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	<title>Die Medienblogger &#187; Medienkompetenz</title>
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		<title>Medienklassen &#8211; Der Unterricht von morgen?</title>
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		<pubDate>Fri, 06 May 2011 10:30:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Archenhold Oberschule]]></category>
		<category><![CDATA[Medienklasse]]></category>
		<category><![CDATA[Unterricht]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Medienklasse ist keine Zukunftsmusik mehr. Es gibt sie auch heute schon, z.B. an der Archenhold Oberschule in Berlin. In einer Gesprächsrunde mit Herrn Uhlig, dem Direktor der Schule, Frau Mieke Senftleben, Sprecherin der FDP-Fraktion für Bildung, Familie und Religionsgemeinschaften im Berliner Abgeordnetenhaus und den Berliner JuLis haben wir erste Ergebnisse aus dem Miteinander in einer solchen Klasse zusammentragen können.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px;font: 12.0px Helvetica"><span style="color: #333233"><span style="letter-spacing: 0.0px color"><strong>Die Medienklasse ist keine Zukunftsmusik mehr. Es gibt sie auch heute schon, z.B. an der </strong></span><span style="letter-spacing: 0.0px color"><a title="Medienklasse Archenhold Oberschule" href="http://beta.archenhold.de/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=255&amp;Itemid=454" target="_blank"><strong>Archenhold Oberschule</strong></a></span><span style="letter-spacing: 0.0px color"><strong> in Berlin. In einer Gesprächsrunde mit Herrn Uhlig, dem Direktor der Schule, Frau Mieke Senftleben, </strong></span><span style="letter-spacing: 0.0px"><strong>Sprecherin der FDP-Fraktion für Bildung, Familie und Religionsgemeinschaften im Berliner Abgeordnetenhaus und den Berliner JuLis haben wir erste Ergebnisse aus dem Miteinander in einer solchen Klasse zusammentragen können.</strong></span></span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px;font: 12.0px Helvetica;color: #333233"><span style="letter-spacing: 0.0px"> </span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px;font: 12.0px Helvetica;color: #333233"><span style="letter-spacing: 0.0px"><em>Wie sieht diese Medienklasse aus? </em></span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px;font: 12.0px Helvetica;color: #333233"><span style="letter-spacing: 0.0px">Es gibt sie ganz neu seit dem Schuljahr 2010/2011 und sie soll auch in den nächsten Jahren entstehen. In der Medienklasse sitzen die Schüler nun nicht einfach nur mit Geodreieck, Stift und Zetteln, sondern sie arbeiten an ihren Netbooks. Diese Netbooks werden von den Eltern finanziert. Es gab auch die Möglichkeit bei fehlenden finanziellen Mitteln eines der zwei Kontingente zu bekommen, welche aus externen Quellen finanziert wurden. Die Schüler lernen nach den geltenden Rahmenlehrplänen. Sie rechnen ihre Aufgaben zunächst im Kopf bzw. mit dem Taschenrechner, schreiben ihre Aufsätze mit dem Stift, malen mit dem Pinsel&#8230; Der entscheidende Unterschied ist, dass sie all das parallel auch am Computer ausprobieren, immer unter der Fragestellung: „Wann nutze ich lieber den Computer und wann schreibe ich ganz analog mit dem Stift?“ So malen die Schüler einerseits ein Stillleben mit dem Pinsel und üben dann mit einem Grafikprogramm, wie man am Computer Tiefe und andere Effekte erzeugen kann. Dazu müssen sie sich Bilder aus dem Internet herunterladen und lernen nebenbei etwas über das Copyright. So ungefähr funktioniert die Medienklasse. Ein super Konzept, aber wo Sonne ist, da ist auch Regen. </span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px;font: 12.0px Helvetica;color: #333233"><span style="letter-spacing: 0.0px"> </span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px;font: 12.0px Helvetica;color: #333233"><span style="letter-spacing: 0.0px">Auch die Medienklasse muss in den kommenden Jahren einige Hürden meistern, um den problemlosen Unterrichtsablauf zu garantieren. So ist es natürlich so, dass in mancherlei Hinsicht die Kinder den Lehrern erzählen, wie ein Programm funktioniert. Die Kompetenz der Lehrer stellt also eine dieser Hürden dar, der man im Moment mit Tandems für die innerschulische Weiterbildung entgegnet. Außerdem kommt es natürlich zu Problemen, wenn 30 Schüler über einen einzigen W-Lan Router online gehen. Da sind dann schon mal 15 Minuten des Unterrichts passé, bis jemand den Router neu gestartet hat. Außerdem stellt das Arbeiten mit dem Computer eine Zusatzbelastung dar, die eben neben dem normalen Unterricht zusätzlich geschafft werden muss. Da sich also in dieser Klasse nur sehr gute Schüler befinden, wird die Medienklasse von den anderen Schülern mit Missgunst beäugt.</span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px;font: 12.0px Helvetica;color: #333233"><span style="letter-spacing: 0.0px"> </span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px;font: 12.0px Helvetica;color: #333233"><span style="letter-spacing: 0.0px">Allerdings gibt es keinen Medienkompetenzunterricht, der Datenschutz und Persönlichkeitsrechte näher bringt und sich weniger um die technische Medienkompetenz dreht. Sowohl Frau Senftleben als auch Herr Uhlig waren dafür, diese Art der Medienkompetenz eher im Ethikunterricht zu besprechen. Dabei gab es eine hübsche aber auch alarmierende Geschichte zu erfahren: Ein Lehrer (nicht an der Archenhold Oberschule) hatte alle Fotos, die er von seinen Schülern für jedermann sichtbar online in sozialen Netzwerken finden konnte, ausgedruckt und vorrangig die fiesen Fotos morgens auf der Tafel drapiert. Die Schüler empörten sich darüber, warum hier Fotos der letzten wilden Party dabei waren und nun der ein oder andere entblößt vor allen völlig betrunken an der Tafel hing. Solche Aha-Erlebnisse scheinen die Schüler zum Nachdenken anzuregen. Diese Schüler werden an demselben Tag ihre Privatsphäreeinstellungen überprüft haben.</span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px;font: 12.0px Helvetica;color: #333233"><span style="letter-spacing: 0.0px"> </span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px;font: 12.0px Helvetica;color: #333233"><span style="letter-spacing: 0.0px">Ich finde die Medienklasse einen Schritt in die richtige Richtung. Schlimm, dass die Schulen diesen Schritt erst jetzt wagen, aber dafür eigenverantwortlich. Außerdem fehlt es an der ganzheitlichen Unterrichtung von Medienkompetenz. Ein erster Schritt ist gemacht, viele andere müssen folgen! </span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px;font: 12.0px Helvetica;color: #333233"><span style="letter-spacing: 0.0px">Was haltet ihr von einer solchen Medienklasse?</span></p>
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		<title>Medienkompetenz, das Wort der tausend Bedeutungen?</title>
		<link>http://www.die-medienblogger.de/688/medienkompetenz-das-wort-der-tausend-bedeutungen/</link>
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		<pubDate>Fri, 15 Apr 2011 14:41:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[Beobachtet man dieser Tage die Welt der Netzpolitik aufmerksam, so fällt auf, dass sich vor allem ein Wort inflationär seinen Weg in die Ungenauigkeit bahnt: Medienkompetenz. Was ist damit eigentlich gemeint? Und muss man schon kompetent sein oder muss man es werden, damit man sich mit diesem Wort schmücken darf? Die Kritik geht nicht dahin, eine wissenschaftlich-lexikalisch anmutende Wortdefinition vorzunehmen, um Klarheit zu schaffen. Vielmehr geht es darum, einen wenigstens weitgehend homogenen Inhalt zu vermitteln. Ansonsten verpufft die vermeintliche Alltagstauglichkeit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Beobachtet man dieser Tage die Welt der Netzpolitik aufmerksam, so fällt auf, dass sich vor allem ein Wort inflationär seinen Weg in die Ungenauigkeit bahnt: Medienkompetenz. Was ist damit eigentlich gemeint? Und muss man schon kompetent sein oder muss man es werden, damit man sich mit diesem Wort schmücken darf? Die Kritik geht nicht dahin, eine wissenschaftlich-lexikalisch anmutende Wortdefinition vorzunehmen, um Klarheit zu schaffen. Vielmehr geht es darum, einen wenigstens weitgehend homogenen Inhalt zu vermitteln. Ansonsten verpufft die vermeintliche Alltagstauglichkeit.</p>
<p>Die vielfach hinter dem Wort verstandene Botschaft heißt: „Bitte, liebe Kinder, geht bewusster mit dem Einspeisen von Daten im Internet um.“ Aber ist das die ganze Lösung? Mitnichten. Es ist nicht weitreichend genug, immer nur davon auszugehen, dass beispielsweise die ausgedehnte Nutzung von Social Networks nur Kinder und Jugendliche betrifft. Kompetenz im Umgang mit Medien heißt mehr als nur die Fähigkeit von Kindern und Jugendlichen mit ihren Daten bewusst umzugehen. Denn erstens sind Medien die Gesamtheit aller Kommunikationsmittel und nicht nur das Internet. Sonst müsste man den Begriff in Webkompetenz umtaufen. Zwar ist mit Medienkompetenz vornehmlich die Nutzung neuer Medien gemeint, aber das schließt alte Medien nicht aus. Man macht sich auch heute noch regelmäßig Gedanken über die richtige Vermittlung des Fernsehprogramms. Und zweitens stellt sich die Frage, warum immer hauptsächlich den Jüngeren in der Gesellschaft eine implizite Inkompetenz aufgrund ihrer mangelnden Lebenserfahrung zugesprochen wird.  Alter und Lebenserfahrung machen im Umgang mit Medien nicht automatisch kompetenter. Wie man auch Kompetenz im Medienbereich vermittelt: Sie sollte sich an die gesamte Gesellschaft richten. Die Kernfrage ist: Wie kompetent muss ein Kompetenzträger sein, um ganzheitliche Medienkompetenz vermitteln zu können? Diese Frage bezieht sich vor allem auf den pädagogischen Teil der Vermittlung.</p>
<p>Passt man nicht auf, driftet die Diskussion in die falsche Richtung. Digital Natives wachsen heute wie selbstverständlich mit Neuen Medien auf. Sie bekommen den kompetenten Umgang im technischen Sinne somit regelrecht in die Wiege gelegt. Nur fehlt ihnen unter Umständen die Kompetenz, ihr technisches Know-how angemessen einzusetzen, ohne zu viel von sich preiszugeben. Allerdings unterliegt das keiner kausalen Logik. Nicht jeder jüngere Mensch, auch kein Großteil, geht immer und überall leichtfertig mit empfindlichen persönlichen Daten um. Umgekehrt ist die ältere Generation erst in die Neue-Medien-Welt hineingewachsen und wächst nicht so rasch mit den ständigen Neuerungen mit. Auch manchen Erwachsenen muss daher erst eine gewisse Kompetenz vermittelt werden.</p>
<p>Bedenkt man den formellen, pädagogischen Teil, so ist klar, dass sich sicher keine Jugendlichen dauerhaft und institutionalisiert in schulartigem Unterricht vor Erwachsene zum Lehren stellen werden. Aber man sollte es bei der Thematik auch nicht immer so dastehen lassen, als würden unmündige Kindergartenkinder auf greisenhafte Weise treffen. Es besteht eine wechselseitige Abhängigkeit. Beide Seiten können voneinander lernen.</p>
<p>Es werden jetzt die Grundsteine gelegt für künftige Generationen, damit der bewusste Umgang mit dem Internet im Generellen und mit den eigenen Daten im Internet im Speziellen zur Normalität wird. Das ist der pädagogisch-formelle Teil. Demgegenüber steht der freiwillig-informelle Teil. Er ist der viel wichtigere Teil, weil er die Kraft der Eigenmotivation aller Beteiligten zu bewusstem Umgang mit ihrem Umfeld in sich trägt – ob online oder offline. Medienkompetenz hat viel mit Erziehung zu tun und Erziehung findet nicht in einer Einbahnstraße von oben nach unten bei absteigender Wichtigkeit mit sinkender Anzahl von Lebensjahren statt. Nur wenn jeder offen für Erziehung zu Kompetenzen ist, lassen sich die Herausforderungen der Informationsgesellschaft bewältigen.</p>
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		<title>Probieren kostet ja nichts</title>
		<link>http://www.die-medienblogger.de/517/probieren-kostet-ja-nichts/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 00:52:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Timm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Neugierde]]></category>
		<category><![CDATA[Trial & Error]]></category>
		<category><![CDATA[wer nichts wagt der nichts gewinnt]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://www.flickr.com/photos/wfyurasko/3827876748/"><img class="size-full wp-image-531 " src="http://www.die-medienblogger.de/wp-content/uploads/noToll.jpg" alt="noToll" width="540" height="263" /></a><em>Foto von "wfyurasko", genutzt unter CC-Lizenz</em>

Ein ganz, ganz signifikanter Faktor am Social Web ist, dass es immer etwas neues gibt. Sobald ein "etwas" aus der großen Masse des Neuen herausschicht, berichten sehr schnell sehr viele Stellen darüber. Es könnte ja das nächste große Ding sein, "Twitter II" quasi. Es gibt Menschen wie Herrn Schirrmacher, die "da nicht mehr mitkommen", die zur Mäßigung aufrufen und dazu, "den Computer" doch häufiger mal auszuschalten.
Das ist in etwa so, als ob sich der Papst zur neusten Entwicklung auf dem Spirituosenmarkt äußern würde. Da spricht jemand, der mehr Angst als Zuversicht und Ahnung hat. Bedenken an dem ganzen technischen Kram äußern mag von Zeit zu Zeit populär sein, aber "<em>so kommen wir ja nicht weiter</em>", um Franjo Pooth zu zitieren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/wfyurasko/3827876748/"><img class="size-full wp-image-531 " src="http://www.die-medienblogger.de/wp-content/uploads/noToll.jpg" alt="noToll" width="540" height="263" /></a><em>Foto von &#8220;wfyurasko&#8221;, genutzt unter CC-Lizenz</em></p>
<p>Ein ganz, ganz signifikanter Faktor am Social Web ist, dass es immer etwas Neues gibt. Sobald ein &#8220;etwas&#8221; aus der großen Masse des Neuen herausschicht, berichten sehr schnell sehr viele Stellen darüber. Es könnte ja das nächste große Ding sein, &#8220;Twitter II&#8221; quasi. Es gibt Menschen wie Herrn Schirrmacher, die &#8220;da nicht mehr mitkommen&#8221;, die zur Mäßigung aufrufen und dazu, &#8220;den Computer&#8221; doch häufiger mal auszuschalten.<br />
Das ist in etwa so, als ob sich der Papst zur neusten Entwicklung auf dem Spirituosenmarkt äußern würde. Da spricht jemand, der mehr Angst als Zuversicht und Ahnung hat. Bedenken an dem ganzen technischen Kram äußern mag von Zeit zu Zeit populär sein, aber &#8220;<em>so kommen wir ja nicht weiter</em>&#8220;, um Franjo Pooth zu zitieren.<br />
<span id="more-517"></span><br />
Einige neue Dienste, Apps oder Funktionen tauchen auf, und man fragt sich: &#8220;Wofür?&#8221; &#8211; Ein halbes Jahr später ist man begeisterter Benutzer, und denkt sich: &#8220;Hätte ich das mal früher probiert&#8221;<br />
Ich möchte darauf hinaus, dass eine tolle Eigenschaft des Social Web ist, dass jeder alles sofort ausprobieren kann. Geschlossene Betatests sind natürlich ausgenommen, aber so häufig sind diese auch nicht. Im Kontrast zum neuen Siebener oder A8, den verschiedene Magazine mit verschiedenen Autoren mit subjektiven Meinungen antesten, kann man sich bei neuen Diensten meist vollkommen kostenlos anmelden, oder zumindest Programme als kostenlose Version mit Werbung testen. Nun schließt sich der Kreis zu der etwas allein stehenden Einleitung: Statt sich durch überschwängliche und im Ton gefärbte Berichterstattung verrückt machen zu lassen, kann der gewiefte User den Dienst selber ausprobieren.</p>
<p><strong>Nicht zu früh debattieren</strong><br />
Anstatt wochenlang eine groß angelegte Grundsatzdebatte darüber zu führen, was man denn braucht und was man nicht braucht, kann man es einfach ausprobieren. Das geht schneller, als das Ende der eben genannten Debatte abzuwarten, und man ist am Ende sogar eine eigene Einschätzung reicher.<br />
Denkt man an die Aufregung zurück, die herrschte als Twitter nach Europa schwappte: Unglaublich. Ich möchte nicht wissen, wie wenige Wörter diejenigen auf Twitter gelesen haben, die sich sehr wortreich über die Unnötigkeit einer 140 Zeichen-Nachricht ausgelassen haben.</p>
<p>Es ist, als fragte ein reiner E-Mail-Schreiber, wozu er denn einen Instant Messenger benötige. Die Mail koste ja maximal 3 Klicks mehr. Die Zeitspanne in der man sich vom Schock einer solchen Frage erholen muss, ist ungefähr dieselbe wie die, in der der Fragende den Unterschied erkennen würde.</p>
<p>Damit möchte ich nicht sagen, dass nichts und gar nichts aus der Masse von Technologie und Social Media hinterfragt werden darf, ganz im Gegenteil! Eine sinnvolle Debatte kann jedoch nur dann stattfinden, wenn alle Beteiligten wissen wovon Sie reden.</p>
<p>Es geht los, wenn Menschen fragen &#8220;<em>Wofür brauche ich denn das iPad?</em>&#8220;, und dabei vergessen, dass sie vor 2,5 Jahren beim iPhone die gleiche Frage gestellt haben (Danke für diesen Gedankengang, Johannes Schardt! Beinhaltender Artikel auf Spreeblick: <a href="http://www.spreeblick.com/2010/02/01/willkommen-in-der-minderheit/">Willkommen in der Minderheit</a>).<br />
Was in der Zwischenzeit geschehen ist, sollte Antwort genug sein.</p>
<p>Gut, bei Hardware greift mein Beispiel nicht, denn das iPad ist wie ein A8 weder kostenlos noch spontan auszuprobieren. Nichts desto trotz: Mehr Offenheit und Gelassenheit im Umgang mit Innovationen und vermeintlichen solchen kann auf gar keinen Fall schaden. Unglaublich und unfassbar schnell ist der technische Fortschritt ohnehin, um ihn begreifen und nutzen zu können muss man ihn zuallererst zulassen.<br />
Um z.B. Linux auszuprobieren, muss man nur ein Mal über seinen Schatten springen und eventuelle frühere, negativ in Erinnerung gebliebene Erfahrungen mit der vernünftigen Begründung beiseite schieben, dass sich die Umstände inzwischen verbessert haben könnten. Um eine meiner Lieblingsserien (wenn auch etwas aus dem Zusammenhang gerissen) zu zitieren: &#8220;<em>I question everything, it&#8217;s very healthy.</em>&#8221;</p>
<p><strong>Einstellung</strong><br />
Es ist ganz ähnlich wie bei Jugendlichen, die angeblich keine Erbsen oder keine Tomaten mögen. Die Wahrheit ist nämlich, dass sie es 1. nicht wissen und 2. nicht wissen können. Im Ernst: Erbsen. Tomaten. Soweit kann man sich jawohl im Griff haben, man muss das Gemüse ja nicht unbedingt lieben. Doch wird aus jedem &#8220;<em>Ich mag gerade nicht so gerne</em>&#8221; ein &#8220;<em>Ich möchte nie wieder probieren</em>&#8220;, verpasst man mehr als man kennen lernen kann.<br />
Hier komme ich, und dabei überrasche ich mich selbst, zu einem Kern jeder Erziehung: Dass frühere Meinungen und Urteile sehr wohl zu überprüfen sind, und man die Umwelt als sich änderndes Gefüge begreift, ist jawohl wesentlich für das eigene Vorankommen und die persönliche Entwicklung.</p>
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		</item>
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		<title>Klassische Medien, nicht-klassische Themen: Keine gute Kombination</title>
		<link>http://www.die-medienblogger.de/411/klassische-medien-nicht-klassische-themen-keine-gute-kombination/</link>
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		<pubDate>Tue, 12 Jan 2010 09:00:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Timm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[#fail]]></category>
		<category><![CDATA[Android]]></category>
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		<category><![CDATA[Nexus One]]></category>
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		<category><![CDATA[Smartphone]]></category>

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		<description><![CDATA[<p style="text-align: center"><span style="color: #999999">oder</span> <strong>So schlecht ist das Nexus One nicht, aber das ist gar nicht der springende Punkt</strong></p>

<a href="http://www.die-medienblogger.de/411/klassische-medien-nicht-klassische-themen-keine-gute-kombination/"><img class="size-full wp-image-433 " src="http://www.die-medienblogger.de/wp-content/uploads/NewsScooterRes.jpg" alt="NewsScooterRes" width="544" height="211" /></a><em>Bild von Ed Yourdon, genutzt unter CC-Lizenz</em>

Es gibt Technikfreaks, und es gibt Technikinteressierte. So gibt es in jedem Bereich richtige Profis und, sagen wir mal, "ambitionierte Normalos". Es ergibt sich auf diese Weise häufig ein schöner Kreislauf, den wir auch als <strong>Erfahrungsaustausch </strong>kennen.

Wünscht man sich Journalisten, die in der Erfahrungsaustausch-Hierarchie unter einem stehen? Nicht wirklich.
<!--more-->]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center"><span style="color: #999999">oder</span> <strong>So schlecht ist das Nexus One nicht, aber das ist gar nicht der springende Punkt</strong></p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/yourdon/2766873592/"><img class="size-full wp-image-433 " src="http://www.die-medienblogger.de/wp-content/uploads/NewsScooterRes.jpg" alt="NewsScooterRes" width="544" height="211" /></a><em>Bild von Ed Yourdon, genutzt unter CC-Lizenz</em></p>
<p>Es gibt Technikfreaks, und es gibt Technikinteressierte. So gibt es in jedem Bereich richtige Profis und, sagen wir mal, &#8220;ambitionierte Normalos&#8221;. Es ergibt sich auf diese Weise häufig ein schöner Kreislauf, den wir auch als <strong>Erfahrungsaustausch </strong>kennen.</p>
<p>Wünscht man sich Journalisten, die in der Erfahrungsaustausch-Hierarchie unter einem stehen? Nicht wirklich.<br />
<span id="more-411"></span>Und vor allem sollte man davon ausgehen, dass Artikel im Bereich &#8220;Netzwirtschaft&#8221; einer &#8220;großen deutschen Tageszeitung wie der FAZ&#8221; eine gewisse Mindestqualität erfüllen. Wohlgemerkt, Rubrik &#8220;Wirtschaft&#8221;, also eigentlich kein &#8220;Computer- oder Technikspielkram&#8221;.</p>
<p>Die Realität ist jedoch, dass man als FAZ-Redakteur entweder kein Englisch beherrschen muss, oder unter &#8220;Recherche&#8221; nicht einmal so etwas wie &#8220;etwas bei Google eingeben&#8221; versteht. Anders ist kaum zu erklären, wie dieses Meisterwerk der unzureichenden (ich würde sogar sagen: irreführenden) Berichterstattung zustande kommt: <a href="http://www.faz.net/s/RubE2C6E0BCC2F04DD787CDC274993E94C1/Doc~E174D2C94348943B7B40D8DA63D86F621~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Smartphone Nexus One: Googles Griff nach dem mobilen Internet</a>.<br />
Im Kontrast dazu sei <a href="http://www.techcrunch.com/2010/01/05/google-nexus-one-the-techcrunch-review/">Google Nexus One: The TechCrunch Review</a> betrachtet. Und nein: TechCrunch ist alles andere als ein News-Startup, dass es nur noch nicht auf den Recherche-Radar der FAZ geschafft hat.</p>
<p><strong>&#8220;Der neue iPhone-Killer&#8221;</strong><br />
Doch von Vorne: Der Autor des FAZ-Artikels hat es eigentlich recht leicht. Sich ein bisschen vorsichtig äußern, zum x-ten Mal die Schwächen des iPhones aufzählen, die Stärken des vermeintlichen &#8220;iPhone-Killers&#8221; ebenso, und letzterem am Ende ein gewisses Potenzial zusprechen. Fertig ist die Standard-Review zu neuen Smartphones, seit es das iPhone gibt. Nicht gut, aber auch nicht zwingend peinlich.</p>
<p>Doch was tut er? In erster Linie widerspricht ersich selbst.</p>
<blockquote><p><em>Google weiß wohl selbst, dass das Gerät keine Sensation ist und den Mobilfunkmarkt in Sachen Hardware nicht revolutionieren wird</em><br />
<strong><em>VS.</em></strong><br />
<em>Es war weniger das Äußere des Nexus One, was interessierte, sondern die technischen Werte der Hard- und Software. Und die sind sehr ordentlich und setzen sogar teilweise neue Maßstäbe</em><br />
<strong><em>VS.</em></strong><br />
<em>Ohne dass bisher jemand das Nexus One ausführlich testen konnte, lässt sich mit den Erkenntnissen weniger Kurztester und den technischen Werten sagen, dass das Nexus One in Sachen Hardware mit anderen Smartphones mithalten kann, aber keine Revolution darstellt.</em></p></blockquote>
<p>Noch eine Runde:</p>
<blockquote><p><em>Zudem kann es nicht mit innovativen Features aufwarten, die den Nutzer in Staunen versetzen könnte.</em> (sic!)<br />
<strong><em>VS.</em></strong><br />
<em>Das Nexus One hat ein zweites Mikrofon, das auf der Rückseite angebracht ist und dadurch Android hilft, Sprache störungsfrei weitergeben zu können.</em><br />
<strong><em>VS.</em></strong><br />
<em>This is the best mobile phone display on the market today, blowing away the iPhone’s 480 x 320 display. The screen is bright and alive, and an absolute pleasure to use.</em></p></blockquote>
<p>Genug Gegenüberstellungen? Achtung, einen <strong>echten Klassiker</strong> hab ich noch:</p>
<blockquote><p><em>Die Hardware steckt in einem Gehäuse mit 11,5 Zentimeter Tiefe, was recht schmal ist, und wiegt 130 Gramm, was recht leicht ist.</em></p></blockquote>
<p>Dieser Satz schlägt sich ganz von selbst. Oha, und der Fehler mit der Tiefe (recht schmal?) ist mir eben erst aufgefallen (:D) . Naja. Da &#8220;recht schmal&#8221; und &#8220;recht leicht&#8221; ja DIE Maßeinheiten schlechthin sind, ist der Satz unglaublich aussagekräftig. [Ironie] Und die große Frage bleibt: Was wiegt denn die Hardware mit dem Gehäuse zusammen? [/Ironie]</p>
<p><strong>Argumente, die keine sind</strong><br />
Um diesen geradezu &#8220;Vorfall&#8221; zu nennenden Artikel etwas zu abstrahieren: Wenn eine deutsche Tageszeitung kein Nexus One zum testen bekommt, dann ist das schade. Aber es ist kein Grund, unvollständige und dadurch zwangsläufig stark verzerrende Argumente vorzubringen, um die eigene Sichtweise zu stützen.</p>
<p>Geradezu absurd ist die Passage <strong>Vertragsfreiheit ist keine echte Hemmschwelle</strong>, die (entgegen ihres Titels) argumentiert, der exklusive Vertrieb des iPhones durch T-Mobile sei keine Hemmschwelle für Interessenten. Einen Absatz davor vertritt der Autor noch eine andere Meinung, aber wen wundert das schon?</p>
<p>Es mag arrogant klingen, aber wie kann man sich heutzutage als Redakteur auch nur entfernt mit dem iPhone beschäftigen, ohne die Restriktionen zu berücksichtigen, die T-Mobile einem als Kunden auferlegt? Kostprobe: <a href="http://www.querbeet-deluxe.com/2009/12/provider-aus-dem-letzten-jahrhundert/">Provider aus dem letzten Jahrhundert</a> @querbeet-deluxe.com</p>
<p>Wie kann man über das Nexus One schreiben, und <strong>Google Voice</strong> nur indirekt erwähnen? Ein Feature, das dem Tester von TechCrunch einiges an Zeilen wert ist, findet bei Herrn Dettweiler keine Beachtung. Und das, obwohl er offensichtlich auf der Suche nach Features ist, die das Nexus One aus der Masse hervorstechen lassen. Natürlich ist auch die oben verlinkte Review von TechCrunch nicht der Weisheit letzter Schuss &#8211; jedoch übernimmt sie keine Halbsätze aus Werbeveranstaltungen, und begründet Argumente hinreichend.</p>
<p><strong>Die Moral</strong><br />
Noch einmal zum Mitschreiben, und um meinen Bildblog-ähnlichen Ausfall zu rechtfertigen: Wenn er keine Ahnung hat, schreibt der geneigte &#8220;Qualitätsjournalist&#8221; anscheinend einfach irgendwas. Mit Tippfehlern und Herstellerzitaten ohne Ende.</p>
<p>Ein tolles Beispiel dafür, wie wenig man sich in bei jeglichen Fragen auf das ach so gesetzte und gönnerhafte Journalistentum verlassen kann. Und wie niedrig die Einstellungsvoraussetzungen bei manchen Verlagen sein müssen: Medienkompetenz auf Grundschulniveau.<br />
Nebenbei lässt der Artikel einen auch erkennen, wie herrlich gnadenlos das Internet ist. Zwei Websites sind exakt gleich &#8220;einfach&#8221; zu erreichen, ihre Inhalte stehen somit in direkter Konkurrenz. Kein &#8220;Ich hab da doch letztens was gelesen&#8221;: Die Chronik befördert gelesene Artikel wieder ins volle Bewusstsein.</p>
<p>Das macht es für uns als User sehr viel einfacher, unzureichende Information als solche zu entlarven.</p>
<p><strong>Links zum Thema</strong><br />
Freude machen die <a href="http://www.faz.net/s/RubE2C6E0BCC2F04DD787CDC274993E94C1/Doc~E174D2C94348943B7B40D8DA63D86F621~ATpl~Ekom~SKom~Ak~E328701.html">&#8220;Lesermeinungen zum Beitrag&#8221;</a>, sie geben einem den Glauben an die Menschheit zurück, nach dem der betreffende Artikel sie rigoros zugrunde gerichtet hat. Bazinga! Wann fängt man an, das Feedback zu berücksichtigen?</p>
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		<title>Medien als Beruf?</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Jan 2010 16:16:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franzi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>

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		<description><![CDATA[Beruf &#8211; Berufung &#8211; Profession &#8230; diese Begriffe scheinen für traditionelle &#8211; und jetzt muss ich das Wort benutzen &#8211; Berufe zu gelten, aber treffen nicht unmittelbar auf Medienberufe zu. Natürlich gibt es diverse Tätigkeiten, die sich bereits soweit etabliert haben, sodass man von einem Beruf sprechen kann, aber gerade im Online-Bereich sind die Grenzen vage und verwischt. Das Tätigkeitsfeld des Journalismus scheint klar definiert &#8211; gilt dies aber auch für den Online-Journalismus? Oder sind Online-Journalisten keine echten Journalisten &#8211; oder einfach andere? Dann müsste aber auch die Bezeichnung anders sein. Für Werber und PRler gilt dies noch mehr, denn  <a class="more-link" href="http://www.die-medienblogger.de/471/medien-als-beruf/"><span class="highlighted">&#8230; [Weiterlesen]</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="letter-spacing: 0.0px;">Beruf &#8211; Berufung &#8211; Profession &#8230; diese Begriffe scheinen für traditionelle &#8211; und jetzt muss ich das Wort benutzen &#8211; Berufe zu gelten, aber treffen nicht unmittelbar auf Medienberufe zu. Natürlich gibt es diverse Tätigkeiten, die sich bereits soweit etabliert haben, sodass man von einem Beruf sprechen kann, aber gerade im Online-Bereich sind die Grenzen vage und verwischt. Das Tätigkeitsfeld des Journalismus scheint klar definiert &#8211; gilt dies aber auch für den Online-Journalismus? Oder sind Online-Journalisten keine echten Journalisten &#8211; oder einfach andere? Dann müsste aber auch die Bezeichnung anders sein. Für Werber und PRler gilt dies noch mehr, denn schon im Offline-Modus wissen sie sich nicht eindeutig zu definieren und zu positionieren, was an ihrer permanenten Veränderung der Tätigkeitsfelder und generellen großen Bandbreite der Tätigkeiten liegt. Im Online-Bereich verstärken sich diese Unsicherheiten noch weiter. <span id="more-471"></span>Auch überschneiden sich die Tätigkeitsfelder von PR, Journalismus und Werbung, sodass es leicht möglich ist, zwischen den Berufen zu wechseln. An der RWTH Aachen wird derzeit eine Studie durchgeführt, die ermitteln soll, ob die genannten Medienberufe sich so identisch sind, sodass daraus die Möglichkeit zum Wechsel innerhalb dieser Tätigkeitsfelder resultiert, wie charakteristische Medienbiographien aussehen, was typische Einstiege in die jeweiligen Berufe sind und welche Arbeiten entsprechend zu den Berufen gehören, um daraus eindeutige Berufsbilder definieren zu können.</span></p>
<p><span style="letter-spacing: 0.0px;">Durch das Internet mit seinen erweiternden und ersetzenden Möglichkeiten wird traditionellen Medien eine neue Funktion zugewiesen, genau wie die Medien erhalten auch die Berufe eine andere Funktion, verändern sich, entwickeln sich in diverse Richtungen. Dass es dafür noch keine „richtigen“, allgemein anerkannten, eindeutigen Bezeichnungen gibt &#8211; ist das so wichtig?</span></p>
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		<title>Springer läuft auf den Holzweg</title>
		<link>http://www.die-medienblogger.de/356/springer-lauft-auf-den-holzweg/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Dec 2009 19:26:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Timm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>

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		<description><![CDATA[Letzte Woche, bam! ganz plötzlich, war der Großteil des Inhalts von abendblatt.de, der Homepage des Hamburger Abendblatts, nicht mehr kostenlos abrufbar.
Lediglich Abonnenten können weiterhin auf alle Artikel zugreifen, oder aber Menschen die für 7,95€ monatlich zu Online-Abonnenten werden möchten.
Die Springer AG zieht Läufer um Läufer aus ihrem Angebot vor in die Offensive gegen die im Internet herrschende “Freibiermentalität”. Stefan Niggemeier kritisiert diesen Schritt und speziell dessen Rechtfertigung vonseiten des Abendblatts scharf auf seinem Blog: Aussichtslos, selbstmörderisch, unverschämt.

Neckisches Detail: Nicht einmal der Erwerb einzelner Artikel auf abendblatt.de ist möglich. Man kauft einen ganzen Monat, oder gar nichts. Das scheint kaufmännischer Unsinn zu sein, und ist es wohl auch – das ist Springer aber egal.
Und ganz nebenbei einmal gesagt: Abendblatt? Qualität? Ein durchschnittlich begabter Mittelstüfler vor einem dpa-Ticker schreibt wahrscheinlich bessere “Berichte”.
<!--more-->]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_360" class="wp-caption aligncenter" style="width: 506px"><a href="http://www.flickr.com/photos/doviende/77324602/"><img class="size-full wp-image-360  " src="http://www.die-medienblogger.de/wp-content/uploads/catklein1.jpg" alt="catklein" width="496" height="216" /></a><p class="wp-caption-text">Das Foto stammt von &quot;doviende&quot; und steht unter einer CreativeCommons-Lizenz</p></div>
<p>Letzte Woche, <em>bam!</em> ganz plötzlich, war der Großteil des Inhalts von <a href="http://www.abendblatt.de/">abendblatt.de</a>, der Homepage des Hamburger Abendblatts, nicht mehr kostenlos abrufbar.<br />
Lediglich Abonnenten können weiterhin auf alle Artikel zugreifen, oder aber Menschen die für 7,95€ monatlich zu Online-Abonnenten werden möchten.<br />
Die Springer AG zieht Läufer um Läufer aus ihrem Angebot vor in die Offensive gegen die im Internet herrschende &#8220;Freibiermentalität&#8221;. Stefan Niggemeier kritisiert diesen Schritt und speziell dessen Rechtfertigung vonseiten des Abendblatts scharf auf seinem Blog: <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/aussichtslos-selbstmoerderisch-unverschaemt/">Aussichtslos, selbstmörderisch, unverschämt</a>.</p>
<p>Neckisches Detail: Nicht einmal der Erwerb einzelner Artikel auf abendblatt.de ist möglich. Man kauft einen ganzen Monat, oder gar nichts. Das scheint kaufmännischer Unsinn zu sein, und ist es wohl auch &#8211; das ist Springer aber egal.<br />
Und ganz nebenbei einmal gesagt: Abendblatt? Qualität? Ein durchschnittlich begabter Mittelstüfler vor einem dpa-Ticker schreibt wahrscheinlich bessere &#8220;Berichte&#8221;.<span id="more-356"></span></p>
<p><strong>Meistgekauft und meist verschmäht</strong><br />
Um auf die Läufer um Läufer-Metapher zurückzukommen: Was vernünftig denkenden Menschen unbegreiflich erscheint, ist eingetreten: Die Bild-App steht seit längerer Zeit bei den meistgekauften Apps ganz, ganz weit oben. Dies ist entweder ein Indiz dafür, dass das iPhone zu günstig zu haben ist, oder der durchschnittliche iPhone-Nutzer doch anders aussieht als ich immer dachte.<br />
Was meinen Glauben in die Menschheit allerdings im Ansatz wieder festigt, sind die sage und schreibe 840 Bewertungen, die die Bild-App bisher erhalten hat. Das sind sehr viele, die nächsten &#8220;meistgekauften&#8221; Apps haben 118, 66, 121 und 37 Bewertungen.</p>
<p>Es sind Rezensionen im Stile von: &#8220;<em>dafür monatlich 1,59€</em>?&#8221;, &#8220;sein Geld nicht wert&#8221;, &#8220;definitiv das langsamste Nachrichtenportal&#8221;, &#8220;App an sich ist gut, stürzt nur dauernd ab&#8221;. Das zunächst undurchsichtige 30-Tage-System wird also kritisiert, sowie die technisch schlechte Umsetzung der App.</p>
<p>Bedauernswert sind Rezensenten, die darauf hinweisen, dass die &#8220;Zeitung&#8221; ja täglich 60 Cent koste, die App daher gar nicht &#8220;für immer&#8221; gültig sein könne, und das Abosystem (1,59€ mtl.) daher gerechtfertigt sei. Warum sollte aber auch jemand, der sich nur per &#8220;Bild&#8221; informiert auf die Idee kommen, über sein iPhone echte, andere, kostenfreie Nachrichtenseiten anzusurfen? Oder gar deren kostenfreie Apps zu nutzen?</p>
<p>Denn achtung: Die gibt&#8217;s. Das Handelsblatt hat mit dem eigenen Seiten-Relaunch auch eine iPhone-App zur Verfügung gestellt, die deutlich komfortabler ist als die Website. <strong>*Tusch*</strong> und das kostenlos. Alle 30 Tage wieder, und zwischendurch auch. Oder aber z.B. die App von &#8220;<a href="http://www.wired.com/">Wired</a>&#8220;, die Blogposts und Videos der Sektion &#8220;Gadget Lab&#8221; beinhaltet und auf dem iPhone leicht zugänglich macht. Mit Werbung, aber kostenlos.</p>
<p>Es steht also die Frage im Raum, in welchem Maße der Online-Vertrieb gegen Bezahlung funktioniert, angenommen wird und für Springer verloren gegangene Werbeerlöse kompensieren kann.</p>
<p>Werden Prophezeiungen diverser Blogger (inkl. mir) und frisch denkender Journalisten wahr, so hat Springer damit nicht die eierlegende Wollmilchsau verpflichtet. Ob und wie Springer den eingeschlagenen Weg bei Nichterfolg wieder verlassen wird, dürfte allerdings fraglich sein.</p>
<p><strong>Die Welt ist ohnehin nicht genug</strong><br />
Auch das journalismusähnliche Angebot der &#8220;Welt&#8221; ist neuerdings per App verfügbar. Hier kommt noch ein peinliches Moment hinzu: die aktuelle Kampagne der &#8220;Welt kompakt&#8221;.</p>
<p>Mit Slogans wie &#8220;Wir haben so viele Freunde auf Facebook, dass wir für die echten neue Namen brauchen&#8221; biedert sich die Welt kompakt an. Der Kracher kommt jedoch erst mit dem Claim &#8220;Sind wir reif für eine neue Zeitung?&#8221;.</p>
<p>Ich schon, und du hoffentlich auch, lieber Leser. Ein überkommenes Verkaufsschema mit der Brechstange verteidigende Verlage sicher nicht.</p>
<p><strong>Apple ftw, again!</strong><br />
Innovationen bleiben aus, eine Vertriebsidee mit Zukunft ist am Horizont nicht zu erkennen. Außer natürlich mit Apples Tablet PC. Als Branchenfremder hat Apple schon einer Industrie (Musik und so) gezeigt wo es lang geht, und ist ohnehin immer für eine Überraschung gut. Das ist jetzt nur eine kurze Mutmaßung von mir, aber immerhin eine Möglichkeit. Wenn auch ein weit über 1000€ kostendes Gerät nicht als der wahrscheinlichste Papier-Ersatz erscheint.</p>
<p>Dass ein Stück Hardware die Zeitungsindustrie aber nicht nur weiter bringen, sondern sogar mit größtem Erfolg revolutionieren könnte, ist aber meines Erachtens nach ein lohnender Gedanke. Amazons Kindle ist wohl nicht der heilige Gral, auf den man in dieser Hinsicht noch hoffen kann. Der eBook-Markt steckt in Deutschland ohnehin noch in den Kinderschuhen&#8230; warum kommen Innovationen immer aus den USA, warum warten wir damit, bis uns jemand zeigt wie es geht?</p>
<p><strong>Selber anpacken?</strong><br />
Ein günstiges, gut funktionierendes Gerät mit einem sehr kontraststarken Display, Internetanbindung und womöglich einem neuen Format zwischen Website und PDF, quasi einem Kindle in guter Umsetzung&#8230; warum nicht?<br />
Verlage sollten doch wissen, wie so etwas sich anfühlen müsste, schließlich sind sie ach so qualitätsbewusst und möchten unbedingt etwas verkaufen. Bei entsprechendem Absatz ließe sich evtl. auch ein lukrativeres Werbeangebot realisieren.</p>
<p style="text-align: left">Ich bin auf jeden Fall gespannt, was die Zukunft so bringt. Rund 9,60€ im Jahr für auf ein Schütteln hin sich ausziehende Bild-Girls gehören jedoch auf keinen Fall zu dem, was von der Zukunft des Journalismus derzeit nicht zu sehen ist.</p>
<p><strong><em>Links zum Thema</em></strong><br />
Vor einiger Zeit habe ich auf querbeet-deluxe.com einen Artikel zum gleichen Thema, jedoch mit anderer Ausrichtung geschrieben: <a href="http://www.querbeet-deluxe.com/2009/07/journalismus-nicht-umsonst-aber-kostenlos/">Journalismus: nicht umsonst, aber kostenlos</a></p>
<p>Thomas Knüwer schreibt auf seinem Blog &#8220;Indiskretion Ehrensache&#8221; ebenfalls über die Abendblatt-Geschichte: <a href="http://www.indiskretionehrensache.de/2009/12/trotz-und-abendblatt/">Trotz und Abendblatt</a>, und greift dabei ebenfalls die schlechten Kritiken für die Springer-Apps auf.</p>
<p>Carta.info schreibt, wie man die Bezahlung beim Abendblatt umgehen kann: <a href="http://carta.info/20341/abendblatt-de-die-paid-content-schranke-funktioniert-gar-nicht/">Abendblatt.de: Die Paid-Content-Schranke hat eine Google-Hintertür</a></p>
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		<title>Warum uns das Thema &quot;Medienkompetenz&quot; wichtig ist</title>
		<link>http://www.die-medienblogger.de/127/warum-uns-das-thema-medienkompetenz-so-wichtig-ist/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Oct 2009 13:16:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfram</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Grundvoraussetzungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Qualifikation]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://medienblog.compuccino.net/?p=127</guid>
		<description><![CDATA[Bildung ist Grundlage für eigenverantwortliches Handeln und  für politische Beteiligung. Und mehr denn je werden neue Medien zentraler Bestandteil von Bildung. Sie vermitteln nicht nur den Zugang zu Bildung, sondern speichern und verwalten zusammengestelltes Wissen. Der sichere Umgang mit dem Internet wird zu einer Basis-Kompetenz. Wer in der Handhabung der neuen Medien nicht geschult ist, wird in den kommenden Jahren einen entscheidenden Wettbewerbsnachteil haben. 
Zu den elementaren Grundvoraussetzungen gehört die Erlangung einer Grundqualifikation, einer Medienkompetenz, die eine Teilnahme am öffentlichen Leben und der Kommunikation in der Informationsgesellschaft erst ermöglicht. Es gilt darum, nicht nur den Zugang zu Computern zu besitzen, sondern  <a class="more-link" href="http://www.die-medienblogger.de/127/warum-uns-das-thema-medienkompetenz-so-wichtig-ist/"><span class="highlighted">&#8230; [Weiterlesen]</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bildung ist Grundlage für eigenverantwortliches Handeln und  für politische Beteiligung. Und mehr denn je werden neue Medien zentraler Bestandteil von Bildung. Sie vermitteln nicht nur den Zugang zu Bildung, sondern speichern und verwalten zusammengestelltes Wissen. Der sichere Umgang mit dem Internet wird zu einer Basis-Kompetenz. Wer in der Handhabung der neuen Medien nicht geschult ist, wird in den kommenden Jahren einen entscheidenden Wettbewerbsnachteil haben. </p>
<p>Zu den elementaren Grundvoraussetzungen gehört die Erlangung einer Grundqualifikation, einer Medienkompetenz, die eine Teilnahme am öffentlichen Leben und der Kommunikation in der Informationsgesellschaft erst ermöglicht. Es gilt darum, nicht nur den Zugang zu Computern zu besitzen, sondern diese Geräte aber auch diese angemessen zu bedienen, sie in dem neuen Medium entsprechend einzusetzen und zu nutzen. Dazu gehört neben dem notwendigen technischen Wissen und der Fähigkeit, mit dem Inhaltsangebot des Internets aktiv und selbstbestimmt umgehen zu können. Erst wer das Inhaltsangebot im Internet  einzuschätzen vermag, dessen Risiken, Wert und Nutzen für das eigene Leben beurteilen kann, wird die notwenigen Informationen mit Hilfe des jeweiligen Dienstes und den entsprechenden Anwendungen aus dem Netz gewinnen können. Medienkompetenz ist damit ein erster Schritt zur angemessenen und kompetenten Teilhabe.</p>
<p>Wir wollen uns in unserer zentralen Kategorie &#8220;Medienkompetenz&#8221; mit diesen aufgeworfenen Fragestellungen beschäftigen. Aber auch die Fragen diskutieren, was bedeutet der Wandel im Internet für unsere Gesellschaft. Wie sind diese neuen Entwicklungen im Netz einzuschätzen, welche Gruppen profitieren davon und wer wird gegebenfalls abgehängt? Über Anregungen freuen wir uns.</p>
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