Medienkompetenz

Probieren kostet ja nichts

Timm | 8. Februar 2010, 1:52 Uhr

noTollFoto von “wfyurasko”, genutzt unter CC-Lizenz

Ein ganz, ganz signifikanter Faktor am Social Web ist, dass es immer etwas neues gibt. Sobald ein “etwas” aus der großen Masse des Neuen herausschicht, berichten sehr schnell sehr viele Stellen darüber. Es könnte ja das nächste große Ding sein, “Twitter II” quasi. Es gibt Menschen wie Herrn Schirrmacher, die “da nicht mehr mitkommen”, die zur Mäßigung aufrufen und dazu, “den Computer” doch häufiger mal auszuschalten.
Das ist in etwa so, als ob sich der Papst zur neusten Entwicklung auf dem Spirituosenmarkt äußern würde. Da spricht jemand, der mehr Angst als Zuversicht und Ahnung hat. Bedenken an dem ganzen technischen Kram äußern mag von Zeit zu Zeit populär sein, aber “so kommen wir ja nicht weiter“, um Franjo Pooth zu zitieren.

Klassische Medien, nicht-klassische Themen: Keine gute Kombination

Timm | 12. Januar 2010, 10:00 Uhr

oder So schlecht ist das Nexus One nicht, aber das ist gar nicht der springende Punkt

NewsScooterResBild von Ed Yourdon, genutzt unter CC-Lizenz

Es gibt Technikfreaks, und es gibt Technikinteressierte. So gibt es in jedem Bereich richtige Profis und, sagen wir mal, “ambitionierte Normalos”. Es ergibt sich auf diese Weise häufig ein schöner Kreislauf, den wir auch als Erfahrungsaustausch kennen.

Wünscht man sich Journalisten, die in der Erfahrungsaustausch-Hierarchie unter einem stehen? Nicht wirklich.

Medien als Beruf?

Franzi | 11. Januar 2010, 17:16 Uhr

Beruf – Berufung – Profession … diese Begriffe scheinen für traditionelle – und jetzt muss ich das Wort benutzen – Berufe zu gelten, aber treffen nicht unmittelbar auf Medienberufe zu. Natürlich gibt es diverse Tätigkeiten, die sich bereits soweit etabliert haben, sodass man von einem Beruf sprechen kann, aber gerade im Online-Bereich sind die Grenzen vage und verwischt. Das Tätigkeitsfeld des Journalismus scheint klar definiert – gilt dies aber auch für den Online-Journalismus? Oder sind Online-Journalisten keine echten Journalisten – oder einfach andere? Dann müsste aber auch die Bezeichnung anders sein. Für Werber und PRler gilt dies noch mehr, denn … [Weiterlesen]

Springer läuft auf den Holzweg

Timm | 21. Dezember 2009, 20:26 Uhr

Letzte Woche, bam! ganz plötzlich, war der Großteil des Inhalts von abendblatt.de, der Homepage des Hamburger Abendblatts, nicht mehr kostenlos abrufbar.
Lediglich Abonnenten können weiterhin auf alle Artikel zugreifen, oder aber Menschen die für 7,95€ monatlich zu Online-Abonnenten werden möchten.
Die Springer AG zieht Läufer um Läufer aus ihrem Angebot vor in die Offensive gegen die im Internet herrschende “Freibiermentalität”. Stefan Niggemeier kritisiert diesen Schritt und speziell dessen Rechtfertigung vonseiten des Abendblatts scharf auf seinem Blog: Aussichtslos, selbstmörderisch, unverschämt.

Neckisches Detail: Nicht einmal der Erwerb einzelner Artikel auf abendblatt.de ist möglich. Man kauft einen ganzen Monat, oder gar nichts. Das scheint kaufmännischer Unsinn zu sein, und ist es wohl auch – das ist Springer aber egal.
Und ganz nebenbei einmal gesagt: Abendblatt? Qualität? Ein durchschnittlich begabter Mittelstüfler vor einem dpa-Ticker schreibt wahrscheinlich bessere “Berichte”.

Warum uns das Thema "Medienkompetenz" wichtig ist

Wolfram | 23. Oktober 2009, 15:16 Uhr

Bildung ist Grundlage für eigenverantwortliches Handeln und  für politische Beteiligung. Und mehr denn je werden neue Medien zentraler Bestandteil von Bildung. Sie vermitteln nicht nur den Zugang zu Bildung, sondern speichern und verwalten zusammengestelltes Wissen. Der sichere Umgang mit dem Internet wird zu einer Basis-Kompetenz. Wer in der Handhabung der neuen Medien nicht geschult ist, wird in den kommenden Jahren einen entscheidenden Wettbewerbsnachteil haben. 
Zu den elementaren Grundvoraussetzungen gehört die Erlangung einer Grundqualifikation, einer Medienkompetenz, die eine Teilnahme am öffentlichen Leben und der Kommunikation in der Informationsgesellschaft erst ermöglicht. Es gilt darum, nicht nur den Zugang zu Computern zu besitzen, sondern … [Weiterlesen]