Facebook gefährlich macht. Denn je obligatorischer eine Verlinkung zu Facebook und die Nutzung der passenden Features, desto schwieriger wird es. Nämlich, das Loch im Netzwerk, das Facebook hinterlassen würde, auszugleichen.<br />
Unzählige Links, eingebettet in heimelige Kommentare hunderter ge&#8221;friend&#8221;eter Bekannter, unsägliche Spielanwendungen mit passender Werbung in der Seitenleiste und Fanseiten, die Plattformen für Pressemitteilungen -jedoch direkt an User- sind.<br />
Ich finde gerade keine Statistik dafür, aber Facebook dürfte so etwas wie der weltweit größte usergepflegte Aggregator für Links sein, über den User andere Seiten besuchen.</p>
<p>Falls Facebook privatsphäretechnisch ein für alle Mal über die Stränge schlägt, und momentan fehlt bis dahin nicht viel, kann man nur hoffen, dass andere Netzwerke nachwachsen und zu Alternativen werden. Twitter ist für die Aggregierung von Informationen, die den Namen auch verdienen momentan ohnehin besser. Für den kompletten FB-Ersatz hat es jedoch keine ausreichend große Nutzerschaft &#8211; leider, aber leider wohl auch auf absehbare Zeit.</p>
<p><strong>Status</strong><br />
Ich stelle fest: Twitter ist nach dem Hype nicht verschwunden, ganz im Gegenteil. Facebook verliert Nutzerdaten zwar nicht ungewollt wie die VZ-Netzwerke, aber legt bei aller Professionalität ein unheimliches Gebaren an den Tag.</p>
<p>Die Quellen für das Titelfoto:<br />
<a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Evan-Williams.jpg&amp;filetimestamp=20080620050116">Evan Williams @Wikipedia</a><br />
<a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Mark_Zuckerberg_-_South_by_Southwest_2008_-_5.jpg">Mark Zuckerberg @Wikimedia Commons</a></p>
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